Knapp 600 Menschen nutzten Rückkehrprogramme in ihre Heimatländer

Zahl freiwilliger Ausreisen geht weiter zurück

Die Zahl freiwilliger Ausreisen ist mittlerweile deutlich geringer als noch 2017. Foto: dpa

Kiel – Die Zahl freiwilliger Ausreisen ist weiterhin deutlich geringer als noch 2017. Bis Ende September 2019 gab es im Norden 597 geförderte Ausreisen, geht aus der Antwort des Innenministeriums auf Anfrage des SSW hervor. Demnach nutzten im Vorjahr 517 Menschen entsprechende Förderprogramme. 2017 hatte es hingegen noch 1 629 unterstützte freiwillige Ausreisen gegeben. Nicht erfasst wird dabei, ob die Menschen ausreisepflichtig waren.

Der Fokus müsse auf freiwilligen Ausreisen liegen, sagte SSW-Fraktionschef Lars Harms. Bis Ende September wurden nach Angaben des Innenministeriums 290 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben (ohne sogenannte Rücküberstellungen nach dem Dublin-Verfahren). 2018 waren es 171, ein Jahr zuvor 338.

In den ersten neun Monaten des Jahres scheiterten 899 Abschiebungen (2018: 1 018, 2017: 775). In 356 Fällen waren die Personen untergetaucht oder wurden nicht angetroffen. Zurück gegangen ist die Zahl der Kirchenasyle. Es gab 2019 nur noch einen Fall. 2017 waren es noch 38.

Ein Großteil der Abschiebungen scheitere an ganz anderen Ursachen, etwa aus medizinischen Gründen, an erschöpften Aufnahmekapazitäten, an Rücknahmen durch die Ausländerbehörde oder schlicht daran, dass die Personen längst freiwillig heimgekehrt sind.    dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.