Barrierefreiheit setzt sich auch in den Hochschulgebäuden fort: Flure, Toiletten und Türen bringen Probleme.  Archivfoto: dpa
+
Barrierefreiheit setzt sich auch in den Hochschulgebäuden fort: Flure, Toiletten und Türen bringen Probleme. Archivfoto: dpa

Ziel: Barrierefreiheit an Hochschulen

Studenten klagen über Hindernisse

Kiel - Menschen mit Behinderung oder chronisch Kranke müssen auch in Schleswig-Holstein noch viele Hindernisse überwinden, wenn sie ein Hochschulstudium absolvieren wollen.

Studenten beklagten den oft großen Aufwand bereits vor Studienbeginn, sagte der Landesbehindertenbeauftragte Ulrich Hase. Oft könnten sie erst mit einem Semester Verspätung anfangen, weil sie so viel organisieren müssten. Zuweilen lohne ein Studium auch finanziell nicht, weil angesichts der hohen Ausgaben für Hilfen vom späteren Einkommen nicht viel übrig bleibe.

Wie viele der 50000 Studenten im Land behindert oder chronisch krank sind, konnte Hase nicht sagen. In Dänemark betrage die Quote fünf Prozent, die für Schleswig-Holstein etwa 2500 bedeuten würde. Das Bewusstsein, etwas für Menschen mit Behinderung zu tun, sei an den Hochschulen im Norden gut ausgeprägt, sagte Hase.

Einer Untersuchung zufolge sind in 90 erfassten Gebäuden nur 71 Prozent der Flure barrierefrei. 42 Prozent der Gebäude haben keine Türen, die ohne Hilfe vom Rollstuhl aus geöffnet werden können und bei einem Drittel fehlen Behinderten-Toiletten. „Wir wollen die barrierefreie Hochschule zu einem Markenzeichen für unsere Hochschulen machen“, sagte Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.