Medizintechnik-Hersteller Dräger 

„Zukunftsfabrik“ macht sich bezahlt

Der Vorstandsvorsitzende des Dräger-Konzerns, Stefan Dräger, ist mit der „Zukunftsfabrik“ sehr zufrieden. - Foto: dpa
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Der Vorstandsvorsitzende des Dräger-Konzerns, Stefan Dräger, ist mit der „Zukunftsfabrik“ sehr zufrieden.

Lübeck - Die neue „Zukunftsfabrik“ des Dräger-Konzerns hat bereits in den ersten Monaten die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Die Konzentration von Produktion und Logistik an einem Standort habe die Produktivität schon im vierten Quartal des Jahres 2016 merklich gesteigert, sagte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Stefan Dräger, gestern. Für 2017 rechnet Dräger damit, dass sich daraus Einsparungen von rund neun Millionen Euro ergeben. Das werde einen großen Beitrag zum Überleben des Unternehmens leisten, sagte er.

Seit Anfang 2015 hat der Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik nach eigenen Angaben 71,5 Millionen Euro in das Projekt „Zukunftsfabrik“ investiert. Dafür sind auf einem bestehenden Gelände am südlichen Stadtrand Lübecks drei neue Werkshallen gebaut und drei weitere umgebaut worden.

„Unsere bisherigen Produktions- und Logistikabläufe sind im heutigen Wettbewerbsumfeld zunehmend an ihre Grenzen gestoßen“, sagte der Leiter des Produktionsstandortes Lübeck, Stephan Kruse. Er plant die Abläufe kundenorientierter und nachfragegesteuerter. Helfen könnte dabei auch eine neue flexible Arbeitszeitregelung, die nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Siegfrid Kasang bis 2019 umgesetzt werden soll.

Bei der Standortdiskussion im Jahr 2004 hatte Dräger wegen hoher Produktionskosten über eine Verlagerung der Medizintechnik-Produktion nach Tschechien nachgedacht. „Diese Überlegungen sind endgültig vom Tisch. Die ‚Zukunftsfabrik‘ macht unser Unternehmen zukunftssicherer, als es eine Verlagerung ins Ausland je gekonnt hätte“, sagte Dräger.

dpa

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