Bund unterstützt NS-Gedenkstätten mit 700 000 Euro

„Zukunftsfähige Lernorte“

Eine reflektierte Erinnerung an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und den Holocaust ist aus Sicht der Bildungsministerin Karin Prien notwendig. Foto: dpa

Kiel – Mit insgesamt 700 000 Euro unterstützt der Bund die Arbeit der drei schleswig-holsteinischen NS-Gedenkstätten Ahrensbök (Kreis Ostholstein), Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) und Ladelund (Kreis Nordfriesland). Die Unterstützung im Rahmen des Förderprogramms „Jugend erinnert“ gilt für die kommenden drei Jahre. Das Programm dient der Entwicklung neuer Formen der Bildungsarbeit in NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren. Die drei Gedenkstätten aus dem Land waren mit ihren Projektanträgen erfolgreich.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) betonte gestern in Kiel, dass auch 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine reflektierte Erinnerung an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und den Holocaust notwendig bleibe. „Die Befassung mit der deutschen Vergangenheit schulden wir den Überlebenden und den Nachkommen, und sie dient auch dazu, die richtigen Schlüsse für die Gegenwart und die Zukunft zu ziehen.“ Es sei wichtig, Fakten, historisches Wissen und fundierte Recherche zu vermitteln, nicht zuletzt mit Blick auf Tendenzen zur Relativierung oder Leugnung des Holocaust. „Dabei sind Institutionen wie die Gedenkstätte Ahrensbök, die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen und die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund von besonderer Bedeutung“, sagte Prien.

Der Landesbeauftragte für politische Bildung, Christian Meyer-Heidemann, zeigte sich wie Prien erfreut über die erfolgreichen Projektanträge: „Mit den nun vom Bund geförderten Projekten zeigen die drei Gedenkstätten, dass sie sich zu zukunftsfähigen Lernorten entwickeln“. Von besonderer Bedeutung sei, dass die Gedenkstätten innovative und zielgruppengerechte Konzepte erarbeiten, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Schrecken der nationalsozialistischen Terrorherrschaft zu vermitteln.  dpa

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