Wissenschaftler organisieren europaweites Treffen in Albersdorf

Zurück in die Steinzeit

Liza, Werner und Lucia (v.l.), Teilnehmer eines Camps im Steinzeitpark, gehen bei ihrem Einkauf durch einen lokalen Supermarkt. - Foto: dpa

Albersdorf - Das „größte Steinzeittreffen seit der Steinzeit“ startete am Montag in Albersdorf (Kreis Dithmarschen). Mehr als 70 Männer, Frauen und Kinder wollen zehn Tage lang im Steinzeitpark Dithmarschen Anzug und Krawatte gegen einen groben Leder-Umhang tauschen. „Seit fünf Jahren schon veranstalten wir im Sommer bei uns Steinzeittreffen“, sagte Koordinator Werner Pfeifer. Die ersten Jahre waren es rein wissenschaftliche Experimentiertreffen. Seit 2017 jedoch versammeln sich die meisten der „Steinzeitler“ Europas in Albersdorf, um sich gegenseitig besser kennenzulernen, Wissen auszutauschen, und ein paar Tage als Steinzeitmenschen zu leben, erklärte der Museumspädagoge. „Wir haben von Wissenschaftlern über Steinzeithandwerker bis zum Studenten und Schüler alles dabei.“

Neben einer wissenschaftlichen Gruppe um Professorin Linda Hurcombe von der Universität Exeter aus England reisen „Steinzeitler“ unter anderem aus Dänemark, Frankreich, Litauen, den Niederlanden, Norwegern, Polen, Ungarn und Spanien an. Die weiteste Anreise haben in diesem Jahr „Steinzeitler“ aus Israel und Südafrika. Angemeldet haben sich unter anderem der „Bärenschamane“ Miika aus Finnland sowie Obbo aus Bochum mit seiner Mammutjäger-Lederjurte und der Hamburger Wildnislehrer Kai de Graaf mit seinem eiszeitlichen Rentierjägerlager. Der Münchner Robert Graf gilt als „begnadeter Flinttechniker“, der für Fortgeschrittene einen Kurs im Bearbeiten von Feuerstein anbietet. Theresa Kamper-Emmerich von der Universität Exeter gibt einen Pelz-Gerbkurs. - dpa

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