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Klimaschutz fängt in den eigenen vier Wänden an.

Schleswig-Holstein fördert klimafreundliche Anschaffungen

Zuschüsse für grüne Dächer

Kiel – Wer in Schleswig-Holstein ein Lastenfahrrad, eine Ladebox für ein E-Auto oder eine klimafreundliche Heizung kauft, kann einen Zuschuss des Landes beantragen. Auch die Anschaffung von Stromspeichern, Solarthermie-Anlagen und die Begrünung von Dächern wird gefördert.

Das Programm mit einem Volumen von 1,6 Millionen Euro für drei Jahre stellte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) gestern in Kiel vor. Die Landesregierung schaffe Anreize für Bürger, die etwas für den Klimaschutz tun wollen, sagte er. Die Prämien gibt es laut Albrecht auch für Käufe, die seit Jahresbeginn schon getätigt wurden.

„Klimaschutz fängt in den eigenen vier Wänden an“, erklärte Albrecht. Jede einzelne Investition in den Klimaschutz sei wichtig, weil sie dazu beitrage, die Klimaschutzziele zu erreichen und die natürlichen Ressourcen zu schonen. „Aber nicht jede Investition ist finanziell durch private Haushalte auch zu leisten.“ Deshalb fördere das Land entsprechende Käufe, so Albrecht.

Unter der Überschrift „Kleckern statt klotzen“ kam harsche Kritik aus der oppositionellen SPD. „Das heute großspurig angekündigte Programm zur Förderung des privaten Klimaschutzes lässt sich wohlwollend höchstens als winzig kleines Feigenblatt bezeichnen“, sagte der Klimaschutzpolitiker Thomas Hölck. „Wie das einen nennenswerten Beitrag zur CO2-Einsparung leisten soll, wenn die Grünen den Kauf von Lastenfahrrädern für ihre Klientel fördern, die noch nicht einmal kommerziell genutzt werden dürfen, muss wohl Herrn Albrechts Geheimnis bleiben.“ Hölck sprach von „beinahe wirkungslosen grünen Gießkannen“. Jamaika sollte seine Haushaltsmittel zur Bekämpfung der Corona-Folgen einsetzen und nicht für „grüne Klientelpolitik“, meinte AfD-Fraktionschef Jörg Nobis. Das Förderprogramm helfe allenfalls denen, denen es sowieso schon gut gehe und nicht all jenen, die staatliche Hilfe benötigten, weil sie infolge der Coronakrise ihren Arbeitsplatz verloren hätten.  dpa

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