Der Schweizer bleibt

Trainer Lucien Favre verlängert bei Borussia Dortmund - BVB-Bosse nennen die Gründe

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Lucien Favre bleibt bei Borussia Dortmund.

Jetzt ist es amtlich: Lucien Favre bleibt Trainer bei Borussia Dortmund. Das gab der BVB am Dienstag bekannt.

Update vom 18. Juni 2019: 

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und Trainer Lucien Favre haben den laufenden Vertrag vorzeitig bis 2021 verlängert. Das gab der BVB am Dienstag bekannt. Favre war vor einem knappen Jahr von den Dortmundern verpflichtet worden und hatte zunächst einen Kontrakt bis 2020. In seinem ersten Jahr führte der 61 Jahre alte Schweizer den nordrhein-westfälischen Erstligisten auf Platz zwei. Dabei verspielte der BVB allerdings seinen zwischenzeitlichen Vorsprung auf den FC Bayern München, der nach einer Aufholjagd schließlich Meister wurde.

„Ich freue mich sehr auf eine weiterhin konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem ganzen BVB-Team“, wird Favre in einer BVB-Mitteilung zitiert. Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc sagte: „Lucien hat klare Strukturen geschaffen und unsere Spieler weiterentwickelt.“ 

Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Dortmunder Geschäftsführung, betonte: „Er hat die Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt. Es ist folgerichtig, dass wir die Zukunft gemeinsam gestalten möchten.“ Zu einem möglichen Engagement von Mats Hummels (tz.de* berichtet) äußerte sich der Club auch am Dienstag nicht.

Favre war im vergangenen Sommer nach zwei Jahren bei OGC Nizza zur Borussia gewechselt. Der Schweizer hatte zuvor in der Bundesliga bei Hertha BSC und bei Borussia Mönchengladbach gearbeitet. In seiner Heimat war er unter anderem Trainer bei Servette Genf und beim FC Zürich.

BVB will mit Favre verlängern - Zorc mit großer Ankündigung

Erstmeldung vom 30. Mai 2019: Dortmund - „Natürlich werden wir mit ihm in die Gespräche gehen, und ich persönlich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ (Donnerstag). „Wir alle fühlen uns in dieser Konstellation wohl.“ Aktuell laufen die Gespräche aber noch nicht, wie Zorc sagte. Der Kontrakt des 61-Jährigen ist noch bis 30. Juni 2020 datiert.

Die Borussen hatten in der abgelaufenen Saison die erste deutsche Meisterschaft seit 2012 um zwei Punkte verpasst. In der Analyse machte Zorc vor allem die immer wieder schwächelnde Defensive und zu viele individuelle Fehler aus („Die haben uns am Ende um die Früchte der Arbeit gebracht“). 

BVB kündigt Großes an: Wollen jetzt den Titel

Aber auch den eigenen Umgang bei zwischenzeitlich neun Zählern Vorsprung auf Meister FC Bayern betrachtete Zorc rückblickend kritisch. „Aus dem Wissen, dass wir unsere Mannschaft verstärkt und sich die Spieler weiterentwickelt haben - haben wir abgeleitet, dass wir offensiver in der öffentlichen Zielsetzung werden wollen“, sagte der frühere Profi: „Wir möchten zumindest versuchen, den Titel wieder nach Dortmund zu holen.“

Personell wird sich der BVB wohl von den sieben Leihspielern, die zurückkommen, trennen. Darunter ist auch Ex-Nationalspieler André Schürrle. Den früheren Kapitän Marcel Schmelzer, der zuletzt sportlich keine Rolle mehr spielte, möchte Zorc hingegen gerne halten. Ein möglicher Abgang von Mittelfeldspieler Julian Weigl sei derweil gar kein Thema.

Bislang hat der BVB die deutschen Nationalspieler Nico Schulz und Julian Brandt sowie den Belgier Thorgan Hazard für insgesamt rund 75 Millionen Euro verpflichtet. Weitere Neuverpflichtungen stehen wohl nicht auf dem Programm. „Wir werden natürlich weiter versuchen, den Kader zu optimieren. Aber das Gros ist getan“, sagte Zorc.

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dpa

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