Verrückte Konstellation in WM-Quali

Freilos für DFB-Elf? Rumänien will sich gegen Deutschland schonen - „Spieler energetisch ausgelaugt“

  • Christoph Klaucke
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Das DFB-Team empfängt am Freitag in der WM-Quali Rumänien. Doch die Gäste scheinen das Spiel überhaupt nicht wichtig zu nehmen und könnten sich sogar schonen.

Hamburg - Mit zwei Siegen könnte die deutsche Nationalmannschaft* bei günstigem Verlauf in den kommenden Tagen bereits die WM-Qualifikation perfekt machen. Am Freitag vor heimischem Publikum in Hamburg gegen Rumänien ist der nächste Dreier fest eingeplant. Der Verfolger, der als Tabellendritter der Gruppe J fünf Punkte Rückstand auf die DFB*-Elf hat, scheint der Partie allerdings keine allzu große Bedeutung beizumessen.

DFB: Schont sich Rumänien gegen die deutsche Nationalmannschaft?

Der DFB-Gegner Rumänien ist mit zwiespältigen Gefühlen nach Hamburg gereist. Zwar hatte Nationaltrainer Mirel Radoi klar betont, nicht verlieren zu wollen. Das in der Gruppe J der WM-Qualifikation wichtigere Spiel wartet auf die Nummer 42 der FIFA-Weltrangliste aber erst am kommenden Montag. „Selbst wenn wir gegen Deutschland gewinnen würden, bleibt der Sieg über Armenien Pflicht“, sagte der Technische Direktor des Verbandes, Mihai Stoichita.

Mit zehn Punkten liegt Rumänien auf Platz drei einen Zähler hinter Armenien, das die bessere Ausgangslage für eine Playoff-Teilnahme als Gruppenzweiter für die WM 2022* in Katar hat. „Wenn man nach Deutschland fährt und da die Spieler einsetzt, die in der besten Form sind, aber dann 0:1 geschlagen wird, kommen die Spieler energetisch ausgelaugt zurück“, sagte Stoichita.

Die Zeitung Prosport forderte bereits, dass Spieler gegen die DFB-Auswahl geschont werden sollten. Das Blatt Gazeta Sporturilor schrieb dagegen, Radoi denke nicht daran, das Spiel in der Hansestadt zu „opfern“.

DFB: „Opfert“ Rumänien das Deutschland-Spiel - DFB-Elf nur gegen schwache Gegner

Die DFB-Elf will sich auf dem Weg zur WM unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick weiter einspielen. Sollten sich die Rumänen tatsächlich schonen, wäre das sicher nicht im Sinne der deutschen Mannschaft. Ohnehin waren die ersten Gegner „nicht aus der obersten Kategorie“, wie Thomas Müller sagte. Am Montag geht es in Nordmazedonien weiter.

Auf den aktuellen Lehrgang folgen im Anschluss nur noch vier weitere Treffen des Nationalteams im Vorfeld der Weltmeisterschaft, die am 21. November 2022 in Katar beginnt. „Jedes Spiel, jedes Training müssen wir nutzen“, mahnte der Bundestrainer. Im kommenden Monat endet mit den Partien gegen Liechtenstein und Armenien die WM-Ausscheidung, es sind zugleich die letzten Länderspiele 2021.

Bei einer direkten WM-Qualifikation als Gruppensieger stehen zum Start ins WM-Jahr im März zwei oder drei Testspiele auf dem Programm. Dafür werden namhafte Kontrahenten gesucht. Nach Saisonende stehen bei einem gut zweiwöchigen Nationalmannschafts-Treffen dann gleich vier Partien in der neuen Nations-League-Runde an. Zwei weitere Nations-League-Partien folgen im September 2022 bei der letzten Zusammenkunft der Nationalmannschaft vor dem WM-Turnier. Zuletzt sorgte der DFB für Fan-Frust bei der Hotel-Ankunft der deutschen Mannschaft. (ck/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt

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