„Bomber der Nation“ gestorben

Gerd Müller ist tot - Große Trauer um FC-Bayern-Legende: „Er war der größte Stürmer, den es je gegeben hat“

  • Armin T. Linder
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Die Fußball-Welt trauert um eine ihrer größten Legenden: Gerd Müller ist tot. Das teilte der FC Bayern mit.

München - Am Sonntag um 13.28 Uhr verbreitete der FC Bayern via Twitter eine traurige Nachricht, die die Fußballwelt in Schockstarre versetzt: Gerd Müller ist tot. Der „Bomber der Nation“ ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

Gerd Müller ist tot - „Heute steht die Welt des FC Bayern still“

„Heute steht die Welt des FC Bayern still“, heißt es in der Nachricht des Vereins. „Der deutsche Rekordmeister und seine gesamte Fangemeinde trauern um Gerd Müller, der am frühen Sonntagmorgen im Alter von 75 Jahren gestorben ist.“

Gerd Müller ist Rekordtorschütze der Fußball-Bundesliga. Er erzielte 365 Torein 427 Partien. Zudem war er Siegtorschütze des WM-Finales 1974. Lange hielt er auch den Rekord für die meisten Treffer in einer Bundesliga-Saison mit 40 Toren - hier hatte ihn erst in der vorigen Spielzeit Robert Lewandowski abgelöst. Was für emotionale Momente sorgte*.

Gerd Müller: FC-Bayern-Legende litt unter Alzheimer

Gerd Müller ist seit Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten. Der FC Bayern hatte den traurigen Grund bekannt gegeben: Müller litt an Alzheimer*. Seine Ehefrau hatte vor einigen Monaten bedrückende Details über den Gesundheitszustand von Gerd Müller offenbart. „Er isst so gut wie nichts mehr, kann kaum mehr schlucken“, berichtete Uschi Müller traurig. Müller „liegt fast 24 Stunden im Bett, hat nur wenig wache Momente. Es ist so schön, wenn er kurz die Augen aufmacht. Er kann manchmal mit einem Wimpernschlag Ja und Nein signalisieren“, sagte sie. Müller lebte seit Jahren im Pflegeheim, wo er professionell betreut wurde.

Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer schrieb: „Heute ist ein trauriger, schwarzer Tag für den FC Bayern und all seine Fans. Gerd Müller war der größte Stürmer, den es je gegeben hat - und ein feiner Mensch, eine Persönlichkeit des Weltfußballs. Wir sind in tiefer Trauer vereint mit seiner Frau Uschi sowie seiner Familie. Der FC Bayern wäre ohne Gerd Müller heute nicht der Klub, wie wir ihn alle lieben. Sein Name und die Erinnerung an ihn wird auf ewig weiterleben.“

Gerd Müller ist tot: „Die Nachricht macht uns alle tief betroffen“

Auch Oliver Kahn äußerte sich: „Die Nachricht von Gerd Müllers Tod macht uns alle tief betroffen. Er ist eine der größten Legenden in der Geschichte des FC Bayern, seine Leistungen sind bis heute unerreicht und werden auf ewig Teil der großen Geschichte des FC Bayern und des gesamten deutschen Fußballs sein“, erklärte der Münchner Vorstandschef. „Gerd Müller steht als Spieler und als Mensch wie kaum ein anderer für den FC Bayern und seine Entwicklung zu einem der größten Vereine weltweit. Gerd wird für immer in unseren Herzen sein.“

Müller war im Sommer 1964 zum FC Bayern gekommen und prägte eine Ära. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1972 Europameister und 1974 Weltmeister, wobei er das Siegtor im Finale in München gegen die Niederlande erzielte. Nach seiner Karriere blieb er dem Verein lange als Trainer im Nachwuchs erhalten.
Müller hatte 1971/72 in einer Bundesligasaison schier unglaubliche 40 Tore erzielt. Erst in der vergangenen Saison gelang Robert
Lewandowski vom FC Bayern mit 41 Treffern eine neue Bestmarke. Müllers Bilanz von 365 Treffern in 427 Bundesligaspielen ist bis
heute unübertroffen.

Am Sonntag folgte dann die traurige Nachricht: Die Fußball-Welt muss von Gerd Müller Abschied nehmen. (lin mit dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Martin Hoffmann/Imago

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