Cheftrainer Daniel Thioune als Schlichter

HSV-Abwehr droht Mega-Streit: Zu viele Stars, zu wenig Plätze – Drongelen im Anmarsch

HSV-Cheftrainer Daniel Thioune muss harte Entscheidungen treffen. In der Abwehr des Hamburger SV steht ansonsten ein riesiger Streit an.

Hamburg – Der Hamburger SV ist gut in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga gestartet*. Auch dank Neuzugang Moritz Heyer (25). Der Innenverteidiger stabilisiert die HSV-Abwehr. Und genau das könnte bald zum Problem werden. Denn auch Senkrechtstarter Stephan Ambrosius (21) drängt in die Startelf. Innenverteidiger Toni Leistner (30) sowieso. Streit ist vorprogrammiert. Denn mit Rick van Drongelen* (21) kommt bald ein gestandener Abwehrspieler zurück.

Fußballverein:Hamburger SV
Cheftrainer:Daniel Thioune
Gründung:29. September 1887, Hamburg
Farben:Blau-Weiß-Schwarz
Kapazität:57.000
Ligen:DFB-Pokal, 2. Fußball-Bundesliga

Hamburger SV: In der HSV-Abwehr bahnt sich ein Streit an

In den kommenden Wochen dürfte es, etwas Erfolg vorausgesetzt, ruhig zugehen rund um den Hamburger SV. Die Rothosen treten am Montag, 28. September 2020, beim SC Paderborn 07 an. Anpfiff ist um 20:30 Uhr. Eine Mannschaft, die wie Fortuna Düsseldorf auch, zu den Aufstiegskandidaten zählt. Die durchaus offensiv spielt. Ein Gegner, wie gemacht für den neuen Hamburger SV. Einen Punkt könnten die Mannschaft von HSV-Cheftrainer Daniel Thioune durchaus mitnehmen. Selbst ein Auswärtssieg ist nicht unrealistisch, schreibt 24hamburg.de-HSV.

HSV-Cheftrainer Daniel Thioune hat ein Luxusproblem in der Abwehr. Vier Stammkräfte für zwei Positionen.

Es dürfte also harmonisch bleiben beim Hamburger SV. Vorerst. Denn über der HSV-Abwehr brauen sich dunkle Wolken zusammen. Ausgerechnet deswegen, weil sie gut funktioniert hat im Spitzenspiel gegen Fortuna Düsseldorf in Hamburg. Denn mit der Verpflichtung von Innenverteidiger Moritz Heyer* hat HSV-Cheftrainer Daniel Thioune zu viele Spieler mit Stammplatz-Qualität für zu wenige Plätze in seiner Abwehrreihe.

HSV-Cheftrainer Daniel Thioune muss harte Entscheidungen treffen: Wer muss auf die Bank? 

Gegen Fortuna Düsseldorf spielte Moritz Heyer, der erst 24 Stunden zuvor verpflichtet worden war, neben Stephan Ambrosius. Kein Wunder. Toni Leistner, sonst unumstrittener Stammspieler, durfte nach seinem Ausraster beim Pokalaus in Dresden nicht mitwirken*. Denn seine Attacke gegen einen Fan verstieß auch gegen das Hygienekonzept des Deutschen Fußball-Bunds (DFB). Er musste also von der restlichen Mannschaft ferngehalten werden.

Die HSV-Abwehr stellte sich so von selbst auf. Doch nach seiner Sperre wird Innenverteidiger Toni Leistner wieder mitwirken können. Dann wird voraussichtlich Stephan Ambrosius auf der Bank platz nehmen müssen. Doch es wird bald noch enger in der Abwehr. Denn Stammspieler Rick van Drongelen schwitzt schon für sein Comeback. Das wird spätestens in der Rückrunde erfolgen. Wird HSV-Cheftrainer Daniel Thioune dann jemanden auf die Bank setzen? Oder hat gar der niederländische U21-Nationalspieler das Nachsehen?

Hamburger SV: Toni Leister, Moritz Heyer, Stephan Ambrosius und Rick van Drongelen – vier Innenverteidiger, zwei Plätze

Vier Spieler, die gut genug für einen Stammplatz sind und diesen auch fordern dürften. Aber nur zwei Positionen in der ersten Elf von Hamburg. Dieses Konfliktpotential muss HSV-Cheftrainer Daniel Thioune moderieren. Dazu kommt ein ähnliches Luxusproblem auf den Außenpositionen. Auf der linken Seite ist die Hierarchie geklärt. HSV-Kapitän Tim Leibold* (26) wird spielen. Unabhängig davon, ob Cheftrainer Daniel Thioune mit einer Dreier- oder einer Viererkette spielen lässt. Auch im Spitzenspiel beim SC Paderborn 07 ist er gesetzt*.

Rechts ist die Situation allerdings pikanter. Denn Rechtsverteidiger Josha Vagnoman* (19) ist eines der größten Talente im Kader des Hamburger SV. Im Sommer soll angeblich Hellas Verona bereit gewesen sein, 6,5 Millionen Euro für den deutschen U21-Nationalspieler zu bezahlen. Der hat mittlerweile Jan Gyamerah (25) den Rang abgelaufen. Eine Situation, über die der 25-Jährige nicht glücklich sein dürfte. Bis zu einem Wadenbeinbruch war er unter Ex-Trainer Dieter Hecking* Stammspieler. Ein Anspruch, den er auch unter HSV-Cheftrainer Daniel Thioune haben dürfte. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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