St. Pauli schon raus - Pirmasens kassiert 1:11-Klatsche

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Die Spieler des Chemnitzer FC bejubeln den Siegtreffer gegen den FC St. Pauli.

Chemnitz - Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli ist überraschend aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die anderen Favoriten gaben sich in der 1. Runde aber keine Blöße.

Aufsteiger FC St. Pauli hat sich als erster Fußball-Bundesligist aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Die Hamburger blamierten sich beim 0:1 (0:1) am Samstag bei Regionalligist Chemnitzer FC und schieden aus. Überzeugend zogen dagegen Bayer Leverkusen durch einen 11:1 (1:0)-Erfolg bei FK Pirmasens und 1899 Hoffenheim durch ein 4:0 (4:0) bei Hansa Rostock in die nächste Runde ein. Auch die Bundesligisten Borussia Dortmund, Werder Bremen, SC Freiburg und VfB Stuttgart gaben sich keine Blöße und erreichten nach Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern, die am Freitag ihre Spiele gewannen, die zweite Runde.

St. Pauli rannte nach der frühen Chemnitzer Führung durch Andreas Richter nach einem Eckball (5.) vergeblich dem Ausgleich hinterher. Der Regionalligist hatte sogar noch Chancen zu erhöhen. Die beste Möglichkeit vergab Rene Trehkopf, der mit einem harten Freistoß aus gut 20 Metern an St. Paulis Schlussmann Benedikt Pliquet scheiterte.

Bayer Leverkusen, das ohne den weiter verletzten Neuzugang Michael Ballack antrat, tat sich beim Oberligisten FK Pirmasens lange schwer. Erst Nationalspieler Stefan Kießling brach den Bann und nutzte den missglückten Versuch einer Abseitsfalle zur 1:0-Führung (36.). Nach der Halbzeitpause legte Bayer einen Gang zu und feierte durch die Treffer von Patrick Helmes (46./57./64.), Kießling (58.), Renato Augusto (61.), Sidney Sam (67./88.), Eren Derdiyok (84./90.) und Arturo Vidal (87.) einen letztlich ungefährdeten Sieg. Den Ehrentreffer für den völlig überforderten FKP erzielte Sebastian Reich (70.).

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

1899 Hoffenheim kam beim FC Hansa Rostock durch einen Doppelschlag von Demba Ba (14.) und Vedad Ibisevic (17.) schnell zur Führung. Mit Peniel Kokou Mlapa (29.) traf auch der dritte 1899-Stürmer noch in der ersten Halbzeit zum 3:0. Erneut Ibisevic stellte bereits in der 32. Minute den Endstand her. Auch Dortmund hielt sich beim 3:0 (2:0)- Erfolg beim Drittligisten Wacker Burghausen schadlos. Die kurze Vorbereitungszeit reichte dem neuen Wacker-Coach Mario Basler nicht, um aus Burghausen einen ähnlichen Pokal-Schreck zu formen, wie es ihm im vergangenen Jahr mit Eintracht Trier gelungen war. Lucas Barrios (5.) und Neven Subotic (13.) schufen schnell klare Verhältnisse und brachten den BVB 2:0 in Front, Kevin Großkreutz erhöhte nach der Halbzeitpause (48.).

Der Pokal-Finalist der vergangenen Saison, Werder Bremen, hatte mit dem von Real Madrid umworbenen Mesut Özil beim 4:0 (1:0) bei Rot Weiss Ahlen nach leichten Startschwierigkeiten nur wenig Probleme. Nach der Führung durch Claudio Pizarro (28.) trafen Hugo Almeida (63.), Tim Borowski (68.) und Marko Marin (82.) für den Bundesligisten. Für den VfB Stuttgart wandelte Nationalstürmer Cacau mit zwei Treffern (21./25.) den frühen Rückstand beim SV Babelsberg 03 in einen 2:1 (2:1)-Sieg um. Dominik Stroh-Engel hatte den Drittligisten zunächst in Führung gebracht (4.).

Der SC Freiburg gewann durch einen Treffer von Cissé in der 13. Minute mit 1:0 (1:0) beim FC Oberneuland. Auch Neuzugang Ailton, der in der 61. Minute beim Regionalligisten eingewechselt wurde, konnte nichts mehr ausrichten.

Bundesliga-Absteiger Hertha BSC siegte 2:0 (0:0) beim SC Pfullendorf. Für die Berliner trafen Adrián Ramos (61.) und Rob Friend (74.) gegen den Regionalligisten. Bei der Partie SC Verl gegen TSV 1860 München sah es lange Zeit nach einer Überraschung durch den Drittligisten aus, der früh durch Thomas Bertels (8.) in Führung gegangen war. Doch Stefan Aigner drehte die Partie mit einem Doppelpack (69./73.) zum 2:1 (1:0) der Münchner.

dpa

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