Fan-Support in Corona-Zeiten: Der Mannschaftsbus des SV Werder Bremen wurde am Weserstadion mit Bannern, Luftballons, grünem Rauch und Fahnen empfangen.
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Fan-Support in Corona-Zeiten: Der Mannschaftsbus des SV Werder Bremen wurde am Weserstadion mit Bannern, Luftballons, grünem Rauch und Fahnen empfangen.

Ein ganz besonderer Empfang vor dem Leverkusen-Spiel

Werder-Trainer Florian Kohfeldt über die besondere Fan-Aktion: „Da kann ich nur Danke sagen“

  • Daniel Cottäus
    VonDaniel Cottäus
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Bremen – Menschenmassen am Osterdeich. Ein grün-weißes Fahnenmeer entlang der Rampe, die zum Weserstadion führt. Dazu Rauchschwaden, Gesänge und Banner. Es hat schon fast Tradition, dass die Fans des SV Werder Bremen ihrer Mannschaft während der Anfahrt zum Weserstadion vor besonders wichtigen Spielen einen besonders denkwürdigen Empfang bereiten.

Dementsprechend kann man sich gut vorstellen, was ohne Corona-Pandemie wohl am Samstagnachmittag vor dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen Bayer 04 Leverkusen los gewesen wäre. Aber auch in Zeiten von Abstandsregeln und Kontaktverboten haben sich die Bremer Fans einiges einfallen lassen, was Werder-Trainer Florian Kohfeldt sowohl glücklich machte als auch berührte.

„Da kann ich nur Danke sagen“, hielt der 38-Jährige nach dem 0:0 gegen die Werkself fest. Die gesamte Busfahrt vom Parkhotel bis zum Stadion sei etwas Besonderes gewesen. „Da hingen ja an jeder Ecke Banner, am Stadion war dann alles geschmückt.“ Auf den letzten Metern entlang der Ostkurve hatten die Fans grün-weiße Luftballons aufgehängt, dazu etliche mutmachende Spruchbänder. „Wir glauben an euch“, „Wir für euch, ihr für uns“ oder „Niemals 2. Liga“ war darauf unter anderem zu lesen. Botschaften, die laut Kohfeldt bei den Spielern angekommen sind.

Werder Bremen: Fan-Aktion berührt Trainer Florian Kohfeldt - und wird Teil der Ansprache ans Team

„Gerade in der heutigen Zeit zu spüren, dass die Fans bei uns sind, dass sie für Werder Bremen brennen und uns unterstützen, das gibt uns etwas“, sagte der Trainer – und betonte: „In der Kabine war zu merken, dass es die Mannschaft registriert hat und dass es ihr geholfen hat.“ Ihn persönlich habe die Fan-Aktion sogar berührt. So sehr, dass er sie spontan in seine letzte Ansprache ans Team vor dem Anpfiff einbaute.

„Am Ende ist es egal, wofür die Spieler spielen. So realistisch muss man in diesem Geschäft sein. Hauptsache ist, sie kommen ans Limit“, sagte Kohfeldt. Ob sie das nun für den Trainer tun, für die Fans, für sich selbst oder wofür auch immer, spiele keine Rolle. Eine Alternative empfindet Kohfeldt, der in Bremen und bei Werder seit vielen Jahren fest verwurzelt ist, allerdings als besonders passend. „Da gab es heute so ein Banner. ,Für diese Stadt, für diesen Verein‘ stand da drauf. Dafür kann man auch spielen“, hielt der Coach fest. (dco)

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