Florian Kohfeldt gibt die Richtung vor. Der Trainer sieht eine Entwicklung beim SV Werder Bremen.
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Florian Kohfeldt gibt die Richtung vor. Der Trainer sieht eine Entwicklung beim SV Werder Bremen.

Werder Bremen holt Punkt gegen Hoffenheim

Werder-Trainer Florian Kohfeldt: „Fußballerisch ein Schritt nach vorne“ - die Stimmen zum Hoffenheim-Spiel

Bremen – Der SV Werder Bremen hat sich am fünften Bundesliga-Spieltag ein 1:1 gegen die TSG Hoffenheim erkämpft und ist jetzt seit vier Partien ungeschlagen. Die Stimmen zum Spiel von Werder-Trainer Florian Kohfeldt, Torschütze Maxi Eggestein, Rückkehrer Kevin Vogt und Co.

Florian Kohfeldt (Cheftrainer des SV Werder Bremen): „In der ersten Halbzeit war das geordnet mit Ball vielleicht unser bestes Spiel in dieser Saison. Wir haben uns von hinten rauskombiniert. Wir hatten viele Situationen, in denen wir ins Tempo kommen können, in denen wir vielleicht noch ein bisschen besser die Box besetzen müssen. Wir hatten dann Situationen, in denen es Hoffenheim clever unterbindet, wo wir eigentlich schon durch sind. Das war gut. Das Tor haben wir wunderschön herausgespielt und wir hatten zwei Freistoßsituationen, in denen noch etwas mehr Torgefahr entstehen muss. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns nicht mehr so spielerisch befreien nach Ballgewinnen.“

„Es gab dann auch Situationen, in denen wir noch mal da waren. Hoffenheim hat dann zwei gute Chancen in der zweiten Halbzeit, aber ansonsten haben wir auch nicht viel zugelassen. So gesehen bin ich über das gesamte Spiel mit dem Punkt zufrieden – man muss auch wissen, wer hier gegen wen spielt, welche Qualitäten hier gegeneinander spielen. Mit den Basics haben wir das als Mannschaft extrem gut gemacht und fußballerisch haben wir einen Schritt nach vorne gemacht – ohne, dass es überragend war.“

Florian Kohfeldt über die Werder-Serie mit vier Spielen ohne Niederlage: „Schön. Ich hätte heute lieber gewonnen, aber man merkt es ja auch: Der Glaube ist da. Man zittert nicht mehr die letzten drei Minuten nach dem Motto: Okay, wir fangen uns auf jeden Fall noch einen. Man hat eher wieder den Gedanken: Komm, wir machen noch einen. Acht Punkte nach fünf Spielen sind sehr gut für uns, aber wir müssen weitermachen. Wir tun gut daran uns mit Punkten, die wir sammeln, kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Jungs haben heute in der ersten Halbzeit gesehen, dass sich die Trainingsarbeit langsam auszahlt, dass wir wieder Staffelung haben, dass wir spielen können.“

Werder Bremen um Cheftrainer Florian Kohfeldt mit Punktgewinn gegen TSG Hoffenheim zufrieden

Maximilian Eggestein (Torschütze zum 1:0 für Werder Bremen): „Es gehörte zu unserem Plan, die ersten zehn Minuten mannorientiert vorne zu pressen. Das ist ganz gut aufgegangen und wir haben uns mit dem Tor direkt belohnt. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann wenig Entlastung, Hoffenheim hat das gut gemacht. Wir sind wenig hinter deren Kette gekommen und haben uns wenig Chancen erspielt. Das haben wir in der ersten Hälfte ein Stück weit besser gemacht, in der zweiten Halbzeit ging dann nicht mehr so viel. Man muss einfach anerkennen, dass Hoffenheim in der zweiten Halbzeit besser verteidigt hat, da haben sie sich ganz gut auf uns eingestellt. Wir haben in den letzten Spielen auch nicht immer richtig tollen Fußball gespielt, aber wir haben Punkte mitgenommen. Letztendlich geht es genau darum. Heute haben wir wieder besseren Fußball gespielt, jetzt müssen wir es hinkriegen, dass wir uns mit diesem besseren Fußball mehr Chancen erspielen.“

Niklas Moisander (Kapitän des SV Werder Bremen): „Das ist ein guter Punkt für uns. Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, fußballerisch war das vielleicht das Beste in diesem Jahr. Nach dem 1:0 haben wir ein bisschen zu passiv gespielt. Hoffenheim hat eine sehr gute Mannschaft, wir sind ganz zufrieden mit dem Punkt. Es war eine spezielle Woche für uns mit der Verletzung von Ludwig Augustinsson und dem positiven Test von Felix Agu. Das war keine normale Woche, dafür haben wir heute eine gute Leistung gebracht. Wir sind auf einem guten Weg, aber dürfen nicht zufrieden sein. Wir müssen weiter arbeiten und fokussiert bleiben.“

Werder Bremen holt Punkt gegen Hoffenheim: Das sagt Kevin Vogt über seine Rückkehr

Kevin Vogt (Hoffenheim-Verteidiger und Ex-Werderaner): „Das war definitiv eine besondere Rückkehr. Es war für mich eine intensive und außergewöhnliche Zeit in Bremen. Eine Phase, in der du von einem Spiel mit Druck zu einem Spiel mit noch größerem Druck fährst. Dementsprechend war das prägend für mich in meiner Persönlichkeit und auch für den Rest der fußballerischen Karriere hat mich das weitergebracht. Es war für mich etwas Besonderes heute hierher zu kommen. Ohne Zuschauer, das ist ärgerlich, aber das können wir nicht ändern. Wir ärgern uns über das Unentschieden. Wir waren besonders in der zweiten Halbzeit feldüberlegen und hatten die klareren Chancen. Ich kann mich an keine zwingende von Bremen erinnern. Dementsprechend ist es einfach ärgerlich.

Sebastian Hoeneß (Cheftrainer TSG Hoffenheim): „Gerade in der zweiten Halbzeit waren wir eher am Drücker. Im letzten Drittel fehlte uns die Klarheit, um aus dieser Überlegenheit klare Torchancen zu kreieren.“

*Mit Material von Sky

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