Der Eingang der Geschäftsstelle von außen.
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Der SV Werder Bremen hat mit den Spielern eine Einigung über den Gehaltsverzicht getroffen.

Über Höhe und Dauer wurde Stillschweigen vereinbart

Gehaltsverzicht der Werder-Profis, aber noch kein KfW-Kredit

Bremen – Das ging jetzt aber richtig schnell: Werder Bremen hat am Donnerstagmittag verkündet, dass die Spieler – wie vom Bundesligisten in der Coronakrise erbeten – einem Gehaltsverzicht zustimmen. Über die Höhe und Dauer wurde Stillschweigen vereinbart.

Es dürfte wohl um 20 Prozent des Gehalts gehen, ein Teil davon (wahrscheinlich zehn Prozent) könnte zu einem späteren Zeitpunkt von Werder Bremen nachgezahlt werden. So eine Regelung hatte es bereits im Frühjahr für die Zeit der sechswöchigen Bundesliga-Unterbrechung nach dem Lockdown gegeben. Auch Trainerteam und Geschäftsführung verzichten erneut auf Gehalt. Die Vereinbarung soll so lange gelten, bis wieder ein voll besetztes Weserstadion möglich ist und dadurch Zuschauereinnahmen fließen.

Werder Bremen: Unmut über öffentlichen Umgang beim Thema Gehaltsverzicht

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass es Unmut bei den Profis gab über die Art und Weise des öffentlichen Umgangs des Vereins mit einem gewünschten Gehaltsverzicht. Mit der Bekanntgabe einer gemeinsamen Lösung hat Werder Bremen das heikle Thema nun beendet – und das wie von den Verantwortlichen gehofft auch vor dem Start der Pflichtspiele. Dabei geht es nicht allein um die volle Konzentration auf den Sport. Der Gehaltsverzicht sei „ein positives Signal, das auch in den Gesprächen mit Banken und Kreditgebern eine Rolle spielen wird“, berichtete Sportchef Frank Baumann. Wegen Mindereinnahmen von 30 Millionen Euro durch die Coronakrise hat Werder einen KfW-Kredit beantragt, aber noch keine Rückmeldung von der staatlichen Förderbank erhalten. Parallel werden Gespräche mit anderen Banken geführt, um abgesichert zu sein.

Werder Bremen: Frank Baumann versucht Profis aus öffentlicher Kritik zu nehmen

Baumann betonte in einer Pressemitteilung, „dass die Spieler nach mehreren Gesprächen mit uns und Abstimmungen in der Mannschaft mit einem Vorschlag auf uns zugekommen sind. Auf diesen konnten wir uns verständigen.“ Und er lobte anschließend noch: „Die Mannschaft leistet hiermit – in für Werder Bremen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten – einen signifikanten Beitrag.“ Damit versuchte Baumann – wahrscheinlich ganz bewusst –, die Profis aus der öffentlichen Kritik zu nehmen. In die waren Niklas Moisander und Co. geraten, nachdem die Unstimmigkeiten in den Verhandlungen bekannt geworden waren. Auch Moisander war bemüht, das etwas unglückliche Bild in der Öffentlichkeit vom gut verdienenden Profi, der auf nichts verzichten möchte, wieder zurechtzurücken, und erklärte in seinem offiziellen Statement: „Bei so einer Entscheidung geht es auch darum, jeden einzelnen Spieler mitzunehmen, daher war der Entscheidungsprozess, auch aufgrund der Länderspielabstellungen, nicht ganz so leicht. Aber wir sind froh, nun eine Lösung gefunden zu haben.“ Durch den Gehaltsverzicht wolle die Mannschaft „unseren Teil dazu beizutragen, um Werder Bremen zu helfen“.   (kni)

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Zur letzten Meldung vom 9. September 2020:

Gehaltsverzicht bei Werder Bremen: Vermittler Clemens Fritz wünscht sich Lösung „in den nächsten Tagen“

Bremen – Das unangenehme Thema Gehaltsverzicht soll beim SV Werder Bremen möglichst schnell beendet werden. Dabei nimmt Clemens Fritz so etwas wie die Rolle eines Vermittlers ein. Und der Leiter Profi-Fußball und Scouting, der seit dieser Saison auch als Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainerteam und Geschäftsführung fungieren soll, ist optimistisch. 

„Es ist immer besser, sich zu 100 Prozent und nicht nur zu 99 Prozent auf Fußball zu konzentrieren. Deswegen wäre es schön, eine Lösung in den nächsten Tagen zu finden“, sagt Clemens Fritz und verspricht: „Wir werden eine vernünftige Lösung finden.“ Der SV Werder Bremen hat die Profis aufgefordert, wie schon im Frühjahr auf Gehalt zu verzichten – diesmal auf 20 Prozent und das mindestens so lange, bis wieder Zuschauereinnahmen in einer normalen Größenordnung fließen. Sportchef Frank Baumann hatte dieses Vorhaben schon vor ein paar Wochen öffentlich gemacht und damit die angeblich noch nicht informierte Mannschaft verärgert. Bislang konnte in den Gesprächen zwischen Geschäftsführung und Mannschaftsrat noch keine Einigung erzielt werden. „Es ist aber völliger Quatsch, dass die Mannschaft irgendetwas abgelehnt hat“, behauptet Fritz und erklärt: „Es gibt keine Absage, und es gibt keine Zusage. Es gibt einen Austausch. Und es ist ein Prozess, der etwas länger dauert.“

Das sei völlig normal. Durch die Länderspielpause habe es Verzögerungen gegeben, weil einige Werder-Profis bei ihren Nationalmannschaften weilten. „Die Mannschaft muss sich da austauschen, so etwas kann man nicht in drei, vier, fünf Tagen abhandeln“, sagt Fritz. An der Notwendigkeit der Gehaltsverzicht-Maßnahme lässt der Ex-Profi keinen Zweifel: „Man muss sich doch nur angucken, wenn man hier in Bremen durchs Viertel fährt, wie viele Läden da geschlossen sind. Die Wirtschaft ist einfach angeschlagen. Und auch uns hat Corona wirtschaftlich getroffen.“

Clemens Fritz bei Werder Bremen „nicht das Ohr des Trainers innerhalb der Mannschaft“

Der Mannschaft sei das absolut bewusst. Aber am Ende seien da nun einmal „25 Spieler, von denen jeder eine andere Auffassung, ein anderes Schicksal und eine andere Interpretation von Problemen hat“, so Fritz. Da müsse sensibel miteinander umgegangen werden. Und gerade da kommt eben auch der 39-jährige Ehrenspielführer ins Spiel. Er ist in seiner Funktion zwar bei der sportlichen Leitung angedockt, hat aber auch einen engen Draht zur Mannschaft, kennt also beide Seiten und Sichtweisen bestens. „Ich habe ein gutes Gefühl für Situationen. Die Mannschaft weiß, dass sie mir vertrauen kann. Ich bin nicht das Ohr des Trainers innerhalb der Mannschaft.“

Und auch nicht der Botschafter der Geschäftsführung, um Forderungen durchzudrücken. Ganz bewusst habe er deshalb auch am Verhandlungstisch gefehlt. „Manchmal ist es besser, nicht zwischen den Stühlen zu sitzen“, so Clemens Fritz. Er ist außerhalb des Verhandlungsraums gefordert, Verständnis füreinander zu schaffen und zu vermitteln. Bis jetzt habe er dabei nicht das Gefühl, dass unter dem heiklen Thema Geld die Stimmung innerhalb der Mannschaft leide. Und das soll sich auch nicht ändern, deswegen wird bei Werder Bremen eine schnelle Lösung angestrebt. (kni/csa)

Werder Bremen-Neuzugang Patrick spricht im Video über den Gehaltsverzicht und Transfers:

Zur letzten Meldung vom 8. September 2020:

Unmut beim SV Werder Bremen über Gehaltsverzicht: Für Vorreiter Patrick Erras war es dagegen selbstverständlich

Der geplante Gehaltsverzicht beim SV Werder Bremen ist zum großen Thema vor dem Saisonstart geworden. Die DeichStube hatte in der Vorwoche von schwierigen Gesprächen der Verhandlungspartner und Unmut bei den Werder-Spielern berichtet.

Der „kicker“ schreibt nun, dass bei einer ausbleibenden Einigung bezüglich des Gehaltsverzichts sogar dringend benötigte Kredite zur Finanzierung der Saison in Gefahr seien. Und laut „Bild“ bestehen einige Profis des SV Werder Bremen darauf, dass die im Frühjahr nur gestundeten, also auf Eis gelegten Gehaltszahlungen (zehn Prozent) jetzt überwiesen werden sollen.

Neuzugang Patrick Erras versuchte derweil, seine Teamkollegen aus der Schusslinie zu nehmen. „Das sind Dinge, die werden innerhalb der Mannschaft besprochen. So etwas wird intern behandelt. Ich glaube aber, dass die Mannschaft in guten Gesprächen ist“, sagte der 25-Jährige, als er am Dienstagmorgen bei einer Pressekonferenz auf das Thema angesprochen wurde. Bei ihm persönlich ist die Sache klar: Er ist der erste Werder-Profi der im Sommer einen Vertrag mit einer so genannten Corona-Klausel unterschrieben hat. Muss der Bundesligist zum Beispiel wegen einer Pandemie auf Zuschauereinnahmen verzichten, wird automatisch das Gehalt von Erras gekürzt. Von 20 Prozent ist die Rede. „Es war eine der Bedingungen. Werder möchte diesen Weg in der Zukunft gehen, deswegen war es selbstverständlich für mich , diese Klausel zu akzeptieren“, erklärte Erras, der in dieser Saison also weniger verdient als unter normalen Bedingungen.

Werder Bremen: Profis boten im März 20 Prozent Gehaltsverzicht an - was passiert jetzt?

In laufende Verträge können solche Klauseln nachträglich nur schwerlich eingebaut werden. Werder Bremen versucht es deshalb wieder mit einem freiwilligen Verzicht der Profis. Im Frühjahr war die Mannschaft nach dem Lockdown selbst auf den Club zugegangen. Letztlich wurde vereinbart, dass die Spieler 20 Prozent weniger Gehalt erhalten, so lange die Bundesliga pausiert, sechs Wochen waren das. Die Hälfte der 20 Prozent wurden von den Profis dem Verein allerdings nur als Darlehen gewährt, das Geld muss später ausgezahlt werden. Diesen Kompromiss will Werder diesmal nicht eingehen, sondern die kompletten 20 Prozent einbehalten, so lange wegen der Geisterspiele keine Zuschauereinnahmen fließen. Erste Verhandlungen hat es bereits gegeben, zu einer Einigung kam es nicht.

Dabei sollen laut „kicker“ die Geschäftsführung und auch das Trainerteam des SV Werder Bremen bereits mit gutem Beispiel vorangegangen sein. Für das Team führen Kapitän Niklas Moisander sowie die noch verbliebenen Mitglieder des alten Mannschaftsrates Davy Klaassen, Maximilian Eggestein, Jiri Pavlenka und Theo Gebre Selassie die Gespräche. Bis zum Bundesliga-Start am 19. September gegen Hertha BSC möchte Sportchef Frank Baumann das Thema eigentlich vom Tisch haben, um den Fokus auf das Sportliche zu lenken. Gegenüber der DeichStube hatte er am vergangenen Freitag zu dem Thema lediglich gesagt: „Es gab Gespräche und es wird weitere Gespräche geben.“ (kni)

Zur letzten Meldung vom 5. September 2020:

Geplanter Gehaltsverzicht sorgt für Unmut bei den Spielern des SV Werder Bremen

Wer verzichtet schon gerne auf Geld? Niemand! Auch die Spieler des SV Werder Bremen nicht. Doch der Bundesligist muss in der Coronavirus-Krise sparen, Sportchef Frank Baumann hat deshalb bereits öffentlich Gespräche mit den Spielern über einen neuerlichen Gehaltsverzicht angekündigt.

Diese Vorgehensweise hat nach Informationen der DeichStube für Unmut innerhalb der Mannschaft des SV Werder Bremen gesorgt – genauso wie die angedachte Höhe des Gehaltsverzichts: Niklas Moisander und Co. sollen auf 20 Prozent ihrer Gehälter verzichten. Die Verhandlungen gestalten sich sehr schwierig. Ob es wie geplant bis zum Bundesliga-Start in zwei Wochen zu einer Lösung kommt, ist völlig offen.

Werder Bremen: Spieler sollen auf 20 Prozent des Gehalts verzichten

„Es gab Gespräche und es wird weitere Gespräche geben“, bestätigt Frank Baumann auf Nachfrage – mehr aber auch nicht. Er will das Thema nur noch intern behandeln. Dabei befindet er sich vor allem im Austausch mit Kapitän Niklas Moisander und den noch übrig gebliebenen Vertretern des alten Mannschaftsrates: Davy Klaassen, Maximilian Eggestein, Jiri Pavlenka und Theo Gebre Selassie. Nach dem Lockdown Mitte März mit der Zwangspause in der Bundesliga hatte es noch relativ schnell eine Einigung gegeben. Damals war allerdings auch die Mannschaft auf den Verein zugegangen, hatte einen Verzicht angeboten. Der fiel allerdings nicht gerade üppig aus. Lediglich für die sechs Wochen im März, April und Anfang Mai, in denen nicht gespielt wurde, bekamen die Spieler des SV Werder Bremen 20 Prozent weniger Gehalt, wobei zehn Prozent nur gestundet waren – also verspätet an die Profis ausgezahlt werden. Im Abstiegskampf scheute der Club zu harte Verhandlungen mit den Spielern, die schließlich noch den Verein retten sollten.

Diesmal soll es anders laufen. Werder Bremen möchte, dass die Mannschaft im laufenden Spielbetrieb komplett auf 20 Prozent verzichtet. Zumindest so lange, bis wieder Zuschauereinnahmen fließen. Pro Partie verliert Werder durch die Geisterspiele 1,5 Millionen Euro. Auch die TV-Einnahmen fallen in dieser Saison wesentlich geringer aus. Insgesamt fehlen Werder 30 Millionen Euro. Deshalb wurde bereits ein KfW-Kredit im zweistelligen Millionen-Bereich beantragt. Einsparungen im administrativen Bereich (zum Beispiel Reisebudgets gekürzt, Investitionen gestoppt) haben laut Klaus Filbry, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, vier Millionen eingebracht. Auch Filbry und Co. wollen auf der Führungsebene des Clubs wieder auf Gehalt verzichten, wenn auch wohl nicht alle in gleichem Maße.

Gehaltsverzicht beim SV Werder Bremen sorgt für Unmut bei den Spielern

Mit der Einigkeit ist das eben so eine Sache. Im Frühjahr stimmten alle Profis dem Kompromiss zu – Groß- wie Kleinverdiener. So einvernehmlich lief das längst nicht bei allen Bundesligisten. Nun wird aber auch beim SV Werder Bremen eine gemeinsame Lösung sehr schwierig, weil jeder Spieler – inklusive seines Beraters – zuerst eigene Interessen verfolgt. Dazu kommt: Die Profis hätten sich eine andere Kommunikation gewünscht. Sie fühlen sich durch die öffentliche Ankündigung von Baumann in die Ecke gedrängt und nun alleinverantwortlich gemacht für das Überleben des Vereins. Auf die sportlichen Leistungen hat sich der Unmut bislang nicht ausgewirkt, im Training präsentieren sich Moisander und Co. extrem motiviert, wollen zeigen, dass sie es besser können als in der verkorksten Vorsaison. Ob sie dabei auch auf Geld verzichten werden, wird sich in den nächsten beiden Wochen zeigen. (kni)

Werder Bremen testet doppelt: Die Generalprobe gegen Hannover 96 und Rehden im Live-Ticker! Unterdessen hat der SV Werder Bremen eine perfekte Bundesliga-Vorbereitung hingelegt.

Letzte Meldung vom 12. August 2020:

Keine Zuschauer: Werder Bremen bittet Profis erneut um Gehaltsverzicht

Keine Zuschauer, weniger Gehalt: So reagiert der SV Werder Bremen auf die Entscheidung der Gesundheitsminister, bis mindestens Ende Oktober keine Fans in den Stadien zuzulassen. Denn dadurch fehlen den Clubs weiterhin wichtige Einnahmen. Allerdings müssen die Profis diesem Vorhaben ihres Arbeitgebers noch zustimmen.

„Wir werden das Thema in den nächsten Tagen und Wochen angehen“, sagte Sportchef Frank Baumann am Rande der offiziellen Vorstellung von Neuzugang Felix Agu. Die Spielergehälter würden nun einmal einen großen Teil der Kosten ausmachen. Bei fehlenden Einnahmen müsse Werder Bremen entsprechend handeln. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, dass die Profis dem Vorhaben zustimmen werden. Schließlich sei schon im Frühjahr, als die Bundesliga wegen der Coronapandemie unterbrochen werden musste, eine Einigung erzielt worden. Angeblich sollen die Profis damals auf 20 Prozent ihrer Gehälter verzichtet haben, allerdings nur für den Zeitraum, als nicht gespielt wurde. Werder Bremen hat keine Zahlen genannt – und will das auch künftig nicht machen.

Werder Bremen: Patrick Erras ist von einem Gehaltsverzicht nicht betroffen

Baumann verriet lediglich, dass Patrick Erras von einem Verzicht nicht betroffen wäre. Der Neuzugang aus Nürnberg besitzt nämlich genauso wie der nach Osnabrück ausgeliehene Luc Ihorst eine Pandemie-Klausel in seinem Vertrag. Dort sind Ausnahmesituationen mit unverschuldeten Einnahmeverlusten des Clubs wie jetzt geregelt. Baumann will versuchen, diese Vereinbarung in jedem neuen Kontrakt beim SV Werder Bremen einzubauen, um den Verein für solche Momente besser vorzubereiten.

Baumann selbst und seine beiden Geschäftsführer-Kollegen Klaus Filbry und Hubertus Hess-Grunewald verzichten wie schon im Frühjahr auf Teile ihres Gehalts. „Wir gehen da mit gutem Beispiel voran“, meinte der Ex-Profi. Und er deutete an, dass der Trainerstab des SV Werder Bremen um Chefcoach Florian Kohfeldt ähnlich handeln werde. Entsprechende Signale hätte es schon gegeben, aber noch keine finale Entscheidung.

Werder Bremen fehlen die Zuschauereinnahmen

Eines war Baumann dabei noch ganz wichtig: „Wir würden natürlich liebend gerne wieder vor Zuschauern spielen. Diese Einnahmen fehlen uns auch. Aber wir haben wie alle anderen Bundesligisten auch immer betont, dass die Eindämmung der Pandemie allerhöchste Priorität besitzt.“ (kni)

Zur letzten Meldung vom 12. Juli 2020:

Thema Gehaltsverzicht: Werder Bremen will neuen Vorstoß bei den Spielern wagen

Bremen – Florian Kohfeldt wird in der Vorbereitung auf die neue Saison alle Hände voll zu tun haben. Der Trainer des SV Werder Bremen wird den Verlust prominenter Spieler auffangen müssen, er muss junge Neuzugänge einbauen – und am Ende soll eine richtig entwicklungsfähige und erfolgshungrige Mannschaft auf dem Platz stehen.

Eine, die sich wieder in die Herzen der Fans kämpft und spielt. Das Problem ist nur, dass diese Mannschaft des SV Werder Bremen in der Saisonvorbereitung mit einem Thema konfrontiert wird, das der eigenen Motivation vermutlich wenig zuträglich sein wird. Das Thema heißt Gehaltsverzicht.

Weil Werder Bremen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie fortlaufend Einnahmen entgehen, muss der Club sparen, wo er kann. Das voraussichtliche Defizit für die vergangene und die kommende Saison beläuft sich auf 30 Millionen Euro – das hat der Vorsitzende der Geschäftsführung Klaus Filbry errechnet und zugleich bekräftigt, dass seine beiden Kollegen Frank Baumann und Hubertus Hess-Grunewald deshalb weiterhin auf einen Teil ihrer Bezüge verzichten. „Wir handhaben das selbstverständlich weiter so“, sagte der 53-Jährige am Freitag auf der großen Pressekonferenz zur Saisonanalyse. Nach dem Urlaub will die Geschäftsführung auch bei den Spielern einen erneuten Vorstoß wagen.

Werder Bremen-Profs verzichteten auf 20 Prozent des Grundgehalts

Beim Lockdown der Bundesliga im April hatten die Profis freiwillig auf Geld verzichtet. 20 Prozent des Grundgehalts sollen es gewesen sein – die Hälfte davon wurde aber wohl nur gestundet, muss von Werder Bremen also irgendwann nachgezahlt werden. Die Geschäftsführung verzichtete auch auf ein Fünftel – und tut es weiterhin.

Frank Baumann wird nun die Aufgabe zukommen, bei den Spielern für erneute Zugeständnisse zu werben. Er glaubt, dass er erfolgreich sein kann. „Mein Gefühl ist, dass die Spieler einschätzen können, dass wir uns in einer sehr schwierigen Situation befinden. Und dass sie sich so sehr mit dem Verein identifizieren, dass bei ihnen eine Bereitschaft vorhanden sein wird zu helfen. In welcher Höhe, das werden wir dann mit den Spielern besprechen“, kündigt der Sportchef an und erklärt: „Wir hoffen, dass wir dann schon mehr wissen, wann wir wieder vor Zuschauern spielen und wie hoch die Mindereinnahmen sein werden.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 28. April 2020:

Klaus Filbry: Wieso der Gehaltsverzicht bei den Profis von Werder so schwierig ist

Durch die Saisonunterbrechung sind den Bundesligisten die Einnahmen weggebrochen – auch Werder Bremen. Die Profis in Deutschland haben zwar einem Gehaltsverzicht zugestimmt, der bewegt sich aber in einem überschaubaren Rahmen von zehn bis 20 Prozent – und das auch nur für die letzten drei Monate der Bundesliga-Saison.

Warum setzen die Clubs nicht dort den Hebel an? Werder-Boss Klaus Filbry gibt Antworten. „Natürlich wird das Kader-Budget des SV Werder Bremen für die neue Saison reduziert werden, das ist keine Frage. Wir müssen die Kostensituation so weit wie möglich anpassen“, sagt Filbry, macht aber sogleich zwei Einschränkungen: „So weit es die Verträge hergeben. Und wir müssen auch die sportliche Wettbewerbsfähigkeit im Auge behalten.“

Gute Spieler verdienen auch gut. Mit Personalkosten von etwa 58 Millionen Euro rangiert Werder in der unteren Hälfte der Bundesliga. Trotzdem besteht dort ein enormes Einsparungspotenzial. Würden Niklas Moisander und Co. zum Beispiel wie angeblich ihre Kollegen von der AS Rom auf die letzten vier Monatsgehälter der Saison verzichten, würde das Werder 14,5 Millionen Euro sparen. 

Höherer Gehaltsverzicht bei Werder Bremen? „Gibt Szenarien, bei denen wir reden müssten“

Doch davon hält Klaus Filbry nichts. „Es greift zu kurz, zu sagen, die Spieler müssen trotz laufender Verträge mal eben auf 50 oder 70 Prozent verzichten. Das ist in der heutigen Situation unrealistisch. Das hat auch kein Verein in der Bundesliga erreicht.“ Es mache auch keinen Sinn, sich nun auf die Spieler einzuschießen. Sie seien die wichtigsten Mitarbeiter im Verein. Von ihnen werde erwartet, dass sie es auf dem Platz richten.

Allerdings räumte Filbry auch ein, dass sich seine Sichtweise durchaus ändern könnte: „Es gibt Szenarien, bei denen wir mit den Spielern sprechen müssten. Wenn es wirklich einen Abbruch geben sollte, stellt sich die Situation nochmal dramatischer dar. Dann wird es sicherlich vertiefende Gespräche geben müssen.“ (kni)

Zur letzten Meldung vom 14. April 2020:

Gehaltsverzicht bei Werder Bremen: Profis und Geschäftsführung mit Einigung

Dass sie dazu bereit sind, hatten die Profis, das Trainerteam und die Führungsetage von Werder Bremen in den vergangenen Tagen bereits signalisiert - nun nimmt das Thema „Gehaltsverzicht“ an der Weser konkrete Formen an.

„Wir haben mit der Mannschaft eine einheitliche Einigung erzielt“, sagte Geschäftsführer Klaus Filbry am Dienstag. Um dem durch die Coronavirus-Pandemie in finanzielle Nöte geratenen Verein zu helfen, hatten die Spieler von Werder Bremen von sich aus angeboten, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten. Kapitän Niklas Moisander und Werder-Urgestein Philipp Bargfrede hatten dazu in den vergangenen Tagen die Gespräche mit der Geschäftsführung geführt.

„Sie haben die Vorstellungen der Mannschaft übermittelt“, berichtete Filbry, wollte sich zur Größenordnung des Gehaltsverzichts allerdings nicht öffentlich äußern. Zuletzt war bekannt geworden, dass unter anderem die Profis von Bayern München und Borussia Dortmund Einbußen in Höhe von 20 Prozent in Kauf nehmen. „Bei uns bleibt das eine Regelung zwischen den Spielern und dem Verein, und so wird es auch bleiben“, sagte Filbry.

Coronavirus: Werder Bremen will keinen Gehaltsverzicht-Wettbewerb anzetteln

Und er betonte: „Ich möchte jetzt keinen Wettbewerb unter Bundesliga-Clubs anzetteln, welche Mannschaft auf mehr verzichtet. Es ist ein sehr vernünftiger Beitrag, den unsere Spieler geleistet haben. Neben den Spielern beteiligen sich zudem das Trainerteam und die Geschäftsführung am Gehaltsverzicht.“ Darüber, wie lange die Vereinbarung laufen soll, machte der Werder-Boss ebenfalls keine Angaben.

Der 53-Jährige verriet lediglich, dass es sich bei allen Profis um den gleichen Prozentsatz handele. Sonderregelungen für Einzelne gibt es bei Werder Bremen also nicht. Im nächsten Schritt gehe es nun darum, eine vertragliche Vereinbarung zu entwerfen, die jeder Profi unterschreiben muss, erklärte Filbry. Erst dann ist das Thema „Gehaltsverzicht“ bei Werder endgültig fixiert. (dco)

Zur letzten Meldung vom 23. März 2020:

Werder Bremen: Sportchef Frank Baumann erklärt den Gehaltsverzicht der Spieler

Bremen – Der Ball ruht in der Coronavirus-Krise, aber von Ruhe kann bei Frank Baumann keine Rede sein. „Mir ist nicht langweilig“, berichtete der Sportchef von Werder Bremen am Montagabend in einer Telefonkonferenz mit Journalisten, an der auch die DeichStube teilnahm.

Dabei verkündete Frank Baumann eine Nachricht, die zwar so durchaus zu erwarten war, aber mit dem Zustandekommen dann doch etwas überraschte: Die Profis des SV Werder Bremen wollen auf Gehalt verzichten – das Trainerteam und die Geschäftsführung übrigens auch.

Eigentlich hatte Frank Baumann das Thema Gehaltsverzicht intern noch gar nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Es wurde ihm in der Öffentlichkeit „viel zu hoch gehängt“. Es sei doch noch gar nicht klar, welche finanziellen Auswirkungen die Clubs tatsächlich zu bewältigen hätten, so Baumann. Erst wenn mehr Klarheit herrsche, wollte er auf die Spieler zugehen. Doch die machten selbst den ersten Schritt oder gaben „einen Impuls“, wie es Baumann ausdrückte. Der Mannschaftsrat von Werder Bremen habe der Geschäftsführung in den vergangenen Tagen mitgeteilt, dass die Spieler „einen spürbaren Beitrag leisten wollen, um die Situation zu überstehen“.

Spieler kamen Frank Baumann zuvor: Werder Bremen mit Gehaltsverzicht in der Coronavirus-Krise

Die Profis von Borussia Mönchengladbach waren da als ein mögliches Vorbild für Werder Bremen schon sehr früh vorgeprescht. Angeblich soll das Team auf eine Million Euro Gehalt im Monat verzichten. Pro Saison betragen die Personalkosten bei den Gladbachern übrigens knapp 83 Millionen Euro. Werder Bremen zahlt seinen Mitarbeitern pro Saison rund 58 Millionen Euro, den Großteil davon kassieren die Werder-Spieler. Auf wie viel davon sie nun verzichten, das wollte Baumann nicht verraten: „Wir werden keine Zahlen nach außen geben.“

Der 44-Jährige will das Thema offenbar nicht größer machen, als es ist. „Wir haben in den vergangenen Jahren in schwierigen Zeiten immer zusammengehalten“, betonte der Sportchef: „Und wir haben Spieler verpflichtet, die sich absolut mit Werder identifizieren.“ Das gelte auch für das Trainerteam mit Florian Kohfeldt an der Spitze und die Geschäftsführung, der neben Frank Baumann auch Klaus Filbry und Hubertus Hess-Grunewald angehören. „Wir alle werden mit gutem Beispiel vorangehen und den Verein und die anderen Mitarbeiter unterstützen“, so Baumann. Die Lage sei in der Coronavirus-Krise sehr herausfordernd, aber der Sportchef wollte auch nicht schwarzmalen: „Ich bin optimistisch, dass es uns auch im Worst Case gelingen wird, ein Bestandteil der Bundesliga zu sein.“ Dieser Worst Case wäre erreicht, wenn bis zum 30. Juni keine Spiele mehr durchgeführt werden könnten und die Saison wegen des Coronavirus abgebrochen würde. Dann dürften Werder Bremen wegen entgangener TV-, Zuschauer- und Werbe-Einnahmen rund 25 Millionen Euro in der Kasse fehlen. Allein durch einen Gehaltsverzicht wäre das wohl nicht zu kompensieren. Doch noch hofft Baumann, dass wieder gespielt wird – allerdings nicht vor Anfang Mai.

Coronavirus: Werder Bremen-Sportchef Frank Baumann hat auch in der spielfreien Zeit viel zu tun

Bis dahin hat er viel zu tun: „Wir müssen alle Szenarien durchspielen. Und in diesen Zeiten muss man auch mehr Kontakt zu den Mitarbeitern halten.“ Meistens natürlich telefonisch, wenngleich Frank Baumann zu den wenigen Mitarbeitern bei Werder Bremen gehört, die fast täglich noch ins Büro kommen, um ihre Arbeit zu erledigen: „Ich habe wirklich noch sehr viel zu tun.“ Aber bei allem, was er mache, genieße die Gesundheit seiner Mitarbeiter und natürlich auch seine eigene oberste Priorität. (kni)

Letzte Meldung vom 17. März 2020:

Gehaltsverzicht wegen Coronavirus-Krise: Werder Bremen wartet bei seinen Profis noch ab

Die wirtschaftliche Lage für die 36 Fußball-Bundesligisten ist in der Coronavirus-Krise bedrohlich – also auch für den SV Werder Bremen. Als einzige Lösung hat Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), am Montag nach der Mitgliederversammlung die Erlaubnis für Geisterspiele genannt.

So könnten zumindest die Einnahmen aus dem Bereich TV-Rechte und Sponsoring gerettet werden, hieß es. Doch im Gegensatz zu vielen Branchen gibt es im Profi-Fußball durchaus eine Alternative, um die finanziellen Folgen der Krise abzumildern: den Gehaltsverzicht der zum Teil hoch bezahlten Spieler. Beim SV Werder Bremen ist das noch kein Thema – zumindest offiziell. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat dagegen dazu deutliche Worte gefunden und kassierte dafür postwendend einen heftigen Konter von Horst Heldt, dem Sportvorstand des 1. FC Köln.

Auf die Frage der DeichStube, ob er die Profis auf einen Gehaltsverzicht ansprechen und sogar vielleicht darum bitten werde, antwortete Werder-Sportchef Frank Baumann: „Das hängt davon ab, wie sich die nächsten Wochen entwickeln. Da möchte ich jetzt nicht vorgreifen.“ Aber natürlich wird Baumann darüber zumindest mit seinen Geschäftsführer-Kollegen Klaus Filbry und Hubertus Hess-Grunewald gesprochen haben. Schließlich ist das Einsparpotenzial in diesem Bereich so groß wie in keinem anderen. 

Werder Bremen und das Coronavirus: Personalkosten lagen in der Saison 2018/19 bei 56 Millionen Euro

In der Saison 2018/19 lagen die Personalkosten nach Angaben des Clubs bei 56,1 Millionen Euro. Mindestens 80 Prozent davon dürfte auf die Konten der Spieler und des Trainerteams geflossen sein. Topverdiener in der besagten Saison war Max Kruse mit einem geschätzten Jahressalär von 3,5 Millionen Euro. 

Ein Spieler wie Davy Klaassen dürfte sich aktuell in ähnlichen Sphären bewegen, auch der Kontrakt von Maximilian Eggestein ist inzwischen sehr gut dotiert. Das gilt auch für so erfahrene Spieler wie Nuri Sahin, Ömer Toprak, Leonardo Bittencourt und Kevin Vogt, die zum Teil allerdings nur ausgeliehen sind und möglicherweise von ihren Ex-Clubs mitbezahlt werden.

Werder Bremen: Beim FC Bayern München verdient jeder Profi mindestens fünf Millionen Euro 

Richtig interessant wird es beim Blick zu den Topclubs der Bundesliga – vorneweg den FC Bayern München: Topverdiener Robert Lewandowski soll pro Saison knapp 20 Millionen Euro bekommen. Bis auf die Nachwuchsspieler im Kader bekommt jeder Bayern-Profi mindestens fünf Millionen Euro. Die FC Bayern München AG hat ihre Personalkosten Ende letzten Jahres mit 336,2 Millionen Euro als größten Posten bezeichnet.

Ein Großteil der Jahresgehälter ist natürlich schon ausgezahlt worden. Aber die Monate April, Mai und Juni stehen noch aus – genauso wie die vertraglich vereinbarten Jahresleistungen. Die könnten allerdings bei einem Saisonabbruch ohnehin hinfällig werden, weil die gesteckten Ziele nicht erreicht wurden. Nur Lewandowski könnte Glück haben, sollte er eine Torquote vereinbart haben. Seine 25 bereits erzielten Treffer dürften locker für eine Sonderprämie reichen. Aber ist die wirklich notwendig? Diese Frage stellt sich auch bei den im Vergleich zum Rest der Bevölkerung extrem hohen Gehältern. Auch in der Zweiten Bundesliga wird nicht so schlecht verdient, dass ein Profi nicht auf einen gewissen Anteil verzichten könnte, ohne deswegen sofort in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Zumal die Aussicht besteht, dass es in der kommenden Saison wieder ganz anders aussieht.

Werder Bremen: Verzichten die Profis und Trainer wegen Coronavirus auf ihre Gehälter?

Die Rechnung bei Werder Bremen ergibt übrigens ein Einsparpotenzial von mindestens zwölf Millionen Euro, sollten Profis und Trainer ab sofort komplett auf ihre Gehälter verzichten und sich dadurch mit zwei Drittel ihres Jahreseinkommens zufrieden geben. Das würde gewiss nicht alle finanziellen Probleme lösen, aber einige. Ob dies durchsetzbar ist, muss sich zeigen. Sollten Vereine tatsächlich in die Insolvenz rutschen, ist das mit der Lohnfortzahlung ohnehin so eine Sache. Deshalb müssten die Profis selbst daran interessiert sein, dass ihr Club überlebt. Zumal gewiss nicht alle Spieler sofort einen neuen Arbeitgeber finden werden – nicht einmal ablösefrei. Schließlich kämpft der Fußball weltweit mit den finanziellen Folgen der Corona-Krise.

Das Problem: Würden wirklich alle Profis mitmachen und freiwillig verzichten? Es gibt die Vereinigung der Vertragsfußballer, also eine Art Spielergewerkschaft. Aber darin sind längst nicht alle Profis organisiert. Eine Absprache wird da schwierig. Letztlich ist jeder einzelne Spieler gefragt – und natürlich sind es auch die Vereine, die dieses Thema wohl oder übel vorantreiben müssen. Der SV Werder Bremen wird Klaassen und Co. alsbald ansprechen müssen, denn niemand weiß, ob es überhaupt Geisterspiele geben kann und ob diese dann auch tatsächlich die Saison sowie die nötigen Einnahmen sichern.

Coronavirus-Krise: Politiker Markus Söder fordert Gehaltsverzicht von Bundesliga-Profis - Horst Heldt kontert

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat da eine klare Erwartungshaltung. „Ich fände es in Ordnung, wenn Spieler, die ganz große Gehälter bekommen, zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes gegenüber ihrem Arbeitgeber, ihren Vereinen, ein bisschen zurückhaltender wären mit dem Geld.“ Bei „so vielen Millionen, die da jedes Jahr verdient werden“, sei „Solidarität gefragt, nicht nur von den Vereinen, sondern auch von den Spielern.“ 

Der Konter aus der Bundesliga ließ allerdings nicht lange auf sich warten. „Ich glaube, es wäre absolut sinnhaft, dass man sich mit populistischen Scheißausdrücken erst mal zurückhält“, schimpfte Kölns Sportvorstand Horst Heldt: „Meine Erwartung ist, dass die Politik führt und den Menschen einen Plan an die Hand gibt und sich nicht mit Vorschlägen in Teilbereiche hineinbewegt, nur um populistisch dazustehen. Ich weiß, dass Fußballprofis ein soziales Gewissen haben. Ich finde es unverschämt und anmaßend, das öffentlich infrage zu stellen.“ (kni)

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