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Kommentar: Werders Niclas Füllkrug muss jetzt in die deutsche Startelf

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Von: Malte Bürger

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DeichStube-Kommentar: Werder Bremens Niclas Füllkrug muss nach seinem WM-Tor gegen Costa Rica in die Startelf.
DeichStube-Kommentar: Werder Bremens Niclas Füllkrug muss nach seinem WM-Tor gegen Costa Rica in die Startelf. © Imago Images / Sven Simon

Bremen – Die internationale Fußball-Welt rätselt und staunt. Wer ist dieser Mann, der da am späten Sonntagabend eines der wichtigsten Tore der jüngeren DFB-Geschichte erzielt hat? Und endlich die Wucht dokumentierte, über die sich die deutsche Nationalmannschaft so gern definieren möchte. In Bremen und beim SV Werder wissen sie natürlich, wer der große Unbekannte ist: Niclas Füllkrug heißt er, hat viel gelitten in den vergangenen Jahren und ist dennoch wie Phönix aus der Asche wieder auferstanden.

Jetzt darf er sogar auf der größten aller Fußball-Bühnen, bei der WM in Katar, beweisen, was er kann. Und wie. Vielleicht gerät Werder Bremen sogar zeitnah in eine emotionale Zwickmühle, wenn das erste unmoralische Angebot eines finanzstarken Clubs für den eigenen Unterschiedspieler Niclas Füllkrug eintrudelt. Klingt komisch, ist aber keinesfalls Utopie.

Der Einfluss von Werder Bremens Niclas Füllkrug auf die Nationalmannschaft ist riesig - sportlich und emotional

Das alles wirkt mitunter wie ein kitschiges Märchen, eine schier unglaubliche Geschichte. Doch Füllkrugs Erfolgsstory ist viel mehr als das: nämlich das Ergebnis harter Arbeit. Der 29-Jährige von Werder Bremen hat nichts geschenkt bekommen und tritt genau deshalb beim ungeliebten Turnier in der Wüste nicht wie ein Anfänger auf. Er ist kein Debütant im klassischen Sinne, sondern vielmehr ein Profi, der dem Team auf und neben dem Platz in besonderer Weise guttut. Mit seiner Demut, seiner Gier, seinen Werten. Niclas Füllkrug überdreht auch nach seinem beeindruckenden Treffer gegen Spanien nicht, sondern bleibt betont ruhig und richtet den Blick lieber direkt auf das nächste Spiel gegen Costa Rica, wo schließlich ein – am liebsten hoher – Sieg zum Weiterkommen benötigt wird.

Niclas Füllkrug könnte, nein, muss dabei ein elementarer Faktor sein. Ja, der Stürmer hat seine Joker-Qualitäten, auch die sind während schwieriger 90 Minuten nicht zu verachten. Doch noch mehr hat es sich der Torjäger von Werder Bremen verdient, von Beginn an dabei zu sein. Er gehört in die Startelf. Weil er schwer zu verteidigen ist, einen unbändigen Siegeswillen mitbringt und es schlichtweg die aktuell beste Lösung für das DFB-Team ist. Er kann die Welt über Deutschland staunen lassen. Das ist der Nationalelf schon etwas länger nicht mehr gelungen. Zumindest nicht positiv. (mbü)

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