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Kontroverse beim SV Werder Bremen: Keine besondere Ehre für Claudio Pizarro

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Von: Björn Knips

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Claudio Pizarro (mi) wurde im Rahmen seines Abschiedsspiel von der Geschäftsführung des SV Werder Bremen mit einem Blumenstrauß sowie dem Wendetrikot im Bilderrahmen bedacht, die Ehrenmitgliedschaft blieb ihm jedoch verwehrt.
Claudio Pizarro (mi) wurde im Rahmen seines Abschiedsspiel von der Geschäftsführung des SV Werder Bremen mit einem Blumenstrauß sowie dem Wendetrikot im Bilderrahmen bedacht, die Ehrenmitgliedschaft blieb ihm jedoch verwehrt. © nordphoto / gumzmedia

Bremen – Ein Blumenstrauß, das Wendetrikot im Bilderrahmen und Jan Delay als Überraschungsgast – das waren am Samstagabend neben der Organisation des Spiels die Geschenke des SV Werder Bremen für Claudio Pizarro bei dessen Abschied von der Fußball-Bühne. Auf eine besondere Ehre für den Rekordtorschützen hatten sich die Verantwortlichen im Club dagegen nicht einigen können: Pizarro wurde weder zum Ehrenspielführer ernannt noch wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Beides hatte intern für kontroverse Diskussionen gesorgt. Schließlich musste in der Woche vor dem Abschiedsspiel sogar der Ehrenrat entscheiden und lehnte dabei tatsächlich einen Vorschlag des geschäftsführenden Präsidiums um Präsident Hubertus Hess-Grunewald ab. 

Aber der Reihe nach: Im Sommer schlug Jürgen Born, Ex-Boss des SV Weder Bremen, vor, dass Pizarro Ehrenspielführer werden sollte. Doch die Geschäftsführung (Filbry, Baumann, Hess-Grunewald) sprach sich nach Rücksprache mit dem Aufsichtsrat mehrheitlich dagegen aus, weil der Peruaner nicht alle Kriterien erfüllte. So war Claudio Pizarro zum Beispiel nie wirklich Kapitän. Außerdem sollte die Tür zu diesem elitären Kreis von aktuell zehn Spielern (Votava, Frings, Fritz, Baumann, Bode, Eilts, Burdenski, Höttges, Ackerschott und Schütz) nicht zu weit geöffnet werden.

Präsidium des SV Werder Bremen stimmt für Ehrenmitgliedschaft von Claudio Pizarro - Ehrenrat aber nicht

Damit Claudio Pizarro nicht leer ausgeht, schlug das geschäftsführende Präsidium des Vereins (Hess-Grunewald, Plaat und Höfer) vor, den Stürmer zumindest zum Ehrenmitglied zu machen. Im Präsidium des SV Werder Bremen gab es dafür eine knappe Mehrheit, im Ehrenrat dann aber nicht. Begründung: Diese Auszeichnung sei eigentlich nur nach 40 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit oder 70-jähriger Mitgliedschaft vorgesehen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen wie zum Beispiel Ex-Profi und Ex-Geschäftsführer Klaus Allofs.

Werder Bremen trennt sich von Stadionsprecher Christian Stoll, der reagiert mit einem deutlichen Statement - was vorgefallen ist!

Claudio Pizarro bleibt also formell ein normaler Ex-Profi des SV Werder Bremen, was längst nicht allen im und rund um den Club gefällt. Der 43-Jährige kann sich derweil damit trösten, bezahlter Botschafter des FC Bayern München zu sein. Auch das soll übrigens bei der Entscheidung des Ehrenrats eine Rolle gespielt haben. (kni)

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