Für Martin Harnik ist beim SV Werder Bremen kein Platz mehr - der Stürmer darf ablösefrei wechseln.
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Für Martin Harnik ist beim SV Werder Bremen kein Platz mehr - der Stürmer darf ablösefrei wechseln.

Auf der Suche nach einem neuen Verein

Kein Platz mehr für Martin Harnik im Werder-Kader - Stürmer darf ablösefrei wechseln

Bremen – Die Profis von Werder Bremen haben am Montag ihre Arbeit wieder aufgenommen, aber Martin Harnik fehlte. Dabei gehört der Stürmer nach seiner ausgelaufenen Ausleihe an den Zweitligisten Hamburger SV eigentlich wieder zum Kader des Fußball-Bundesligisten.

Sein Vertrag in Bremen läuft noch ein Jahr. Doch der 33-Jährige hat keine Zukunft mehr bei Werder Bremen, soll deshalb nicht mehr mit den Profis trainieren. Martin Harnik darf den Club ablösefrei verlassen, was allerdings gar nicht so einfach sein wird.

Für Martin Harnik ist bei Werder Bremen „einfach kein Platz mehr“

„Aufgrund der Spieler, die wir haben und die vielleicht noch kommen, ist für Martin bei uns im Angriff einfach kein Platz mehr“, erklärt Sportchef Frank Baumann auf Nachfrage der DeichStube und zählt dann Niclas Füllkrug, Davie Selke, Josh Sargent, Leonardo Bittencourt, Yuya Osako, Johannes Eggestein und Milot Rashica auf: „Wir haben uns mit Martin darauf verständigt, dass er bis auf weiteres nicht am Mannschaftstraining teilnimmt und sich individuell fit hält.“ 

Und zwar in Hamburg, wo Martin Harnik mit seiner Familie lebt. Ende des Monats soll die Lage neu bewertet werden. Möglicherweise kehrt der Angreifer dann nach Bremen zurück, allerdings nur, um nicht mehr alleine zu trainieren, sondern mit einer Mannschaft: der U23. Bei den Profis sollen nur Spieler dabei sein, die auch eine Zukunft im Team haben. Lediglich Milot Rashica, der gerne wechseln möchte, bildet dabei eine Ausnahme. Mit einem Trainingsausschluss würde Werder Bremen die eigene Verhandlungsposition schwächen.

Martin Harnik selbst möchte sich aktuell zu seiner Situation nicht äußern. In der „Bild“-Zeitung hatte der Stürmer vor gut drei Wochen angedeutet, dass er auf jeden Fall noch weitermachen will: „Ich bin froh, dass ich noch auf dem Niveau wie jetzt spielen kann und darf. Ich fühle mich auch noch gut." Selbstkritisch merkte er dabei noch an: „Ich wollte mit dem HSV aufsteigen, jetzt fühle ich mich als gescheitert.“ Mit nur drei Toren und zwei Assists in 23 Spielen hatte Harnik alles andere als überzeugt. Bei einem Aufstieg wäre eine Kaufverpflichtung gültig geworden, der HSV hätte eine Ablöse von zwei Millionen Euro an die Weser überweisen und den ehemaligen österreichischen Nationalspieler mit einem neuen Vertrag ausstatten müssen. Doch nun haben die Hamburger kein Interesse mehr an einer weiteren Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Stürmer – genauso wie Werder Bremen.

Transfers: Martin Harnik kann Werder Bremen ablösefrei verlassen

„Wir wollen unseren Kader verjüngen“, sagt Baumann. Deshalb wurden schon Philipp Bargfrede (31) und Sebastian Langkamp (32) weggeschickt. Fin Bartels (33) dürfte wohl auch keine weitere Chance bekommen. Bei dem Trio sind die Verträge ausgelaufen. Harniks Kontrakt beinhaltet noch eine Saison. Werder Bremen hatte ihn 2018 für eine Ablösesumme von zwei Millionen Euro von Hannover 96 losgeeist – und ihm den Wechsel mit einem geschätzten Jahressalär von zwei Millionen Euro schmackhaft gemacht. Das ist viel Geld für einen Ü30-Kicker. Schon bei der Ausleihe an den HSV musste Werder ein Teil des Gehalts übernehmen, ähnliches droht auch jetzt. Und große, lukrative Abenteuer wie ein Wechsel in die Wüste oder nach China sind von Martin Harnik nicht zu erwarten. Er ist ein Familienmensch und in seiner Heimat Hamburg fest verwurzelt.

Werder Bremen: Wohin wechselt Martin Harnik? 

Wahrscheinlich ist eine sportliche Zukunft in Norddeutschland. Da ist die Auswahl in der ersten und zweiten Liga zwar durchaus groß, aber für einen Martin Harnik dennoch begrenzt. Aus der Bundesliga kommt eigentlich nur Aufsteiger Arminia Bielefeld in Frage, wenn das überhaupt nördlich genug ist. In der Zweiten Liga scheiden der FC St. Pauli als HSV-Rivale und Hannover 96 wegen des Abgangs vor zwei Jahren wahrscheinlich aus. Blieben noch Eintracht Braunschweig, Holstein Kiel, der VfL Osnabrück und vielleicht noch der SC Paderborn. Oder es geht nach Dänemark, wenngleich das finanziell noch problematischer werden dürfte. Fest steht nur: Zu seinen 37 Bundesliga-Spielen (fünf Tore) für Werder Bremen werden für Harnik, der schon in der Jugend für die Grün-Weißen spielte, keine mehr dazukommen. (kni)

Letzte Meldung vom 12. Juli 2020:

Harniks ungewisse Werder-Zukunft - Transfer-Gerücht „hat ein bisschen genervt“

Martin Harnik steht nach seiner enttäuschenden Leihe zum Hamburger SV vor einer Rückkehr zu Werder Bremen. Doch ob und wie es für ihn an der Weser weitergeht, weiß Harnik noch nicht genau. „Ich habe da jetzt noch ein Jahr Vertrag und gehe davon aus, dass Werder sich erst einmal sortiert“, sagte der Stürmer in einem Interview mit der „Bild“.

„Florian Kohfeldt macht weiter, da ist eine Baustelle geschlossen. Nächste Woche werden sie sich wohl um die Kader-Planung kümmern. Sie mussten ja bis zum Schluss zweigleisig planen“, erklärte Martin Harnik, der inzwischen 33 Jahre alt ist, und ergänzte: „Ich warte auf Informationen von Werder Bremen. Seien es Vertrags-Gespräche oder der Vorbereitungsplan. Ich bin gespannt, lasse alles auf mich zukommen und gehe erst einmal davon aus, dass ich im August in Bremen aufschlage.“

Werder Bremen-Rückkehrer Martin Harnik sauer über VfB Lübeck-Gerücht: „Das hat mich genervt“

Gedanklich widmet sich Harnik derzeit ohnehin noch der Aufarbeitung seiner einjährigen Leihe beim Hamburger SV, die für ihn insgesamt eines war: „Enttäuschend!“ Und das nicht nur aufgrund des verpassten Bundesliga-Aufstiegs, sondern auch wegen seiner eigenen sportlich insgesamt überschaubaren Leistungen. Martin Harnik dazu: „Ich konnte nicht die Qualität auf dem Platz zeigen, die ich selbst erwartet habe und die von mir erwartet wurde. Ich habe es immer mal wieder aufblitzen lassen. Gegen Stuttgart beim 6:2 oder beim 0:0 gegen Bielefeld habe ich mal gezeigt, was ich leisten kann. Aber es war eben zu selten. Ich wollte mit dem HSV aufsteigen, jetzt fühle ich mich als gescheitert.“

Die sportliche Talfahrt Harniks mit dem HSV führte in den vergangenen Tagen zu einem etwas kurios anmutenden Transfer-Gerücht. Angeblich soll der VfB Lübeck, frischgebacker Drittligist, seine Fühler nach Martin Harnik ausgestreckt haben. „Das hat mich ein bisschen genervt“, sagte der ehemalige österreichische Nationalspieler dazu. „Wenn man weiß, dass ich noch ein Jahr Vertrag bei Werder Bremen habe, dann ist das doch nicht realistisch. Wie soll das funktionieren? Ich bin froh, dass ich noch auf dem Niveau wie jetzt spielen kann und darf. Ich fühle mich auch noch gut.“ Wo auch immer Harniks sportliche Zukunft liegt, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden - ein Verbleib bei Werder gilt aber als sehr unrealistisch. (mwi)

Derweil könnte ein defensiver Mittelfeldspieler an die Weser wechseln: 

Patrick Erras könnte vor einem ablösefreien Transfer vom 1. FC Nürnberg zu Werder Bremen

stehen.

Zur letzten Meldung vom 8. Juli 2020:

Martin Harnik – bei Werder Bremen wohl ohne Perspektive, beim VfB Lübeck auf der Wunschliste

PR-Aktion oder ernstzunehmender Vorstoß? Der VfB Lübeck bemüht sich eigenen Angaben zu Folge um Martin Harnik vom SV Werder Bremen.

Als Aufsteiger in die dritte Liga sucht der VfB Lübeck nach erfahrenen Verstärkungen und hat deshalb bereits Gespräche mit dem noch bei Werder Bremen unter Vertrag stehenden Stürmer Martin Harnik aufgenommen. „Harnik ist ein Top-Stürmer, der in der dritten Liga sicher helfen könnte. Es gibt Gespräche, um die Möglichkeiten auszuloten“, sagt Trainer Rolf Landerl in den „Lübecker Nachrichten“.

Werder Bremen-Transfers: VfB Lübeck will Martin Harnik verpflichten

Martin Harnik ist mittlerweile 33 Jahre alt, die vergangene Saison hat er auf Leihbasis beim Zweitligisten Hamburger SV verbracht. Sein Arbeitsnachweis? Eher bescheiden. Nur drei Tore gelangen dem Angreifer in 23 Einsätzen. Nach dem verpassten Aufstieg kehrte er nun zu Werder Bremen zurück, wo sein Vertrag noch bis 2021 läuft. Eine Perspektive hat Harnik in Bremen (und vermutlich auch bei anderen Erstligisten) nicht mehr – aber ob es deshalb gleich die dritte Liga sein muss? 

Der VfB Lübeck will sein Glück versuchen bei dem ehemaligen österreichischen Nationalspieler, der in Hamburg zu Hause ist. Dort ist er sogar als Unternehmer aktiv, betreibt ein Geschäft für Party-Utensilien. Diese Verbundenheit könnte für das nahe Lübeck sprechen, der sportliche Reiz und die Verdienstmöglichkeiten eher nicht. Martin Harnik ist zurzeit noch ein Spieler, der nach Erstliga-Maßstäben bezahlt wird, beim VfB wird dieses Niveau aber sicher nicht geboten. Sportdirektor Rocco Leeser weiß, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen: „Alles, was wir tun, muss nicht nur sportlich, sondern auch finanziell sinnvoll sein. Wir drehen jeden Euro zweimal und kennen unsere Grenzen.“

Werder Bremen: Wechselt Martin Harnik in die 3. Liga?

Martin Harnik – ein Mann mit der Erfahrung aus 240 Bundesliga-Spielen (68 Tore) und 68 Länderspielen (15 Tore) – dürfte sich mit seinen Gehaltsvorstellungen außerhalb dieser Grenzen bewegen. Und Werder Bremen würde auch noch eine Ablösesumme für ihn einfordern wollen. Zur Größenordnung: Der HSV hätte im Anschluss an das Leihgeschäft zwei Millionen Euro zahlen müssen, wenn bei einem Aufstieg die Kaufverpflichtung gegriffen hätte. Der VfB Lübeck testet aktuell gerade auch günstigere personelle Alternativen für den Angriff. Unter anderem befindet sich der Ex-Bremer Justin Eilers im Probetraining. (csa)

Letzte Meldung vom 2. Juli 2020:

Nach Rückkehr vom HSV: Werder Bremen noch ohne konkreten Plan für Martin Harnik

Seit dem 1. Juli ist Martin Harnik wieder offiziell ein Mitglied des Kaders des SV Werder Bremen. Dass er das auch bleiben wird, ist aber eher nicht zu vermuten.

„Wir müssen abwarten, wie unser Kader aussehen wird, in welcher Liga wir spielen werden, welche Rolle kann Martin im Team übernehmen“, sagte Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen am Mittwoch über Martin Harnik: „Aber wir werden auch abfragen, wie sein Gefühl ist. Das werden wir alles besprechen.“

Martin Harnik war bis zuletzt an den Hamburger SV in die 2. Bundesliga ausgeliehen. Sein Vertrag beim SV Werder Bremen läuft noch bis 2021. (csa) Auch dem ewigen Rivalen HSV steht ein wilder Transfersommer bevor, darüber berichtet 24hamburg.de*.

Letzte Meldung vom 29. Juni 2020:

Martin Harnik muss vom HSV wieder zurück zum SV Werder Bremen, aber wie lange bleibt er?

Der Hamburger SV hat die Relegation gegen den SV Werder Bremen verpasst und damit steht auch fest: Leihspieler Martin Harnik muss an die Weser zurückkehren. Dort besitzt der 33-Jährige noch einen Vertrag bis 2021. Ob Harnik wirklich wieder für die Grün-Weißen spielen wird, ist allerdings offen.

„Es gab eine Kaufverpflichtung bei einem Aufstieg des HSV“, erklärt Werder-Sportchef Frank Baumann auf Nachfrage der DeichStube: „Martin Harnik wird ab dem 1. Juli wieder Spieler des SV Werder Bremen sein, kann in der Relegation aber nicht zum Einsatz kommen.“ Darauf hatten sich die Bundesligisten für den Fall einer Saisonverlängerung über den Juni hinaus geeinigt. Zur Zukunft des Stürmers bei Werder kann Baumann noch nicht viel sagen: „Wir müssen doch erst mal schauen, in welcher Liga wir nächste Saison spielen und wie dann unser Kader aussieht.“

Werder Bremen-Transfers: Martin Harnik kommt vom HSV zurück

Entscheidend dürfte auch sein, ob Trainer Florian Kohfeldt bleibt. Der hatte in der Vorbereitung und zu Saisonbeginn auf andere Angreifer gesetzt und damit Martin Harnik zu einem Wechsel am letzten Tag der Transferperiode am 2. September getrieben.

Dabei gab es einen spannenden Deal: Der HSV musste fast keine Leihgebühr bezahlen, Werder Bremen beteiligte sich auch noch teilweise am Gehalt Harniks. Dafür winkte bei einem Aufstieg der Hamburger eine Ablösesumme von zwei Millionen Euro. Nicht gerade wenig für einen 33-Jährigen, der nur noch eine Spielzeit unter Vertrag steht. 

Werder Bremen: Martin Harnik konnte dem Hamburger SV nicht mit Toren zum Aufstieg verhelfen

Doch es kam anders. Und Martin Harnik hat auch nicht dazu beigetragen, dass die Saison für den HSV positiver endete. In 23 Partien (17 Mal Startelf) erzielte der Angreifer lediglich drei Tore und bereitete zwei Treffer vor. Beim 1:5-Desaster der Hamburger zum Saisonabschluss gegen den SV Sandhausen wurde Harnik in der Halbzeit beim Stand von 0:2 ausgewechselt - jetzt geht es zurück zum SV Werder Bremen. (kni)

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Transfers: Werder Bremen ist an einer Verpflichtung von Kevin Stöger interessiert - aber auch andere Bundesliga-Clubs sind an dem Spielmacher dran.

Zur letzten Meldung vom 22. April 2020:

Werder, Martin Harnik und der HSV: Es geht um zwei Millionen Euro

Eigentlich sind sich Werder Bremen und der Hamburger SV als Nordrivalen spinnefeind. Doch der Fall Martin Harnik sorgt nun zumindest zeitweise für ein Umdenken, lässt die Bremer aus finanzieller Sicht sogar auf einen Aufstieg des ewigen Rivalen hoffen.

Denn dann hätte der SV Weder Bremen ein richtig gutes Geschäft mit dem Stürmer gemacht. Es geht schließlich um zwei Millionen Euro, wie die DeichStube nun erfuhr.

Das Transferfenster im vergangenen Sommer war schon fast geschlossen, da wechselte Anfang September ein gewisser Martin Harnik noch von der Weser an die Elbe. Der Transfer hatte sich schon wochenlang angedeutet, doch der HSV konnte die von Werder Bremen aufgerufene Ablösesumme nicht stemmen. HSV-Coach Dieter Hecking wollte den erfahrenen Stürmer aber unbedingt für den Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga in seinem Kader haben. Letztlich handelten die beiden Clubs ein interessantes Geschäft aus. Harnik durfte ablösefrei wechseln, Werder übernahm laut „Bild“ sogar die Hälfte seines Gehalts – angeblich eine Million Euro. Dabei sah Werder wie ein Verlierer aus. Doch Werder-Sportchef Frank Baumann könnte am Saisonende zum großen Gewinner werden. Sollte der HSV den angepeilten Aufstieg schaffen, wird eine Ablösesumme von zwei Millionen Euro fällig. Nicht schlecht für einen dann schon 33-jährigen Angreifer.

Werder Bremen-Leihgabe Martin Harnik kostet den HSV bei Aufstieg 2 Millionen Euro

Nach 25 Spieltagen belegt der HSV in der Zweiten Liga Rang drei, der würde zur Aufstiegsrelegation mit dem Drittletzten der Bundesliga berechtigen. Wenn der Gegner dann Werder Bremen hieße, wäre das die Pointe einer ganz speziellen Fußball-Geschichte. Als Tabellenvorletzter wären die Bremer bei vier Punkten Rückstand auf Rang 16 aktuell ganz froh, die Relegation zu erreichen. Nicht auszudenken, würde Martin Harnik dann auch noch zum Protagonisten dieser beiden Auf- und Abstiegsduelle.

Seine Saison-Bilanz ist allerdings durchwachsen. Von 20 möglichen Einsätzen in der Liga absolvierte der gebürtige Hamburger 14. Elf Mal stand er dabei in der Startelf. Auf seinem Konto stehen zwei Treffer und zwei Assists. Allerdings liegt sein letztes Tor schon lange zurück, gehörte zur 6:2-Gala im Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart Ende September.

Seit gut sechs Wochen ruht wegen der Coronavirus-Krise der Spielbetrieb. Mitte Mai soll es weitergehen. Aber auch ein Abbruch der Saison ist nicht ausgeschlossen. Dann stellt sich natürlich die Frage, wie die Saison gewertet wird. Als das favorisierte Modell wird oft die Variante ohne Absteiger und mit zwei Aufsteigern genannt. Dann wäre der HSV als Tabellendritter eine dritte Spielzeit in der Zweitklassigkeit gefangen, müsste aber immerhin keine Ablösesumme für Martin Harnik bezahlen. Der wiederum würde nach Bremen zurückkehren. Dort läuft sein Vertrag noch ein Jahr. Der Angreifer war 2018 aus Hannover an die Weser zurückgekehrt. Bei Werder Bremen hatte er es einst vom Jugendspieler bis in die Bundesliga-Mannschaft geschafft. Für den verlorenen Sohn überwiesen die Grün-Weißen eine Ablösesumme von rund 2,5 Millionen Euro.

Martin Harnik-Transfer: Werder Bremen könnte die zwei Millionen Euro gut gebrauchen

Einen Großteil davon könnten die Bremer nun quasi zurückbekommen. Aber dafür müsste der HSV aufsteigen, entweder sportlich oder am Grünen Tisch. Diese Art von Wetten gehört bei den Grün-Weißen fast schon zum Alltagsgeschäft. Wenngleich das bei den von Werder Bremen ausgeliehenen Ömer Toprak (Borussia Dortmund), Leonardo Bittencourt (1899 Hoffenheim) und Davie Selke (Hertha BSC) schon etwas anders läuft. Dort werden die ausgehandelten Kaufverpflichtungen ungültig, wenn das Team von Trainer Florian Kohfeldt absteigt. Dann würde Werder Ablösesummen von über 20 Millionen Euro sparen, aber dafür auch nur noch zweitklassig sein. Und so ein Abstieg würde mindestens 45 Millionen Euro kosten, weil die Einnahmen (TV-Geld, Sponsoren, Ticketing) enorm sinken.

Der beste Fall für Werder Bremen wäre also der eigene sportliche Klassenerhalt und der Aufstieg des HSV. Dann müssten die Hamburger zahlen, und Martin Harnik würde auch nicht zurückkehren. Zwar gab es keinen Streit rund um den Wechsel im Sommer und anschließend auch kein Nachkarten des Spielers, doch die Trennung nur ein Jahr nach der gefeierten Rückkehr an die Weser wird dennoch Spuren bei Harnik hinterlassen haben. Eine dritte Ära des Angreifers im Weserstadion scheint eigentlich ausgeschlossen. Für den Fall der Fälle müsste wohl nach einer anderen Lösung gesucht werden. (kni) *24hamburg.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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