Werder verliert erneut - 0:1

Werder in Noten gegen Köln: Yuya Osako wieder völlig abgemeldet

Wie schon in den Vorwochen zeigte Yuya Osako auch bei der Niederlage des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln eine ganz schwache Leistung.
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Wie schon in den Vorwochen zeigte Yuya Osako auch bei der Niederlage des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln eine ganz schwache Leistung.

Der SV Werder Bremen geht mit einer weiteren Niederlage in die Winterpause: 0:1 hieß es gegen den 1. FC Köln. So haben wir die Bremer Spieler gesehen - unsere Einzelkritik mit Noten.

Jiri Pavlenka: Auch im 17. und damit letzten Hinrundenspiel blieb der Keeper nicht ohne Gegentor – Schuld hatte er am Kölner Treffer allerdings nicht. Wurde insgesamt selten geprüft und musste sich von hinten die großen Probleme seiner Vorderleute mit ansehen. Note 3,5

Milos Veljkovic (bis 78.): Lieferte sich mit Cordoba ein enorm körperbetontes Duell, bei dem er in der 39. Minute entscheidend zu spät kam: Konnte den Kölner so nicht mehr am 1:0 hindern. Auch darüber hinaus mit einigen Aussetzern. Note 5

Niklas Moisander: Sah vor dem Kölner 1:0 ganz schlecht aus, weil er Vorlagengeber Drexler nach einem langen Ball einfach aus den Augen verlor. Auch dem Kapitän gelang es nicht, seinen Nebenleuten Sicherheit zu geben – weil er selbst wackelte. Pech in der Nachspielzeit, dass Köln-Keeper Horn seinen Volleyschuss über die Latte lenkte. Note 5

Marco Friedl: War für Lang in die Startelf gerückt und agierte als linker von drei Innenverteidigern. Machte im Vergleich zu seinen Nebenleuten hinten noch die beste Figur, weil er sich keine größeren Fehler leistete. Note 4

Werder Bremen: Keine Gefahr durch Benjamin Goller

Maximilian Eggestein: Was ist nur mit Werders Nummer 35 los? In Köln als rechter Verteidiger der Fünferkette aufgeboten, zeigte er eine ganz schwache Vorstellung. Wirkte unkonzentriert, nicht gedankenschnell genug und auch in Laufduellen zu langsam. Fiel durch unnötige Spielverzögerungen auf, wofür er die Gelbe Karte sah. Note 5,5

Philipp Bargfrede (bis 79.): Nach zwei Spielen Verletzungspause verdrängte er Sahin wieder aus der Startelf, weil Werder auf seine Kampfkraft setzte. Ackerte zwar wie immer und eroberte einige Bälle, konnte dadurch aber kein Feuer entfachen, weil er insgesamt zu fehlerhaft spielte. Note 4,5

Davy Klaassen: Bildete an der Seite von Bargfrede die Bremer Doppel-Sechs, Impulse gingen vom Niederländer aber nicht aus. Tauchte unter, obwohl ein Spieler mit seiner Erfahrung in schwierigen Zeiten vorangehen sollte. Blieb erneut den Beweis schuldig, dass er das kann. Note 5

Ludwig Augustinsson (bis 67.): Als linker Verteidiger ohne grobe Fehler, aber auch ohne entscheidende Akzente im Spiel nach vorne. Ein unauffälliger Auftritt von Ludwig Augustinsson, der schließlich aufgrund eines Muskelfasserrisses verletzt ausgewechselt werden musste. Note 4

Benjamin Goller: Der 20-Jährige rückte für den gelbgesperrten Bittencourt ins Team und sollte mit seinem Tempo für Gefahr sorgen. Das gelang ihm auf dem rechten Flügel zu keinem Zeitpunkt. Ging zwar durchaus mutig ins Dribbling, Ertrag brachte das aber keinen. In vielen Laufduellen unterlegen. Note 5

Werder Bremen: Yuya Osako wieder völlig abgemeldet

Yuya Osako: Bei seinem Ex-Club präsentierte sich der Japaner wie schon in den Vorwochen: Ohne Ideen und Durchsetzungsvermögen. Als Anspielstation in der Spitze meistens völlig abgemeldet. Auch in Sachen Körpersprache nicht eben ein Anführer. Note 5

Milot Rashica: Der Mann, den sie Rakete nennen, zündete auch in Köln nicht. Rannte sich oft fest, verzettelte sich - hatte mit seinem Lattenkracher am Ende aber trotzdem die beste Bremer Chance (81.). Note 4,5

Fin Bartels (ab 67.): Dritter Saisoneinsatz für den 32-Jährigen, der in der Schlussphase endlich Leben in die Bremer Offensive bringen sollte – was auch glückte. Der Erfolg blieb trotzdem aus. Note -

Claudio Pizarro (ab 78.): Die leise Hoffnung, dass er vielleicht für den einen ganz entscheidenden Moment sorgen kann, ist immer da, wenn er ins Spiel kommt. Nur ging sie wieder nicht in Erfüllung. Note -

Johannes Eggestein (ab 79.): Spätestens mit seiner Einwechslung setzte Werder voll auf Offensive. Blieb ohne große Szene. Note -

Zur letzten Meldung:

Werder-Aufstellung: Goller startet gegen Köln

Update (21.12.2019, 14.30 Uhr): Die Startelf steht! So spielt Werder Bremen gegen den 1. FC Köln - im Live-Ticker gibt‘s alles zum Spiel!

Bremen – Sechs Stück gegen Bayern, fünf gegen Mainz – Trainer Florian Kohfeldt hatte nach der Flut an Gegentoren Konsequenzen für die Spieler des SV Werder Bremen angedroht.

Bislang blieb es bei einem gestrichenen freien Tag sowie bei der neuen emotionalen Distanz des Trainers („Es ist jetzt nicht die Zeit, jeden in den Arm zu nehmen“). Aber wird es Konsequenzen auch in der Startelf des SV Werder Bremen für die Partie beim 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) geben? 

Ja, wird es. Aber welche das sein werden, ist noch ziemlich unklar. Vermutlich wird Rechtsverteidiger Michael Lang nach zwei sehr schwachen Vorstellungen seinen Platz in der ersten Bremer Elf verlieren. Eine alternative Besetzung der Position springt Coach Kohfeldt zwar nicht gerade an, aber möglich ist, dass Maximilian Eggestein von der Halbposition auf die rechte Außenseite verschoben.

Werder Bremen: Philipp Bargfrede und Johannes Eggestein vor Startelf-Rückkehr?

Zu Beginn der Saison hatte er den Part schon einmal übernommen und seine Sache nicht so schlecht gemacht, als dass man über eine Wiederholung gar nicht erst nachdenken müsste. Eggesteins Bruder Johannes - zuletzt vor drei Monaten beim 0:3 gegen RB Leipzig in der Startelf - wäre dann prädestiniert, die rechte Halbposition im Mittelfeld zu übernehmen.

Für eine weitere Umbesetzung sorgt die Rückkehr von Philipp Bargfrede ins Team. Dadurch ergibt sich die Option, ihn entweder mit Nuri Sahin als Doppelsechs aufzubieten oder aber einen von beiden in die Abwehrkette zu versetzen – als zentraler Mann einer Dreier/Fünferkette. Bargfrede auf der Sechs und Sahin in der Kette erscheint dabei als wahrscheinlichere Variante. 

Werder Bremen: Vier Innenverteidiger stehen zur Verfügung - bleibt Yuya Osako erste Wahl?

Für die Abwehrkette kommen ansonsten Niklas Moisander, Milos Veljkovic, Sebastian Langkamp und Christian Groß als Innenverteidiger in Frage. Alle sind fit, aber keiner ist wirklich in Form. Eine Kombination Moisander/Veljkovic ist also genauso denkbar wie Moisander/Langkamp. Oder auch Veljkovic/Groß - ehrlicherweise kann nur geraten werden.

Und vorne? Bleibt Yuya Osako im Team? Kommt Fin Bartels nach nur zwei Kurzeinsätzen zu seinem Startelf-Comeback? Nur eine Vermutung: Es bleibt vorerst noch beim Angriffsduo Osako/Rashica. Fin Bartels kommt die Jokerrolle zu – ebenso Sturmtalent Nick Woltemade (17), der im Abschlusstraining auf sich aufmerksam machen konnte. (csa)

So könnte Werder Bremen gegen den 1. FC Köln spielen.

Nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Köln zum Ende der Hinrunde: Werder-Coach Florian Kohfeldt verspricht den Klassenerhalt.

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