Werder Bremen verzichtete gegen den VfL Wolfsburg auf lange Bälle und setzte stattdessen auf einen spielerischen Aufbau.
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Werder Bremen verzichtete gegen den VfL Wolfsburg auf lange Bälle und setzte stattdessen auf einen spielerischen Aufbau.

1:2-Pleite am 26. Bundesliga-Spieltag

In Ansätzen aktiver: Werder-Trainer Kohfeldt sieht sich nach dem 1:2 gegen Wolfsburg in seiner neuen Spielidee bestätigt

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  • Björn Knips
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Der SV Werder Bremen verliert im Weserstadion den Tabellendritten VfL Wolfsburg verdient mit 1:2 (1:2). Der Nachbericht der DeichStube*.

Bremen – Kaufen konnte er sich für die netten Worte natürlich nichts, denn die drei verlorenen Punkte machten sie nicht wett. Und trotzdem taten Florian Kohfeldt die vielen kleinen Gespräche, die er nach der 1:2-Heimniederlage des SV Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg mit dem Gegner geführt hatte, gut. So gut sogar, dass er sie wenig später öffentlich wiedergab. Der Werder-Trainer berichtete dabei von großer Anerkennung. „Alle Wolfsburger sind aus dem Stadion gegangen und haben gesagt, dass es ein richtig hartes Stück Arbeit für sie war. Sie waren sehr froh, als das Spiel vorbei war und räumen ein, dass sie auch Spielglück gebraucht haben“, berichtete Kohfeldt, wodurch er seinem eigenen Fazit der vorangegangenen 90 Minuten zusätzliches Gewicht verleihen wollte.

„Ich fand unsere Leistung heute sehr in Ordnung. Von dem, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir sehr viel umgesetzt“, hatte Kohfeldt betont, was angesichts der phasenweise drückenden Überlegenheit des Gegners sowie der eigenen Torchancen-Flaute zunächst zwar etwas verwunderlich klang, andererseits aber auch nicht falsch war. Werder Bremen hatte in der Tat das neue Bemühen um aktiveren, um offensiv ansprechenderen Fußball in Ansätzen erkennen lassen. Mehr als deutlich wurde dabei aber auch, dass es noch ein langer, langer Weg sein dürfte, bis die angestrebte Stiländerung durchschlagende Erfolge bringen wird.

Werder Bremen setzte gegen den VfL Wolfsburg auf einen spielerischen Aufbau

„Wir haben alles gemacht, was man im Fußball machen kann, wenn man versuchen will, zu Torchancen zu kommen“, hielt Kohfeldt fest. Anders als über weite Strecken der bisherigen Saison hatte der 38-Jährige seine Mannschaft deutlich höher anlaufen lassen, in der Hoffnung auf schnelle Ballgewinne. Gegenpressing sollte den Gegner nach eigenen Ballverlusten zudem am schnellen Umschalten hindern und zu Fehlern zwingen. Auch verzichteten die Bremer auf lange Bälle und setzten stattdessen auf einen spielerischen Aufbau. Das Problem: Zu Torchancen führte all das nicht. „Wir haben es lange Zeit nicht geschafft, im letzten Drittel zielstrebig zu werden“, räumte Kohfeldt ein. Sein Kapitän Theodor Gebre Selassie gab zu Protokoll, „dass wir die Situationen vorne wieder nicht so gut ausgespielt haben, wie wir es eigentlich wollten“. Als Antwort auf die drängende Frage „Ja, warum denn eigentlich nicht?“, taugen im Nachgang gleich zwei Erklärungsansätze.

Zum einen natürlich, ganz offensichtlich, die Qualität des Gegners. Wolfsburg hat von den vergangenen zehn Bundesligaspielen nun acht gewonnen, ist Tabellendritter, stellt die zweitbeste Defensive und insgesamt wohl das körperlich robusteste Team der gesamten Liga. „Da muss man auch fair bleiben und sehen, gegen wen wir gespielt haben“, sagte Kohfeldt, für dessen Mannschaft – ganz nüchtern betrachtet – ein 1:2 gegen so einen Gegner in der Tat kein Drama ist. Zumal der Vorsprung auf die kritischen Regionen der Tabelle ja immer noch komfortabel aussieht und Werder Bremen gegen die Wölfe zwar nach vorne nicht viel Gefahr erzeugt, hinten aber auch nicht allzu viel zugelassen hatte.

Werder Bremen: Kevin Möhwaldt gelingt gegen den VfL Wolfsburg der Anschlusstreffer

„Es gab auf beiden Seiten kaum klare Chancen“, fand „Leiter Profifußball“ Clemens Fritz: „Es war nicht so, dass wir froh sein mussten, nicht deutlich mehr Tore kassiert zu haben.“ Die beiden Gegentreffer, das 0:1 durch ein Eigentor von Josh Sargent (8.) und das 0:2 durch Wout Weghorst (42.), resultierten aus einer unglücklichen Situation nach einem Freistoß sowie aus einem Ballverlust im Spielaufbau. Darüber hinaus hatte Wolfsburg zwar noch Möglichkeiten. Dieses Gefühl, dass eine deutlich höhere Niederlage in der Luft liegt (wie zuletzt während des 1:3 gegen die Bayern) stellte sich dieses Mal aber nicht ein. Dass Kevin Möhwald kurz nach dem 0:2 der wichtige Anschlusstreffer gelang (45.), trug seinen Teil dazu bei.

Unabhängig von der Stärke des Gegners dürfte Werders über weite Strecken fruchtloser Offensivgeist auch der Tatsache geschuldet sein, dass die Mannschaft ihn nach Monaten des zuverlässig Punkte liefernden „Safety-First-Fußballs“ erst noch verinnerlichen muss. Dass so etwas nicht von jetzt auf gleich geht, hatte Kohfeldt schon mehrfach betont, zuletzt nach dem so wichtigen Erfolg von Bielefeld, damals verbunden mit der Ankündigung, den Stil ab sofort sukzessive verändern zu wollen. Nach dem Wolfsburg-Spiel sagte er: „Ich wurde immer wieder gefragt, wann wir es wieder auf die andere Art versuchen, und jetzt probieren wir es.“ Er sei weit davon entfernt, nach der Niederlage „alles in Grund und Boden zu reden“, hielt Kohfeldt fest – und betonte: „Wenn wir diesen Weg gehen wollen, dass wir auch gegen die Top-Teams wieder mutiger spielen, dann gehört so ein Tag wie heute einfach dazu.“ Und Kohfeldt will diesen Weg gehen. Was bleibt, ist allerdings die Frage, ob die Bremer Mannschaft qualitativ überhaupt gut genug dafür ist. Ob der aktuelle Kader von Werder Bremen die Umsetzung von Kohfeldts bevorzugtem Stil hergibt. Das wird sich in den kommenden Wochen zeigen müssen.

Wird es für Werder Bremen im Abstiegskampf doch noch einmal enger?

Als ein Journalist am Samstag wissen wollte, ob der Trainer, sollte es für Werder Bremen im Abstiegskampf doch noch einmal enger werden, womöglich wieder zum alten Pragmatismus zurückkehren würde, entgegnete Kohfeldt: „Nein, denn ich bin überzeugt davon, dass wir jetzt eine gewisse Grundsicherheit in der Mannschaft haben.“ In Phasen einzelner Spiele könne es zwar passieren, dass Werder dem Gegner ganz bewusst die Initiative überlässt, „aber unser grundsätzlicher Weg soll deutlich aktiver sein, und den haben wir heute gesehen“. Während der zweiwöchigen Länderspielpause will Kohfeldt nun weiter daran feilen, damit nach dem nächsten Bundesligaduell beim VfB Stuttgart (Ostersonntag, 4. April, 15.30 Uhr) möglichst mehr auf der Bremer Habenseite steht als nur anerkennende Worte des Gegners. Schließlich holt die Konkurrenz auf: Nach den überraschenden Siegen von Mainz und Hertha beträgt Werders Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch sieben Punkte. (dco)

(Auch Interessant: Nach Fan-Rückkehr in Rostock: Werder Bremen möchte auch ein Testfall sein)

Zum Spielbericht vom 21. März 2021:

Hinten mit Eigentor, vorne zu harmlos – Werder Bremen verliert verdient gegen Wolfsburg

Bremen – Nach dem FC Bayern München war auch der VfL Wolfsburg mindestens eine Nummer zu groß für den SV Werder Bremen. Die Grün-Weißen kassierten am Samstagnachmittag eine zwar knappe, aber hochverdiente 1:2 (1:2)-Heimniederlage gegen den Tabellen-Dritten. Dabei hatte sich Werder mit einem Eigentor von Josh Sargent (9.) selbst auf die Verliererstraße gebracht. Wout Weghorst gelang mit seinem fünften Tor im vierten Spiel gegen Bremen das 2:0 (42.). Für die Gastgeber reichte es nur zum Anschlusstreffer von Kevin Möhwald (45.), ansonsten gab es kaum Torchancen. So harmlos könnte es im Abstiegskampf doch noch einmal eng werden, wenngleich es ja nicht immer gegen ein Topteam wie Wolfsburg geht.

Werder-Coach Florian Kohfeldt hatte im Vergleich zum Bayern-Spiel vor einer Woche wie erwartet Marco Friedl (nach Sperre) und Milos Veljkovic (nach Pause) zurück in die Dreierkette geholt, dafür mussten Niklas Moisander und Christian Groß auf die Bank. Dort saß auch Niclas Füllkrug – trotz seines Tores als Joker beim 1:3 gegen den Rekordmeister. Obwohl er inzwischen wieder fit ist, kommt Füllkrug in der Startelf immer noch nicht an den Stürmern Josh Sargent und Milot Rashica vorbei.

Werder Bremen gerät gegen den VfL Wolfsburg durch ein Eigentor von Josh Sargent in Rückstand

„Wir müssen gegen den Ball aggressiver sein als gegen die Bayern und zielstrebig nach vorne spielen. Wir haben was vor heute“, frohlockte Kohfeldt direkt vor dem Spiel. Doch seine Spieler erhörten ihn nicht wirklich. Werder Bremen stand zwar wesentlich höher als zuletzt, agierte auch etwas offensiver, war aber wieder einmal zu weit weg vom Gegner. Das sollte sich schon nach acht Minuten rächen. Rashica hatte in der eigenen Hälfte einen unnötigen Freistoß verursacht. Den schlug Maximilian Arnold gekonnt in die Mitte, wo Teamkollege Maxence Lacroix unbedrängt an den Ball kam, ihn aber nur touchierte. Und das wurde Sargent zum Verhängnis, von dessen Kopf die Kugel über Keeper Jiri Pavlenka hinweg ins Tor segelte. Ein Eigentor zum Auftakt – das tat weh.

Und es wurde auch nicht besser. Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg fand überhaupt kein Mittel, um mal gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Die Angreifer Sargent und Rashica konnten sich ebenso wenig durchsetzen wie Maximilian Eggestein und Romano Schmid als Achter. Auch Ludwig Augustinsson und Theodor Gebre Selassie entwickelten kaum Druck über die Außen. Lediglich Kevin Möhwald fiel da als alleiniger Sechser wenigstens ein bisschen mit Ballgewinnen und guten Ideen positiv auf.

Aber nur bis zur 42. Minute! Da riskierte ausgerechnet Möhwald nach einem allerdings schlechten Pass von Gebre Selassie zu viel, um den Ball an Xaver Schlager vorbeizubekommen. Die Kugel ging nicht weit vom Werder-Strafraum entfernt in die falsche Richtung, wo dann Wout Weghorst allein vor Pavlenka das 2:0 erzielen konnte (42.).

Werder Bremen kassiert gegen den VfL Wolfsburg ärgerlichen Gegentreffer - und trifft postwendend zum Anschluss

Ein mehr als ärgerlicher Treffer aus Sicht des SV Werder Bremen – und die Aussichten waren mehr als dürftig. Denn bis dahin hatten die Grün-Weißen nur einen harmlosen Schuss von Sargent zustande gebracht (40.). Doch es kam anders – und das sogar noch vor der Pause. Nach einer Freistoß-Hereingabe von Augustinsson landete der Ball bei Möhwald, der eiskalt zum 1:2 vollstreckte (45.). Die Spieler des VfL Wolfsburg waren erzürnt, wollten im Vorfeld ein Handspiel von Gebre Selassie gesehen haben, doch der Video-Assistent bestätigte die Entscheidung von Schiedsrichter Robert Schröder.

Werder Bremen war tatsächlich wieder da, aber nur auf der Anzeigetafel. Denn auf dem Platz dominierten auch nach der Pause die Gäste, hatten Chancen durch Josip Brekalo (50.) und Weghorst (54.), der Veljkovic fast zum nächsten Eigentor zwang. Kohfeldt reagierte, brachte in der 58. Minute Leonardo Bittencourt und Niclas Füllkrug für Schmid und Sargent, der sich Sekunden zuvor noch die fünfte Gelbe Karte eingehandelt hatte und in zwei Wochen gegen Stuttgart gesperrt sein wird.

Verdiente NIederlage des SV Werder Bremen: Zu harmlos gegen den VfL Wolfsburg

Chancen hatte trotzdem nur der VfL Wolfsburg, immerhin zeigte sich Pavlenka gegen Weghorst und Kevin Mbabu von seiner guten Seite (62.). Genauso wie Abwehrchef Ömer Toprak, der mehrfach Schlimmeres verhinderte. Die Kollegen, die für die Offensive zuständig waren, enttäuschten dagegen umso mehr. Es wirkte zuweilen so, als würden sie zum ersten Mal zusammenspielen. Kaum ein wichtiger Pass kam an, vom Ausgleich waren die Bremer meilenweit entfernt. Und wenn sie sich doch mal dem Tor näherten, dann traf Füllkrug den Ball im Strafraum nicht richtig (77.).

Kohfeldt griff erneut ein, schickte Yuya Osako und Davie Selke für Möhwald und Rashica aufs Feld. Ja, ja Rashica, dem der Coach eigentlich das erste Saisontor prophezeit hatte. Doch die „Rakete“ blieb einmal mehr am Boden, agierte völlig unglücklich und damit auch ungefährlich. Auch Selke machte es nicht besser, der kurz vor Schluss aus dem Gewühl heraus viel zu unentschlossen den Ball VfL-Keeper Koen Casteels genau in die Arme schoss. Das war es. Werder Bremen muss nun zwei Wochen warten, erst dann geht es gegen den VfB Stuttgart weiter. (kni) Auch interessant: Cheftrainer Florian Kohfeldt verteidigt Werder Bremen nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg: „Wir haben mit Herz und Leidenschaft gespielt“.

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker: Schluss! Wolfsburg gewinnt verdient

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Abpfiff! Wolfsburg gewinnt letztendlich verdient mit 2:1 in Bremen. Durch Tore von Sargent (Eigentor) und Weghorst führte der VfL hochverdient mit 2:0, bevor Möhwald kurz vor dem Pausenpfiff den Ausgleichstreffer erzielen konnte. Nach der Pause bestätigte sich das Bild der ersten Hälfte. Wolfsburg war pass- und spielstärker. Bremen hatte kaum gute Offensivaktionen vorzuweisen. Die Schlussphase wurde nochmal hektisch, doch am Ende reichte es nicht mehr für einen Punkt.

90. Min+6: Durch die Behandlungen der beiden Fouls gibt es noch ein wenig Nachschlag. Phillip kommt auf Wolfsburger Seite nochmal für Schlager. Die letzte Bremer Ecke bleibt aber wiederum ungefährlich! Die Wolfsburger fordern den Abpfiff.

90. Min+4: Nochmal Gewusel im Wolfsburger Strafraum. Davie Selke kommt dann frei zum Torschuss, aber bekommt keine Wucht hinter den Ball. Casteels begräbt das Spielgerät unter sich. Noch 30 Sekunden.

90. Min+3: Nochmal gelb. Bittencourt foult Lacroix. Robert Schröder liegt, wie den ganzen Nachmittag über, wieder richtig.

90. Min+2: Füllkrug bekommt zurecht gelb nach Frustfoul an Arnold.

90. Min+1: Toprak macht heute ein ordentliches Spiel. Sein Block gegen Schlager war gerade enorm wichtig. Weghorst war einschussbereit zur Stelle.

90. Min: Noch vier Minuten Nachspielzeit! Wolfsburg hat nun natürlich bei jedem Einwurf richtig viel Zeit.

90. Min: Die reguläre Spielzeit ist gleich beendet. Ganz viel wird es nicht oben drauf geben. Daher wird es höchste Zeit für Werder!

88. Min: Wo bleibt die Schlussoffensive? Felix Agu soll mithelfen. Veljkovic ist raus.

86. Min: Osako sieht gelb und Guilavogui kommt für Mehmedi. Zwei Randnotizen dieses Spiels.

84. Min: Was geht hier noch für die Grün-Weißen? Gebre Selassie soeben mit einem Torschuss der nicht der Rede wert ist.

82. Min: Erneuter Doppelwechsel durch Florian Kohfeldt. Mit Osako und Selke geht der Bremer Trainer aufs Ganze. Rashica und Möhwald verlassen den Rasen.

80. Min: Gebre Selassie und Schlager foulen sich gegenseitig. Schlager geht noch intensiver zur Sache und sieht den gelben Karton.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker: Niclas Füllkrug mit der Ausgleichschance

77. Min: Plötzlich Niclas Füllkrug! Bittencourt legt die Pille per Kopf auf den freistehenden Stürmer, der zieht direkt ab, trifft aber den Ball nicht genau so dass Casteels vor keine Schwierigkeiten gestellt werden kann. Da war mehr drin!

74. Min: Wolfsburg wechselt erstmals aus. Josip Brekalo hat sein Soll erfüllt und wird durch vom Brasilianer Joao Victor ersetzt.

73. Min: Wie lange lässt Kohfeldt eigentlich noch Milot Rashica mitspielen? Der Kosovare, dem unter der Woche noch ein Tor für heute vorhergesagt wurde, bringt nur 46 % aller Bälle zum Mitspieler.

71. Min: Dann ist Werder mal ein paar Sekunden in der gegnerischen Hälfte, macht ein Fehlpass vom blassen Eggestein wieder alles zu Nichte. So wird‘s nichts.

69. Min: Bei Werders behäbigen und ungenauen Aufbauspiel fehlt einem die Fantasie, wie hier noch eine Niederlage verhindert werden kann. Einzig und allein die Ein-Tore-Führung macht noch Hoffnung auf zumindest einen Punktgewinn.

65. Min: Der 1. FC Köln führt gegen den BVB. Gut für Wolfsburg, schlecht für Bremen.

64. Min: Eggestein trifft Mehmedi am Schienbein. Der x-te Freistoß wird von Werder wegverteidigt.

62. Min: Doppelaktion von Pavlenka. Zuerst pariert der Bremer Keeper einen Schuss von Weghorst zur Seite, danach wehrt er den Nachschuss von Mbabu ab. Stark!

61. Min: Augustinsson schlägt die zweite Bremer Ecke zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt. Füllkrug klar drüber.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker: Niclas Füllkrug und Leonardo Bittencourt in der Partie

58. Min: Das Foul war gleichzeitig die letzte Aktion für Sargent. Füllkrug kommt für ihn ins Spiel. Zudem kommt Bittencourt für den stets bemühten Schmid.

57. Min: Josh Sargent hält den Schlappen gegen Arnold drauf und sieht zurecht die gelbe Karte. Das war sein fünfte. Damit fehlt er im nächsten Spiel gegen Stuttgart.

56. Min: Ein Doppelwechsel deutet sich an. Niclas Füllkrug und Leo Bittencourt stehen bereit.

55. Min: Die zweite Hälfte zeichnet in den ersten zehn Minuten das gleiche Bild wie in der ersten. Wolfsburg ist klar besser. Werder gelingt nach vorne fast gar nichts.

53. Min: Fast das zweite Eigentor der Bremer. Weghorst schlägt den Ball Richtung Mehmedi in den Strafraum, wo Veljkovic angeschossen wird. Knapp vorbei.

51. Min: Noch eine Ecke für die Elf von Oliver Glasner. Bereits die siebte für den VfL. Werders Defensive ist zur Stelle.

49. Min: Auf der Gegenseite klärt Toprak sehenswert vor Weghorst zur Ecke. Diese und eine weitere darauffolgende entfachen keine neuen Chancen für die Wolfsburger.

48. Min: Rashica macht eine sehr unglückliche Figur. Endlich mal mit etwas Platz ausgestattet, spielt er einen Fehlpass in die Füße eines Wolfsburgers.

47. Min: Verunglückter Kopfball von Lacroix. Der Franzosen, dem sonst so gut wie alles gelingt, bekommt den Ball mitten auf die Nase, welche zugleich zu bluten beginnt. Er muss am Seitenrand behandelt werden. Werder kurzzeitig in Überzahl.

46. Min: Die zweite Halbzeit ist angepfiffen. Beide Trainer verzichten vorerst auf personelle Änderungen.

Halbzeit! Wolfsburg führt verdient mit 2:1 im Bremer Weserstadion. Nach den vermeidbaren Gegentoren durch Sargent (Eigentor) und Weghorst kontert Kevin Möhwald kurz vor der Pause mit dem Anschlusstreffer. Vom angekündigten mutigeren Spiel nach vorn ist bisher wenig zu sehen. In der zweiten Halbzeit muss mehr von Werder kommen, um hier zumindest noch einen Punkt zu Hause zu behalten.

45. Min+1: Wolfsburg versucht direkt den alten Abstand wieder herzustellen. Werder steht nun aber besser.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker: Tor! Kevin Möhwald antwortet auf Wout Weghorst

45. Min: Geht doch! Endlich bekommt Werder mal einen zweiten Ball nach einem Freistoß. Gebre Selassie gewinnt ein Luftduell gegen Lacroix und legt auf Möhwald, der aus acht Metern Casteels keine Chance lässt. Das hatte sich nicht zwingend angedeutet. Für Kevin Möhwald ist es schon das fünfte Saisontor.

45. Min: Tooooor für Werder Bremen. Kevin Möhwald trifft zum Anschluss!

41. Min: Werder versucht den Ball hinten rauszuspielen und bleibt nach starken Wolfsburger Pressing in Person von Möhwald an einem Wolfsburger hängen. Der Pass von Schlager in den Lauf von Weghorst kommt exakt auf den Mann. Obwohl der Niederländer den Ball nicht richtig trifft steht es 2:0 für die Elf von Oliver Glasner.

41. Min: Wolfsburg ist gnadenlos. Wout Weghorst trifft zum 2:0

40. Min: Erster Abschluss durch Sargent. Vom Strafraumeck zieht er ab. Casteels hat keine Mühe den Ball abzufangen. Das ist zu wenig.

39. Min: Augustinsson wirkt heute unkonzentriert. Erneut verspringt ihm ein Ball unnötig.

37. Min: Unruhe im Spiel, nachdem Mehmedi den Ball mit der Hand stoppt. Schröder pfeift Freistoß Werder und lässt die gelbe Karte stecken.

34. Min: Arnold versucht es mit einem direkten Freistoß aus 30 Metern. Pavlenka lässt den Ball - der klar vorbei gegangen wäre - zur Seite prallen, wo ein Wolfsburger auf den zweiten Ball lauert. Pavlenka ist dann mir einer Klärung zur Ecke erneut zur Stelle. Die Ecke bringt nichts ein.

32. Min: Nach mehr als einer halben Stunde kann Werder immer noch keine Torchance verbuchen. Das erinnert an die ersten Halbzeiten der vergangenen Partien.

29. Min: Auf der anderen Seite versucht Rashica den Schnittstellenpass, bleibt aber an Mbabu hängen.

28. Min: Klasse Pass von Mehmedi in den Lauf von Weghorst. Der Torjäger kommt zum Abschluss, trifft aber nur das Außennetz, weil der Winkel zu spitz geworden war.

26. Min: Die stärkste Defensive der Liga steht hinten bombensicher. Brooks köpft alles raus, Lacroix verliert keinen Zweikampf. Sargent, Schmid und Rashica sehen keinen Stich.

23. Min: Möhwald mit der ersten Werder-Ecke. Die kurze Variante führt nicht zum erhofften Erfolg.

20. Min: Kapitän Maximillian Arnold tritt nun den dritten Wolfsburger Standard innerhalb weniger Minuten in den Strafraum der Bremer. Werder kommt nicht zum Zuge. Die angedeuteten Konter werden direkt gestoppt.

18. Min: Mbabu und Ridle Baku machen auf der rechten Seite ordentlich Attacke. Augustinsson und Friedl haben große Probleme und wissen sich meist nur mit einem Foul zu helfen.

15. Min: Die Wölfe führen verdient. Die Gäste sind ballsicherer, passsicherer und zweikampfstärker als die Bremer, die heute eigentlich viel mutiger und zielstrebiger agieren wollten. Nach einer Viertelstunde ist davon bisher nichts zu sehen.

12. Min: Offenbar ist noch unklar, ob das Tor doch Lacroix gutgeschrieben wird. Aus unserer Sicht handelte es sich um ein klares Eigentor. Für den Spielstand ist es egal.

11. Min: So haben sich das die Gastgeber sicher ganz und gar nicht vorgestellt. Durch ein vermeidbares Standard-Gegentor läuft man nun früh einem Rückstand gegen den Tabellendritten hinterher.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker: Josh Sargent köpft ins eigene Tor

9. Min: Ein harmloser Freistoß von Maxi Arnold aus dem Halbfeld wird von Lacroix leicht gestreift. Sargent sieht den Ball spät und köpft den Ball per Bogenlampe über Pavlenka ins eigene Tor. Lacroix hätte direkt gestört werden müssen.

9. Min: Tor für den VfL Wolfsburg. 1:0 für die Gäste nach einem Freistoß aus dem Halbfeld.

6. Min: Die Partie ist von Beginn an hart umkämpft. Schiri Schröder musste schon mehrfach zu harte Zweikämpfe mit einem Foulpfiff unterbinden.

4. Min: Xaver Schlager foult Veljkovic im Bremer Strafraum. Freistoß für Werder tief in der eigenen Hälfte.

2. Min: Der frischgebackene Papa Ludwig Augustinsson im Doppelpass mit Rashica. Das geligt nur bedingt.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker: Anpfiff im Weserstadion

1. Min: Das Spiel läuft. Wolfsburg stößt an!

15:28 Uhr: Gleich geht‘s los! Die Teams laufen nach und nach ein. „Lebenslang Grün-Weiß“ ertönt aus den Boxen.

15:24 Uhr: Im Sky-Interview betont Kohfeldt auf das heutige Spiel angesprochen, dass man zielstrebiger und mutiger sein möchte als in der letzten Woche gegen die Bayern. Zitat: „Wir haben was vor heute!“ Na dann schauen wir mal!

15:20 Uhr: Spannendes Aufeinandertreffen auch an der Seitenlinie: Florian Kohfeldt und Oliver Glasner waren sich in der letzten Saison nicht immer einig, als es um die Bremer Unterstützung von der Tribüne ging. Glasner war etwas sensibel wegen der lautstarken Unterstützung der Bremer Auswechselspieler und Offiziellen im hitzigen Abstiegskampf.

15:15 Uhr: In rund 15 Minuten wird Robert Schröder die Partie der einzig verbliebenen Bundesliga-Nordclubs anpfeiffen. Der Hannoveraner kommt bereits zum vierten Mal in dieser Saison in einem Spiel mit Bremer Beteiligung zum Einsatz.

15:07 Uhr: Heute droht gleich fünf Bremern eine Gelbsperre für das nächste Spiel. Augustinsson, Eggestein, Groß, Sargen und Selke haben in dieser Spielzeit allesamt vier gelbe Karten gesehen.

14:56 Uhr: Für den VfL läuft es in dieser Saison - auch unabhängig vom Hinspiel - hervorragend. Mit 48 Punkten auf Platz drei befindet mal sind klar auf Champions League-Kurs. Vor dieser Spielzeit war dies nicht zwingend zu erwarten, wenn man bedenkt, dass es zwischen Glasner und Sportdirektor Jörg Schmadtke so sehr krachte, dass eine Trennung unausweichlich schien.

14:48 Uhr: Zwei seiner 16 Saisontore erzielte der viermalige holländische Nationalspieler im Hinspiel. Am 9. Spieltag setzte es ein bitteres 3:5 in Wolfsburg - inkl. Platzverweis für den zuvor eingewechselten Kevin Möhwald.

14:44 Uhr: Und Wolfsburg? Im Team von Oliver Glasner sticht in dieser Saison wieder einmal Toptorjäger Wout Weghorst hervor. Mit 22 Scorerpunkten (16 Tore, sechs Assists) dürften Ömer Toprak und Co. heute hauptsächlich ein Augenmerk auf den Niederländer legen.

14:41 Uhr: Werders Trainer kann also heute wieder aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Zetterer und Gruev fehlen verletzt. Leonardo Bittencourt hat es trotz Rückenbeschwerden noch rechtzeitig in den Spieltagskader geschafft.

14:39 Uhr: Viele hatten im Vorfeld eine Rückkehr von Niclas Füllkrug in die Startelf erwartet. Kohfeldt vertraut allerdings weiterhin Romano Schmid, Milot Rashica und Josh Sargent in vorderster Front. Ein Einsatz von Füllkrug im Verlauf des Spiels ist aber sehr wahrscheinlich.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker: Marco Friedl und Milos Veljkovic zurück in der Startelf

14:34 Uhr: Im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen Bayern wechseln die Grün-Weißen zwei Mal. Beide Wechsel sind in der Dreierkette auszumachen. Marco Friedl kehrt nach seiner Gelbsperre für Moisander in die Startelf zurück. Milos Veljkovic darf erwartungsgemäß nach seiner Pause wieder für Christian Groß verteidigen.

14:31 Uhr: Florian Kohfeldt hat auch heute die Möglichkeit fünf mal zu wechseln. Die folgenden Spieler warten auf ihren Einsatz: Dos Santos Haesler, Augu, Moisander, Groß, Mbom, Bittencourt, Osako, Selke, Füllkrug

14:29 Uhr: Die Wölfe schicken folgende Akteure aufs Feld: Casteels, Lacroix, Brooks, Mbabu, Baku, Schlager, Arnold, Gerhardt, Brekalo, Mehmedi, Weghorst

14:27 Uhr: Die Aufstellung der Bremer in der Übersicht: Pavlenka - Veljkovic, Toprak, Friedl - Gebre Selassie, Augustinsson, Möhwald, Eggestein, Schmid - Sargent, Rashica

14:20 Uhr: Moin, moin aus der Deichstube! Heute empfängt Werder Bremen den VfL Wolfsburg und ihr könnt in unserem Live-Ticker hautnah dabei sein. Wir erwarten die Aufstellungen der beiden Teams in wenigen Minuten.

Weiter zum Vorbericht zu Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg:

Werder Bremens Plan gegen robusten VfL Wolfsburg - Florian Kohfeldt: „Dürfen uns nicht erdrücken lassen“

Bremen - Jetzt wird es wuchtig für Werder Bremen: Mit dem VfL Wolfsburg kommt am Samstag die Bundesliga-Mannschaft mit der wohl größten Körperlichkeit ins Weserstadion. Und das liegt nicht allein an Sturm-Riese Wout Weghorst mit seinen 1,97 Meter Körpergröße. Werder-Coach Florian Kohfeldt warnt zwar auch vor dieser Wolfsburger Waffe, aber er verspricht nach den vielen doch sehr defensiven Auftritten in der aktuellen Saison: „Es wird nicht unser Ansatz sein, nur zu verteidigen, sondern wir wollen auch etwas mit dem Ball anfangen.“

Kann sich Werder Bremen gegen die Wucht des VfL Wolfsburg behaupten?

Ein Spektakel wie bei der 3:5-Pleite im Hinspiel schwebt ihm dabei allerdings nicht vor, er hat sich die Partie nicht mal mehr angeschaut. „Es war kein gutes Spiel von uns“, lautet seine Erklärung dafür. Außerdem hätten sich beide Teams weiterentwickelt, Vergleiche würden da keinen Sinn machen. Der 38-Jährige schaut lieber auf die Aktualität und dabei auf einen Gegner, der sich in Topform befindet und als Tabellendritter von der Champions League träumt. Die große Frage ist: Kann sich der SV Werder Bremen gegen die Wolfsburger Wucht behaupten?

„Das wird sehr schwierig“, glaubt Kohfeldt. Nicht umsonst sei Wolfsburg „die Mannschaft mit den meisten Sprints der Liga, die eine große Robustheit mitbringt, und auf vielen Positionen über eine sehr gute Körpergröße verfügt“. Genau genommen maß die Wolfsburger Startelf beim 5:0-Sieg gegen Schalke 04 am vergangenen Wochenende im Durchschnitt 1,87 Meter. Doch der 38-Jährige hat sich dagegen längst einen Plan zurechtgelegt, den er zumindest in Ansätzen preisgibt.

Werder Bremen: Gegen den VfL Wolfsburg „aggressiv in den Zweikämpfen und nicht erdrücken lassen“

Grundsätzlich erwarte er von seiner Mannschaft „die Bereitschaft, sich dieser Körperlichkeit entgegenzustellen, aggressiv in den Zweikämpfen zu sein und sich nicht erdrücken zu lassen“. Mit dem Ball benötige sein Team dafür vor allem eins: „Eine sehr gute Mischung. Wir brauchen eine gute Ballzirkulation, um sie ins Laufen zu bringen, sodass sie gar nicht dazu kommen, ihre Zweikampfstärke auszuspielen. Wir müssen es schaffen, ihr auf starkes Pressing und große Körperlichkeit ausgelegtes Spiel, ins Leere laufen zu lassen.“

Damit das gelingen kann, scheint der Bremer Chefcoach gegen die Wölfe sogar bereit zu sein, sich ein Stück weit von der in dieser Saison so wenig attraktiven, dafür aber kontinuierlich Punkte bringenden defensiven Spielweise zu verabschieden. „Ich erwarte keine Partie, die von gegenseitigem Abtasten geprägt sein wird. Es wird ein temporeiches Spiel mit viel Körperlichkeit, das auch eine gewisse Anzahl an Torchancen produziert“, so der Trainer des SV Werder Bremen. Angesichts des starken Gegners, der gemeinsam mit RB Leipzig die beste Defensive der Liga (nur 21 Gegentore) stellt und überhaupt erst drei Spiele verloren hat (ebenfalls Liga-Spitze), „wäre es aber auch extrem fahrlässig, mit komplett offenem Visier zu spielen.“

Werder Bremen will schnellstmöglich Klassenerhalt schaffen

Denn klar ist: Oberstes Bremer Ziel bleibt das schnellstmögliche Erreichen des Ligaverbleibs. Mit 30 Punkten steht Werder Bremen sehr gut da, der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt neun Spieltage vor Schluss stolze neun Zähler. Doch vom vorzeitigen Klassenerhalt will Kohfeldt nichts hören: „Glückwünsche dazu nehmen wir erst bei 40 Punkten entgegen. Diese Marke wollen wir so schnell wie möglich erreichen. Dafür werden wir alles tun. So lange das noch nicht so ist, werden wir extrem wachsam sein.“ Auch gegen den VfL Wolfsburg. (mwi) Auch Interessant: Die mögliche Aufstellung von Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg - und so könnt ihr das Spiel von Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg live im TV und im Live-Stream sehen.

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