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„Neun Minuten Nachspielzeit“ – Collina über die Pläne für die WM-Schiedsrichter

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Von: Christoph Gschoßmann

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Auch die besten Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen der Welt stehen im Fokus, wenn in Katar die WM beginnt. Pierlugui Collina verrät, dass er mit langer Nachspielzeit rechnet.

München – Sehen wir bei der WM 2022 überlange Spiele? Pierluigi Collina kündigte an, dass die Referees bei der Endrunde angehalten seien, großzügige Nachspielzeiten zu gewähren. So sagte der Chef der FIFA-Schiedsrichterkommission, dass beim Torjubel, Auswechslungen, Verletzungen oder Platzverweisen viel Zeit verstreiche. „Sieben, acht, neun Minuten Nachspielzeit“ seien bei einem normalen Spiel mit einigen Toren durchaus zu erwarten. Außerdem rühmte der Italiener die erstmals zum Einsatz kommende halbautomatische Abseitserkennung, weil sie den Job der Referees leichter mache.

Collina: Schiedsrichterinnen können ohne Vorbehalte bei allen Spielen eingesetzt werden

Auch Frauen sind bei der WM an der Pfeife. Laut Collina können die nominierten Schiedsrichterinnen bei der WM in Katar ohne Vorbehalte bei allen Spielen eingesetzt werden – unabhängig vom Frauenbild in den jeweiligen Ländern. „Wir sehen die sechs nominierten Frauen als FIFA-Offizielle“, sagte der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission des Weltverbands FIFA am Freitag in Doha. (Spielplan der WM 2022 in Katar)

Pierluigi Collina lobt den Videobeweis. Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa
Pierluigi Collina gilt als einer der besten Schiedsrichter aller Zeiten. © Pavel Golovkin

Er sehe die Frauen als Profis, entsprechend könnten sie alle Spiele unabhängig und objektiv leiten, betonte Collina auf eine Rückfrage, ob Schiedsrichterinnen auch Spiele der Mannschaften aus Katar, Iran oder Saudi-Arabien pfeifen könnten.

„Dass Frauen dabei sind, ist neu, und alles Neue sorgt für Interesse“, sagte Collina: „Aber für uns sind sie Schiedsrichterinnen. Ich habe ihnen mit auf den Weg gegeben, dass sie nicht hier sind, weil sie Frauen sind, sondern wegen ihrer Leistungen als Offizielle.“

Welcher Schiedsrichter leitet WM-Eröffnungsspiel zwischen Katar und Ecuador?

Entsprechend können sich Stephanie Frappart aus Frankreich, Salima Mukansanga (Ruanda) und Yoshimi Yamashita (Japan) durchaus Chancen ausrechnen. Neben diesem Trio hat die FIFA die drei Assistentinnen Neuza Back (Brasilien), Karen Diaz Medina (Mexiko) und Kathryn Nesbitt (USA) nominiert.

Seit Freitagabend steht fest, wer das Eröffnungsspiel am Sonntag (19.00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) zwischen Gastgeber Katar und Ecuador leiten wird: Italiener Daniele Orsato. Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) absolviert bei dieser Endrunde seine WM-Premiere. Der 38-Jährige hatte bei der EM im vergangenen Jahr drei Spiele geleitet. (cg mit dpa)

Bei der WM 2022 in Katar werden 32 Mannschaften um den Titel kämpfen. Alle Teilnehmer stehen fest – der Überblick.

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