Andreas Hagelganz (l.) kommt gegen Segebergs Stefan Steenbock einen Tick zu spät. mc

Bittere Heimschlappe gegen Segeberg – Drei Platzverweise für die Insulaner

0:3 – Beim SV Fehmarn lagen die Nerven blank

Von Marcus Christoph BURG • Wichtig sei derzeit vor allem, wie man sich vor dem eigenen Publikum präsentiert, hatte SV Fehmarn-Obmann Achim Lafrenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Segeberg gesagt.

Doch das Vorhaben, sich in den letzten Spielen würdevoll aus der Bezirksliga zu verabschieden, misslang in der zweiten Halbzeit gründlich. Nicht nur, dass die Burger mit 0:3 (0:0) die Segel strichen. In der Schlussphase lagen zudem die Nerven völlig blank. Gleich drei Platzverweise handelte sich der SVF ein.

Dabei begann die Partie mehr als ruhig und plätscherte vor sich hin. Die Insulaner kamen zu keiner einzigen Chance. Den Segebergern, die leichte Feldvorteile besaßen, fehlte die Durchschlagskraft. Das angenehme Frühlingswetter mochte die Zuschauer über eine bis zur Pause langweilige Begegnung hinwegtrösten.

Im zweiten Durchgang kam mehr Bewegung hinein. Auch, weil die Burger sich nun bemühten, nach vorne zu spielen. In der 55. Minute klärte Segebergs Stefan Steenbock gerade noch vor SVF-Oldie Andreas Hagelganz. Auf der anderen Seite hatte der SVF Glück, dass Rocko Santuari nach einem Konter knapp verzog (62.). Eine gute Chance hatte wenig später Mathias Anders, der – von Jens-Uwe Schaumann gut in Szene gesetzt – aus spitzem Winkel abzog. Doch Segebergs Keeper Kevin Kreft war mit den Fingerspitzen noch dran. Wer weiß, wie die Partie verlaufen wäre, wenn der Schuss gesessen hätte. So aber wendete sich das Blatt zu Ungunsten der Fehmaraner. In der 72. Minute kam Santuari unbedrängt zum Schuss und traf aus 16 Metern zum 0:1. Das Unheil für den SVF nahm nun seinen Lauf. Zwei Minuten nach dem Rückstand nahm SVF-Keeper Tim Haye außerhalb des 16ers die Hand zu Hilfe, um gegen Santuari zu klären. Für Schiedsrichter Rene Klausutis war die Sache klar: Rote Karte. Gunnar Müller streifte sich das Torwarttrikot über. In der Schlussphase machte sich Frust breit beim SVF. Mit Frank Tornau und Frank Eckhardt handelten sich zwei Burger die Ampelkarte wegen unsportlichen Verhaltens ein (80.). Mit drei Mann in Überzahl hatten die Segeberger leichtes Spiel, in den letzten Minuten ihren Vorsprung auszubauen. Dabei konnten sie sich auch bei Michael Koppensteiner bedanken, dem in der 84. Minute ein Eigentor unterlief, als er in eine Hereingabe von Daniel Hardt hineinlief.

„Die Undiszipliniertheit hat uns das Spiel gekostet“, schimpfte SVF-Coach Schaumann über die Platzverweise. Durch die fünfte Niederlage in Folge bleibt der SVF weiter abgeschlagen Letzter.

SVF: Haye – Meissner (69. C. Koehn), Koppensteiner, Hinz, S. Eckhardt – F. Eckhardt, Treimer (62. Müller), Anders, Huber (69. Schaumann) – Hagelganz, Tornau. Beste Spieler: Anders, S. Eckhardt. Gelb-Rote Karten: (80.) Tornau (SVF) und (80.) F. Eckhardt (SVF), beide wegen unsportlichen Verhaltens. Rote Karte: (74.) Haye (SVF), Handspiel außerhalb des 16ers. Schiri: Klausutis (Türkischer SV), gut. Tore: 0:1 (72.) Santuari, 0:2 (84./ET) Koppensteiner, 0:3 (90.) Yildirim.

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