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Blamage für die SG Insel

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Kastriot Veselaj (r.) sah nach einem Revanchefoul in der 90. Spielminute die Ampelkarte. Die SG Insel Fehmarn blamierte sich mit einer 1:2-Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten VfL Schwartbuck bis auf die Knochen. © Fehmarn24/Braesch

FEHMARN - Von Lars Braesch Die SG Insel Fehmarn hat sich am Sonntag in der Verbandsliga Ost bis auf die Knochen blamiert. Der Spitzenreiter verlor zu Hause gegen den bis dato punktlosen Tabellenvorletzten VfL Schwartbuck mit 1:2 (1:1). Eutin 08 II eroberte mit einem 7:0-Sieg beim TSV Wentorf die Tabellenspitze zurück.

Eigentlich fing alles gut an für die Hausherren. Maurice Molles hatte von der Grundlinie aus SG-Kapitän Hendrik Möller bediente, der den Ball lässig zum 1:0 in der neunten Spielminute einschob. Die Gäste waren ein wenig ehrfürchtig in die Partie gegangen und hatten in der Anfangsphase bei langen Bällen in die Spitze so ihre Probleme. Die SG setzte mit Jonas Kock, Maurice Molles und Fabian Plöger gleich drei Spieler auf die Sechserposition. Carsten Micheel, Kastriot Veselaj, Dennis Petersen, Sven Schüller, Gunnar Hünicke sowie Ersatztorhüter David Meyer mussten auf der Bank Platz nehmen. So fehlte im ersten Durchgang die Erfahrung aufseiten der SG I. So konnte Jannis Reinke auf der rechten Seite seelenruhig in den SG-Strafraum flanken. Am zweiten Pfosten köpfte Mohammed Ridha Jalali ohne Bewacher zum 1:1 ein (13). Dann checkte SG-Abwehrspieler Klaas Micheel seinen Gegenspieler Felix Sauerberg in Eishockeymanier in die Bande. Mit dem gelben Karton war der SG-Spieler noch gut bedient (15.). Einen Schuss von Maurice Molles lenkte Gästetorwart Andreas Homann im letzten Moment über sein Tor (23.). Einen Freistoß aus dem linken Halbfeld von VfL-Kapitän Luca Ole Znaiewicz köpfte Kock aus der Gefahrenzone (34.).

Kurz nach der Pause hatte Sauerberg das 1:2 auf dem Fuß, jedoch klärte Christopher Götz-Smilgies auf der eigenen Torlinie. Im Gegenzug wurde SG-Kapitän Hendrik Möller regelwidrig per Handspiel gestoppt, was der Unparteiische nicht ahndete (46.). Der eingewechselte Kastriot Veselaj (kam für Max Petersen) ließ einen Freistoß knapp am linken Torwinkel des Gästetores vorbeisegeln (51.). Auch ein Kopfball von Fabian Plöger verfehlte das VfL-Tor (53.). SG-Torwart Tobias Möller musste aus seinem Tor eilen, um gegen Reinke zu kären (54.). Kurz vor der rechten Eckfahne holte Jalali gegen Götz-Smilgies einen Freistoß heraus. Der Winkel war unmöglich, trotzdem schaffte es Znaniewicz es irgendwie die Kugel im linken Winkel zum 1:2 einschlagen zu lassen (55.). „Das hat er genial gemacht“ musste SG I-Coach Jens Uwe Schaumann nach dem Spiel neidlos anerkennen. Im direkten Gegenzug versuchte Hendrik Möller per Kopf noch einmal auf den mitgelaufenen Plöger abzulegen. Eine Direktabnahme wäre die bessere Lösung gewesen (56.). Direkt im Anschluss ließ Hendrik Möller einen Schuss aus spitzem Winkel vorbeistreichen (57.) und kurz danach wurde der SG-Kapitän im letzten Moment von Jan Renner am Schuss gehindert (64.). Die SG zeigte in dieser Phase zu viel Standfußball. Die Anspielstationen fehlten und teilweise die Ideen. Ein Freistoß von Kock landete in der VfL-Mauer (67.). Kurz vor dem Gästestrafraum traf Nico Ruhberg den aufgerückten SG-Abwehrspieler Carsten Micheel. Den Freistoß zimmerte Hendrik Möller an die Latte (72.). Die Schlussphase wurde hektisch. Auf Vorlage von Dennis Petersen köpfte Hendrik Möller zum 2:2 ein. Allerdings hatte der Linienrichter beim Abspiel von Petersen eine vermeintliche Abseitsposition angezeigt (88.). Nach einem Revanchefoul an Sauerberg sah Kastriot Veselaj die Ampelkarte (90.).

„Wir haben gesagt, dass wir wenn wir in die Zweikämpfe kommen und den Willen haben und wir glauben an uns, geht hier was. Obwohl wir die ersten Spiele nicht so gut gespielt haben“, kommentierte VfL-Coach Rolf Marr die Partie.

„Die anderen haben gekämpft. Die haben Gas gegeben und verdient gewonnen. Allerdings muss ich sagen, dass einige Schiedsrichterentscheidungen zum Teil sehr unglücklich gefallen sind. Anderseits muss man sich auch mal wehren, man muss auch mal einfache Bälle unterbringen. Man darf hinten nicht solche Fehler machen, dass sind wirklich Fehler, die nicht sein müssen. Wenn meine Mannschaft ein bisschen drüber nachdenkt, dann weiß sie es auch. Wir sind nicht so stark, wie der Tabellenplatz es aussagt. Wir sind eine Aufstiegsmannschaft, die gegen den Abstieg spielt. Das müssen wir jede Woche neu beweisen“, resümierte SG I-Coach Jens Uwe Schaumann etwas zerknirscht. Am kommenden Sonnabend ist die SG I zu Gast beim SVE Comet Kiel (15 Uhr).

SG: To. Möller – K. Delfskamp, K. Micheel, C. Götz-Smilgies, Seefeldt (55. C. Micheel) – Kock, Mau. Molles, Plöger (65. D. Petersen), H. Möller, M. Petersen (46. K. Veselaj) – F. Navers. Beste Spieler: keiner. Gelb-Rote Karte: (90.) K. Veselaj, wegen wiederholten Foulspiels. Schiedsrichter: Plambeck (TSG Concordia Schönkirchen), befriedigend. Tore: 1:0 (9.) Möller, 1:1 (13.) Jalali, 1:2 (55.) Znaniewicz.

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