Lehrgang im Bujinkan Budo Taijutsu unter der Leitung von Axel Franke durchgeführt – Ende November zum Großmeister

Bushido Fehmarn will Angebot erweitern

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Unter der Leitung von Axel Franke führten die Kämpferinnen und Kämpfer von Bushido Fehmarn einen Lehrgang im Bujinkan Budo Taijutsu (Ninjutsu) durch. ·

Fehmarn - Von Lars BraeschPETERSDORF · Der Verein Bushido Fehmarn möchte sein Angebot erweitern. Dazu gab es am Wochenende einen Lehrgang unter der Leitung von Axel Franke aus Berlin im Bujinkan Budo Taijutsu, im Volksmund auch Ninjutsu, die Kampfkunst der Ninja.

Dr. Masaaki Hatsumi ist Inhaber von neun japanischen Kampfkunstschulen. Er ist nachweislich der letzte noch lebende Ninja-Großmeister. Dr. Hatsumi ist der Nachfolger von Toshitsugu Takamatsu. Kurz vor seinem Tod 1972 ernannte Takamatsu ihn. Aufgrund der Vielzahl und der Komplexität der in den neun Schulen vorkommenden Techniken entschloss sich Dr. Hatsumi, die Techniken nicht getrennt, sondern als Einheit zu lehren.

Zu Ehren seines Lehrers Takamatsu, der nach seinem Tod Bujin („göttlicher Krieger“) genannt wurde, gab er der Kampfkunst den Namen Bujinkan Budo Taijutsu. Dieser Ausdruck bietet mehrere Übersetzungsmöglichkeiten; die allgemeine deutsche Übersetzung für Bujinkan lautet „Haus des göttlichen Kriegers“ (Bu „Krieger“, Jin „Gott“, Kan „Haus“). Budo bedeutet „der Weg des Kriegers“, und Taijutsu steht für „Körpertechnik“.

Das Haupthaus (japanisch hombu dojo) des Bujinkan Dojo mit dem Namen Bujinden ist in Noda bei Tokio. Vereinigungen und Gruppen, in denen Bujinkan Dojo Budo Taijutsu geübt wird, existieren auf der ganzen Welt. Die Zugehörigkeit zum Bujinkan wird durch direkten Kontakt, also Training in Japan bei Dr. Hatsumi, gepflegt.

Weltweit wird in den Bujinkan-Dojo heutzutage ein System aus neun japanischen Kampfkünsten, genannt Schulen oder Traditionen (Ryu-ha), gelehrt. Sechs der Schulen waren Samurai-Schulen, die anderen drei gelten als Schulen der Ninja, daher auch die Bezeichnung Ninjutsu für Bujinkan Budo. Aufgrund der Techniken in den Ninja-Traditionen wird Bujinkan oft mit dem Bild in Verbindung gebracht, wie es durch Hollywoodfilme entstanden ist: schwarz gekleidete Männer, die mit Schwert auf dem Rücken und mit Wurfsternen (Shuriken) verdeckte Missionen ausführen.

„Uns geht es nicht um sportliche Wettkämpfe. Wir betreiben Ninjutsu wegen des besonderen Feelings. In erster Linie geht es um Gesundheit und Überleben“, erläuterte Axel Franke am Rande des Lehrgangs. Franke ist Träger des 11. Dan. 15 Gradierungen gibt es im Bujinkan Budo Taijutsu. Franke darf sich damit Shihan (Lehrmeister, Vorbild) nennen. Bushido-Spartenleiter Jörg König und Axel Franke lernten sich auf einem Lehrgang kennen. „Wir wollen mehr anbieten und breiter werden“, erklärte König. Erstmalig nahmen Teilnehmer aus Oldenburg an dem Lehrgang teil. Gemeinsam mit Franke und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Marcel Assmann, fliegt König Ende Oktober für 14 Tage zum Großmeister Dr. Hatsumi.

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