SG Insel Fehmarn hoffnungslos unterlegen / Gegen Kronshagen mit 1:7 noch gut bedient

Chancenlos

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Simon Meyer (r.) kommt einen Schritt zu spät gegen Luca Bertermann.

Fehmarn – hö – Welch ein Leistungsunterschied. Auf der einen Seite eine chancenlose SG Insel Fehmarn, auf der anderen ein TSV Kronshagen, der nach Belieben agieren und etwas für sein Torverhältnis tun konnte. Das nackte Ergebnis von 1:7 (1:3) spiegelte das Kräfteverhältnis nicht nur auf dem grünen Rasen eindrucksvoll wider. Es ist auch ein Spiegelbild des krassen Leistungsgefälles in der Verbandsliga Ost.

Im Vorwege der Partie hatte SG-Coach Kevin Grapengeter noch gesagt, man müsse auch mal einen Überraschungspunkt holen. Diese Aufforderung hatte sich seine Elf offenbar zu Herzen genommen, denn nach einem guten Spielzug über die linke Seite mit Marcel Molles, der den Ball am Strafraum zu Jonas Kock ablegte, dieser dann mit einem Haken seinen Gegenspieler versetzte und zum 1:0 (2.) einschoss, schien etwas möglich zu sein. Doch diese Hoffnung zerplatzte so schnell wie eine Seifenblase.

Der TSV Kronshagen gab sich unbeeindruckt. Mit unbändiger Offensivkraft wurde die SG-Defensive von einer Verlegenheit in die nächste gebracht. Auf der linken und rechten Abwehrseite hatten Simon Meyer und Keven Delfskamp viel zu oft das Nachsehen, das Abwehrzentrum um Christopher Götz-Smilgies und Klaas Micheel offenbarte ebenfalls viele Lücken. Da die Mittelfeldachse dem Druck der immer wieder nachrückenden Gäste ebenfalls nicht gewachsen war, Zweikämpfe verlor oder diese gar nicht erst suchte, waren Gegentreffer nur eine Frage der Zeit.

Und die war schnell gekommen. Lars Wethgrube (6.) von halblinks, Niklas Zöchling (9.) unbehelligt mit einem Kopfball und Marcus Laubach (23.) von halbrechts ließen mit ihren Treffern erahnen, was auf die SG noch zukommen sollte. Da der TSV aber einen Gang zurückschaltete und die SG sich ein wenig befreien konnte, ohne dabei gefährlich zu werden, blieb es bis zur Pause beim 1:3.

Im zweiten Spielabschnitt waren gerade einmal zehn Sekunden gespielt, da stand es auch schon 1:4. Dem zuvor für den gelb-rot-gefährdeten Christopher Götz-Smilgies eingewechselten A-Jugendlichen Tobias Waldeck misslang ein Rückpass. TSV-Torjäger Rene Behrens (46.) ließ sich nicht zweimal bitten und schon stand es 1:4. Nach diesem Nackenschlag ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Das gelang dann so einigermaßen, da nur noch Thorge Jess (68., 83.) und Jesper Zanoth (89.) für die Gäste trafen. Zweistellig wurde es nicht, weil der TSV viele gute Chancen liegen ließ und SG-Keeper Kevin Heinicke auf der Linie einige Bälle wegfischte.

SG-Coach Kevin Grapengeter will das Spiel nun ganz schnell abhaken. Denn am Sonnabend geht es zum Abstiegsgipfel nach Schinkel. Mit drei Zählern wäre die SG wieder im Rennen, um den direkten Abstieg noch zu vermeiden. Doch dazu bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung.

SG: Heinecke – Meyer, Götz-Smilgies (38. Waldeck), K. Micheel, Delfskamp (73. Grapengeter) – C. Micheel, Severin – Molles, Plöger (67. Scheel), Veselaj – Kock.

Beste Spieler: keine.

Schiedsrichter: Janzen (VfL Schwartbuck), gut.

Tore: 1:0 (2.) Kock, 1:1 (6.) Wethgrube, 1:2 (9.) Zöchling, 1:3 (23.) Laubach, 1:4 (46.) Behrens, 1:5 (68.) und 1:6 (83.) Jess, 1:7 (89.) Zanoth.

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