SVF-Karatesparte trainiert im Freien und bildet eine Multigruppe

Mit Corona kam der Einbruch

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Die SVF-Karatesparte unter der Leitung von Sensei John Brandtner verlegte ihr Training wegen Corona kurzerhand ins Freie.

Fehmarn – Von Lars Braesch Unter der Leitung von John Brandtner hat sich die 2019 gegründete Karatesparte des SV Fehmarn sehr gut entwickelt. Dann kam Corona, und mit der Viruserkrankung ein harter Schlag für die inzwischen vier Gruppen der Kampfsportsparte, die coronabedingt personelle Einbußen hat hinnehmen müssen. Die FT-Redaktion schaute einmal bei einer Open-Air-Trainingsstunde der Kampfsport-Schüler vorbei. Denn: Um trotz aller Auflagen und Einschränkungen weiterhin trainieren zu können, haben John Brandtner und sein Team die Sporteinheiten kurzerhand ins Freie verlegt.

  • Aus vier Gruppen wurde eine Multigruppe
  • Trainingsvideos genutzt
  • Karateschüler sind froh wieder gemeinsam trainieren zu können

„Wir wollten trotz Corona weitermachen und haben einen Notfallplan entwickelt“, erklärte Spartenleiter Brandtner. Durch die Schließung der Großsporthalle hing die Sparte zwischen Tür und Angel. Bisher fand das Training immer im dortigen Gymnastikraum statt.

Kleine Trainingsvideos wurden zunächst auf der Vereinshomepage veröffentlicht (wir berichteten). Dann, nach einer Begehung der Sportanlagen im Gahlendorfer Weg, trainierte die Sparte auf dem Sportplatz der Inselschule.

Nach denSommerferien hofft Brandtner, wieder die „Samurai Kids“ trainieren zu können. Mit dem Karate-Nachwuchs im Alter von vier bis zwölf Jahren hat für Sensei Brandtner alles beim SVF anfangen. Die Zen-Meditation, Karate für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren sowie Karate für Senioren ab 60 Jahren kamen 2019 hinzu. „Aus den vier Gruppen haben wir während Corona eine Multigruppe gemacht, wobei die ‚Samurai Kids‘ in den Sommerferien noch pausieren“, so Brandtner weiter. Gerade die Karateschüler ab 60 gehören während der Corona-Pandemie zur Risikogruppe. „Wir haben es überlebt, weil wir uns bei den Kontakten zurückgehalten haben. Wir haben uns selbst fit gehalten und die Videos von John genutzt“, erklärt Karl-Heinz Gieselmann, der aus Großenbrode ein jedes Mal zum Karatetraining auf die Insel kommt. „Das größte Problem ist derzeit, dass wir die sanitären Anlagen in der Großsporthalle nicht benutzen können. Auch können wir nicht duschen“, beschreibt Sigrid Zorn die Situation auf der Sportanlage im Gahlendorfer Weg. Da die Großsporthalle schulisch genutzt wird, gilt ein anderes Hygienekonzept. Nach FT-Informationen soll die Sperrung der Großsporthalle für Fremdnutzer am kommenden Wochenende aufgehoben werden.

„Wir sind froh, dass wir wieder zusammen trainieren können“, so Bernd Walz, Teilnehmer der Senioren-Gruppe, abschließend.

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