Schiedsrichterausschuss will Projekt „Schiedsrichterpraktikum“ weiter verfolgen

Denkanstöße zur Schiedsrichterneugewinnung

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Dajinder Pabla informierte auf einem Sonder-Lehrabend über das Projekt „Schiedsrichterpraktikum“. Der Kreisschiedsrichterausschuss will das Projekt weiter verfolgen.

OSTHOLSTEIN -t- Nachwuchsprobleme im Schiedsrichterbereich sind kein neues Thema, aber wie soll dem entgegengewirkt werden und wer ist hier überhaupt verantwortlich, etwas dagegen zu unternehmen?

Zu den Anwärterlehrgängen werden viele Interessenten angemeldet, aber nur wenige sind auch nach einem Jahr noch dabei. Um das Thema einmal eingehender zu diskutieren, wurde kürzlich ein Sonder-Lehrabend des Kreisschiedsrichterausschusses Ostholstein (KSA) veranstaltet, zu dem die Vereinsschiedsrichter-Obleute (VSO), aber auch alle anderen Interessierten eingeladen waren. Sascha Gudat, Lehrabendverantwortlicher des KSA, ging zunächst auf das Anforderungsprofil und die Aufgaben des VSO ein.

Neben der Betreuung der Jung-Schiedsrichter und Zusammenarbeit mit den Mentoren und Paten, ist der VSO auch ein wichtiges Bindeglied zwischen den Vereinen und dem KSA. Aber auch für die Gewinnung und das Anwerben von Schiedsrichter-Anwärtern ist er zuständig. Dabei kann der KSA zwar unterstützen, diese Aufgabe aber nicht vollständig übernehmen. Um einen neuen Anreiz bei der Nachwuchsgewinnung zu erhalten, wurden Dajinder Pabla und Vincent Manthey aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde eingeladen, um von ihrem Projekt „Schiedsrichterpraktikum“ zu berichten und es den Anwesenden näher zu bringen. Ihr Motto lautet: „Wir erzählen nicht, warum wir Schiedsrichter geworden sind, sondern warum wir es nach über zehn Jahren immer noch sind.“ Interessenten haben hierbei die Möglichkeit, bevor sie überhaupt einen Lehrgang besuchen, in dieses Hobby reinzuschnuppern. Sie dürfen erfahrene Schiedsrichter bei einem Spiel begleiten, sind über Headset mit ihnen in Verbindung, um während des laufenden Spiels bereits Fragen zu stellen, bekommen Aufgaben und leiten am Ende selber ein Jugendspiel, wieder unter Begleitung und mittels Headset. Damit kann schon vorher getestet werden, ob einem das Pfeifen Spaß bringt und wird nicht gleich nach der Prüfung ins kalte Wasser geschmissen.

Der KSA Ostholstein wird dieses Projekt weiter verfolgen und die Umsetzung im eigenen Kreis in Angriff nehmen, denn ohne Schiedsrichter kann schließlich kein Fußballspiel stattfinden.

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