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Freute sich auf der Ehrenrunde über den Sieg im Großen Preis des Kaufhauses Stolz: Laura Jane Hackbarth und der elfjährige Holsteiner „Carisma“. Das Paar sorgte für die einzige Nullrunde.

Laura Jane Hackbarth gewinnt mit „Carisma“ den Großen Preis des Kaufhauses Stolz

Nur eine fehlerfreie Runde

FEHMARN - Von Lars Braesch Laura Jane Hackbarth hat am Sonntagnachmittag mit dem elfjährigen Holsteiner „Carisma“ den Großen Preis des Kaufhauses Stolz beim Fehmarn-Pferde-Festival gewonnen. Ein Stechen blieb aus, da die für den RV St. Peter-Ording startende Amanzone für die einzige fehlerfreie Runde sorgte.

Auf Platz zwei kam der Vorjahressieger Dirk Ahlmann mit „Calmando“. Ahlmann überquerte in 84,13 Sekunden die Ziellinie. Die erlaubte Zeit für den 475 Meter langen Parcours über 13 Hindernisse mit 16 Sprüngen war von den Richtern Hans-Juergen Lange, Peter-Jürgen Nissen und Peter Schmerling nach dem fünften Starter von 82 auf 84 Sekunden heraufgesetzt worden. Martin Fink landete mit „The Frenchmann“ mit einem Abwurf in der Zeit von 77,68 Sekunden auf Platz drei. Knapp das Treppchen beim Heimspiel verfehlt hat Hans-Thorben Rüder mit „Upsala“. Vier Strafpunkte in einer Zeit von 78,36 Sekunden standen am Ende zu Buche.

„Das Turnier ist jedes Jahr super, deshalb fahre ich jedes Jahr wieder gerne nach Fehmarn. Die Parcours sind immer sehr schwierig gebaut. Deswegen war hier glaube ich auch nur ein Nuller. Dass gerade ich das bin, freut mich umso mehr. Der Parcours war gut für mich gebaut. Die Distanzen waren eher ein bisschen enger. Mein Pferd ist nicht so groß und hat nicht so einen großen Galopp, von daher hatte ich einen kleinen Vorteil“, bilanzierte die Siegerin auf FT-Nachfrage. Seit fünf Jahren hat Hackbarth den Wallach im Besitz von Christine Grün bereits im Beritt. „Carisma ist ein sehr ehrgeiziges Pferd, er kämpft immer mit. Er ist sehr schnell“, so Hackbarth weiter.

Impressionen vom Fehmarn-Pferde-Festival:

Impressionen vom Fehmarn-Pferde-Festival

Impressionen vom Fehmarn-Pferde-Festival © Fehmarn24/Lars Braesch
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Impressionen vom Fehmarn-Pferde-Festival © Fehmarn24/Lars Braesch
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Impressionen vom Fehmarn-Pferde-Festival © Fehmarn24/Lars Braesch
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Impressionen vom Fehmarn-Pferde-Festival © Fehmarn24/Lars Braesch

Die Parcourschefs Joachim Stratmann und Horst Millahn hatten einen anspruchsvollen Parcours gebaut. Der Ire Eoin Ryan probierte es mit „Nelson“ als erster Starter. Bereits am zweiten Hindernis verweigerte „Nelson“.

Mit Jan-Pierre Formberger, Christian Hess, Jesse Luther, Carl-Christian Rahlf, Alejandro Merli Soler und Jan Mevers gaben gleich sechs Starter auf. Nach dreimaligen Ungehorsam war für Charlott Saggau und Holger Pfefferle die Reise zu Ende.

In der Dressur hatte Sven Dapper (RFV Börnsen) mit „Romario“ die Nase vorn. Mit 75,717 Prozentpunkten in der Intermediaire I-Kür holte sich Dapper den Sieg auf Fehmarn. 2015 war Dapper noch Zweiter geworden. Platz zwei ging an Jana Sabel mit „Enjoy“ (69,300). Markus Waterhues (RV Südangeln) holte sich mit „Lorenzio von Nymphenburg“ Platz drei (68,633). Platz vier ging mit Dr. Eva-Maria Junkelmann an eine Reiterin des Fehmarnschen Ringreitervereins.

Inga Czwalina siegt beim Heimspiel

Das Hauptspringen am Sonnabend beim Fehmarn-Pferde-Festival, eine Springprüfung der Klasse S** im Rahmen des Holsteiner Masters 3plus1, wurde erneut zum Heimspiel. Hatte 2015 Petra Rüder mit „Latigo“ die Nase vorn, siegte nun Inga Czwalina vom gastgebenden Fehmarnschen Ringreiterverein (FRRV).

Mit „Silver Surfer“ legte die fehmarnsche Amazone zwei Nullrunden hin. „Da Petra unterwegs mit ihren Kindern war, musste ich das Ding gewinnen“, scherzte die Reiterin am Rande der Siegerehrung. Der neunjährige Holsteiner war auf der Siegerehrung außer Rand und Band, er hätte am liebsten noch einmal den 430 Meter langen Parcours mit zwölf Hindernissen und 15 Sprüngen absolviert. Auf Platz zwei folgte Jule Lüneburg mit „Sternenbanner“. Auch Lüneburg ging fehlerfrei in die Siegerrunde. Platz drei belegte Jesse Luther mit „Quintero Grande“. Luther brachte einen Viertelstrafpunkt wegen Zeitüberschreitung aus dem ersten Umlauf mit. Mit dem Sieg beim Heimspiel hat sich Inga Czwalina für das Finale der Mastersserie auf der Baltic Horse Show in der Kieler Ostseehalle im Oktober (6. bis 9.) qualifiziert. Ein Tourstopp steht in Schenefeld Ende August noch aus. Es fahren die besten 25 Reiter in die Landeshauptstadt.

Das Fohlenchampionat gewann Klaus Behrens junior aus Beschendorf mit einem Stutfohlen aus dem erfolgreichen Holsteiner Stamm 108a. Der Vater ist „Livello“, ein Holsteiner Schimmel-Hengst mit dem der Ire Cameron Hanley 2009 mit der irischen Mannschaft den Nationenpreis in Falsterbo (Schweden) gewann.

Beim Abteilungswettkampf der Reit- und Fahrvereine mussten die Gastgeber den Abteilungen von PS Granderheide den Vortritt lassen. Es siegte die zweite Vertretung vor der ersten Abteilung von Granderheide. Auf Platz drei kam die erste Abteilung des FRRV. Vorgestellt wurde das Team um Astrid Ehler, Julia Marrancone, Nina Weilandt und Nadja Albrecht von Birgit Beck-Broichsitter. Vierter wurde die zweite Abteilung des FRRV. Hier gingen unter der Leitung von Britta Braunert die Reiterinnen Anna Braunert, Marie Sophie Ahrens, Madita Kühlsen und Freya Sophie Langhans an den Start.

Vor der Mega-Party in der Volksbank-Reithalle veranstaltete der FRRV ein Mächtigkeitsspringen, ein sogenanntes SB-Springen. Mit Jasmin Gröner, Jan Grochowski, Johannes Jörke, Jörg Benninghoff und Tim Markus gingen in dieser Prüfung fünf Reiter an den Start. Grochowski sattelte mit „Wild Geron“ und „Corano“ sogar zwei Pferde. Alle Starter schafften es im ersten Durchgang über die Eingangshöhe von 1,60 Meter. Mit „Galileo“ war für Jörke über 1,65 Meter Endstation. Im nächsten Durchgang verweigerte „Wild Geron“ den Sprung über 1,75 Meter. Die Halle stand kopf, als die verbliebenen Starter die Mauer über 1,85 Meter bezwangen. Jasmin Gröner scheiterte mit „Quidditch“ über 1,95 Meter. Benninghoff mit „Hüpen‘s Quidam“, Markus mit „Löwenherz“ und Grochowski mit „Corano“ überwanden auch diese Höhe, sodass die Reiter sich den Sieg teilten.

Beim traditionellen Ringstechen am Freitagabend stachen bei den Kindern Nele Hewald und Franziska Prange jeweils neun Ringe. Mit acht Ringen konnte sich Svane Schwenn bei den Jugendlichen vor Maya Peters (7) und Kalle Carstensen (6) durchsetzen. Auf den weiteren Plätzen folgten Merit Brandt (5), Kristina Asbahr (5) und Isabel Peters (4). Bei den Erwachsenen siegte Nina Weilandt (10) vor Sissy Gesterling (9) und Svenja Widder (8). Die weiteren Plätze belegten Julia Kujaw (8), Katharina Bläsig (7), Maxi Hewald (6) und Elisabeth Hünicke (5).

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