Antunes-Elf dreht Spiel gegen den SV Großenbrode und siegt am Ende mit 4:3 / TSV Westfehmarn fährt morgen zum Gipfeltreffen

TSV entscheidet Derby für sich

+
Henrik Kränzke (m.) wird von Daniel Schierenbeck in dieser Szene zu Fall gebracht. Der TSV Heiligenhafen setzte sich knapp mit 4:3 im Derby gegen den Erzrivalen SV Großenbrode durch.

FEHMARN -nn/lb- In der A-Klasse verlor die SG Insel Fehmarn II bei der SG Baltic mit 0:2 (0:1).

In der 20. Spielminute traf Benjamin Will für die gastgebende SG. Im zweiten Durchgang machte Sven Sommer mit seinem Tor alles klar für die Gastgeber (80.). SG II-Coach Thorsten Langhoff zog ein vernichtendes Fazit: „Wie erwartet können wir gegen Mannschaften, die nicht einmal versuchen, Fußball zu spielen, nicht gewinnen. Körperlich unterlegen, beinahe ängstlich und ohne Einstellung war schnell klar, dass die Punkte beim Gastgeber bleiben. Wir haben keine einzige Torchance herausgespielt und dementsprechend verdient verloren.“

SG II: Utecht – M. Unger, Drews, Jürgens, S. Meyer – Ti. Möller, T. Hünicke, Gimmini, Struck, Scheel – K. Micheel. Eingew.: Rauert, K. Muhl, Schöning. Beste Spieler: Rauert, K. Muhl. Schiedsrichter: Rothe (Sereetzer SV), schwach. Tore: 1:0 (20.) Will, 2:0 (80.) S. Sommer.

Der TSV Heiligenhafen hat für die erlittene Hinspielniederlage erfolgreich Revanche genommen und bezwang den SV Großenbrode mit 4:3 (2:2). Nach der schnellen 2:0-Führung drehten die Gäste die Partie und gingen ihrerseits mit 3:2 in Führung, doch nach diesem Rückstand schlugen die Warderstädter unerbittlich zu, sie erzielten noch zwei Tore zum 4:3 und verließen als Derbysieger den Platz.

Die Hausherren gingen frühzeitig in Führung. Binyam Berhe nahm auf der rechten Außenbahn Daniel Schierenbeck unmittelbar vor der Seitenlinie den Ball ab, er tankte sich durch bis zur Grundlinie und brachte die Lederkugel flach in den SVG-Strafraum. Henrik Kränzke kam herangerauscht, setzte den Ball an den Innenpfosten, von dort überquerte die Lederkugel zum 1:0 die Torlinie (2.). Dann schickte Sören Müller-Gerken Eric Reise auf die Reise, dessen Flanke wurde von der TSV-Abwehr geklärt (9.). Anschließend wurde es Zeit für das nächste Heiligenhafener Tor. Der TSV startete einen Angriff über die linke Außenbahn, Christian Heinritz spielte den Ball weiter auf Binyam Berhe, dieser bediente Hendrik Muuß. Muuß nahm genau Maß und brachte die Lederkugel zum 2:0 im Tor unter (14.). Doch der SVG gab sich nicht auf und kam nach einem Handspiel von Christian Heinritz zu einem Strafstoß. Zudem kam es in dieser Szene noch zu einer längeren Behandlung von Henry Baßmann, der den Platz mit Verdacht auf Bänderriss räumen musste (18.). Der Strafstoß wurde getreten und verwandelt von Felix Severin (20.).

Durch dieses Anschlusstor waren die Grün-Weißen wieder drin im Spiel. Und es sollte für den SVG noch besser kommen. Stürmer Carsten Schmidt wühlte sich durch seine Gegenspieler hindurch und traf zum 2:2-Pausenstand. Beim TSV monierte man, dass Carsten Schmidt bei der Ballmitnahme die Hand zuhilfe genommen haben soll, doch Schiedsrichter Rainer Kempe (RSV Landkirchen), der am Sonntagnachmittag bei einigen Entscheidungen die falsche Wahl traf, sah kein absichtliches Handspiel und gab den Treffer.

Und der SVG legte dem TSV nach dem Wiederanpfiff ein weiteres Ei ins Nest. TSV-Torwart Rene Deutsch ließ den auf sich zulaufenden Carsten Schmidt über die Klinge springen und es gab einen weiteren Strafstoß für den SVG. Wieder trat Felix Severin an und traf zum 2:3 (49.). Auch für den Heiligenhafener Ausgleichtreffer musste ein Elfmeter herhalten. Tim Hoppe und Eike Jappe bearbeiteten gleichzeitig Henrik Kränzke. Kränzke ging zu Boden und es ertönte ein Pfiff. Kempe ließ sich jede Menge Zeit mit seiner Entscheidung. Die da lautete: Strafstoß für den TSV. Jan Aepinus ließ Hoppe im Großenbroder Tor keine Abwehrchance und traf zum 3:3 (58.). Und der Gastgeber legte kurze Zeit später das 4:3 nach. Florian Vesper schickte Lasse Monroy auf die Reise, die Proteste, dass Monroy bei der Ballabgabe im Abseits gestanden haben soll, verhallten ungehört. Monroy setzte sich auf der rechten Seite durch, bediente den völlig ungedeckten Binyam Berhe, der zum 4:3 (60.) einschieben konnte. In der noch verbliebenen Restspielzeit konnten die Großenbroder keinen Torerfolg mehr feiern, sodass der TSV den knappen Erfolg über die Ziellinie brachte.

„Der TSV war in der zweiten Halbzeit das aktivere Team. Wir haben uns sehr gut aus der Affäre gezogen, am Ende fehlte uns die Kraft. Schade, dass einige unglückliche Schiri-Entscheidungen uns um den verdiente Punktgewinn gebracht haben“, konstatierte SVG-Trainer Sören Müller-Gerken.

„Wir haben die drei Punkte nicht unverdient gewonnen“, sagte TSV-Coach „Mecki“ Antunes.

TSV: R. Deutsch – Monroy, Vesper, Baßmann, Pott – Muuß, Heinritz, Aepinus, Kränzke – Berhe, Konrad. Eingew.: Jans, Senger, Heit. Beste Spieler: Vesper, Berhe.

SVG: Hoppe – Durante, Schierenbeck, Jappe, Metzner – Thomm, Müller-Gerken – E. Reise, Severin, Wohnrath – C. Schmidt. Eingew.: E. Doyen, T. Schreiber. Beste Spieler: geschl. Mannschaftsleistung. Schiedsrichter: Kempe (RSV Landkirchen), lag bei einigen Entscheidungen daneben. Tore: 1:0 (2.) Kränzke, 2:0 (14.) Muuß, 2:1 (20./HE) Severin, 2:2 (39.) Schmidt, 2:3 (49./FE) Severin, 3:3 (58./FE) Aepinus, 4:3 (60.) Berhe

Bereits am Donnerstag bezwang die SG Insel Fehmarn III in der B-Klasse zu Hause die SG Göhl/Heringsdorf mit 4:1 (3:0). Gegen die schwach besetzten Gäste erwischten die Hausherren den besseren Start. Zudem musste mit Schafi Azizi einer der besten Gästespieler verletzungsbedingt erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Nach einem tollen Dribbling erzielte Carsten Micheel das 1:0 (22.). Fabian Unger erhöhte auf 2:0 (26.). Dann wurde Fabian Unger nach einem Sprint durch zwei Gästespieler hindurch im Gästestrafraum unsanft mit einem Foul gestoppt. Eiskalt verwandelte Andreas Lüthje den fälligen Foulelfmeter zum 3:0 (43.). In der Halbzeitpause mussten sich die Zuschauer des Spitzenspiels an einem nahegelegenem Kiosk versorgen, da das Sportlerheim in Landkirchen offiziell geschlossen war. Dennoch sei die Versorgung sichergestellt gewesen, erklärte RSV-Vorstandsmitglied Andreas Dose auf FT-Nachfrage.

Auch in der zweiten Halbzeit gaben die Gastgeber den Ton an. Nach einem Querpass von Fabian Unger machte Abraham Fisha mit einem Heber über Gästetorwart Sascha Martin Stephan hinweg das 4:0 (70.). Per Foulelfmeter traf Mark Martel zum Ehrentreffer (77.).

SG III: S. Lüthje – K. Muhl, Schwenn, S. Schulz, T. Maas – C. Micheel, T. Hünicke, A. Lüthje, Dose, B. Scheef – Unger. Eingew.: Höper, Fisha, H. Muhl. Bester Spieler: F. Unger. Schiedsrichter: Perkuhn (SV Großenbrode), sehr gut. Tore: 1:0 (22.) C. Micheel, 2:0 (26.) F. Unger, 3:0 (43./FE) A. Lüthje, 4:0 (70.) Fisha, 4:1 (77.) Martel.

Neudorfer SV tritt zum zweiten Mal nicht an

Kampflos kam die SG Insel Fehmarn IV zu drei Punkten, da der Griebeler SV das Auswärtsspiel auf der Insel am frühen Freitagmorgen absagte. Die Gäste wollten auf den 6. Juni (Mittwoch) verlegen, was die Hausherren jedoch ablehnten. Zum zweiten Mal in dieser Saison trat der Neudorfer SV nicht an. So kam die SG Göhl/Heringsdorf am Sonntag kampflos zu drei Punkten.

C-Klassenspitzenreiter TSV Westfehmarn bezwang die SpVgg. Putlos III mit 3:0 (3:0). West genügte dabei eine gute Halbzeit. Im zweiten Abschnitt wurden die Kräfte geschont. Mit einem Doppelpack stellte Floridon Rexhaj auf 2:0 (2., 13.). Saleh Dahesh traf zum 3:0 (20.). West-Keeper Mirco Brandt verletzte sich am Sonntag, Dahesh ging angeschlagen in die Partie. Beide Spieler drohen für das morgige Gipfeltreffen beim Grammdorfer SV auszufallen (19.30 Uhr).

Auch der FC Riepsdorf II trat bei der SG Insel Fehmarn V nicht an. Bei der Abfahrt gegen 12.15 Uhr am Sonnabend standen den Gästen plötzlich nur noch sieben Spieler zur Verfügung. Einer kurzfristigen Verlegung stimmte die SG V nicht zu und nahm den Sieg am Grünen Tisch mit.

Beim Grammdorfer SV verlor der SV Großenbrode II am Freitagabend knapp mit 3:4 (1:3). Marvin Evers (19.) und Andre Mill (22.) schossen die Gastgeber in Führung. Kurz vor der Pause verkürzte Michael Press auf 1:2 per Foulelfmeter (42.). Mit einem Doppelschlag im zweiten Durchgang glich Mario Kraus aus (47., 60.). Evers schoss schließlich den umjubelten Siegtreffer (62.).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.