+
Während Christian Höft (l.) in Reihen der SG spielentscheidende Akzente setzte, blieb der Ex-Fehmaraner Fabian Plöger (r.) bei den Gästen unauffällig

Insel Fehmarn I 3:1 gegen Gremersdorf

Erfahrung macht den Unterschied

FEHMARN - Von Andreas Höppner Schön war es nicht, doch am Ende zählten für die SG Insel Fehmarn I beim 3:1 (0:0)-Erfolg über Kreisliga-Aufsteiger TSV Gremersdorf nur die Punkte. SG-Coach Wolfgang Ruge sprach von einem Arbeitssieg, während sein Gegenüber André Hack die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand. Nur allzu gerne hätte er von der Insel, wo er bis zur letzten Saison selbst Trainer war, etwas Zählbares mitgenommen, doch seinem engagiert auftretenden Team fehlte es letztendlich an der nötigen Erfahrung.

Diese konnte in Reihen der SG vor allem Christian Höft aufweisen und diese mit zwei Treffern spielentscheidend nutzen. Zudem hatte Ruge mit der Einwechslung von Matthias Jährig und Lasse Brandt ein glückliches Händchen bewiesen. Es waren eigentlich die letzten Trümpfe, die der personell arg gebeutelte Gastgeber noch im Ärmel hatte, um eine bis weit in die zweite Hälfte hinein höchst chancenarme Partie doch noch in erfolgreiche Bahnen zu lenken.

In den ersten 45 Minuten gab es insgesamt nur zwei gute Einschussgelegenheiten. Die erste aufseiten der Platzherren, als Dennis Petersen sich über links im TSV-Strafraum durchsetzte und zurückspielte auf Hendrik Möller (3.), der aus zehn Metern Torentfernung ganz knapp verzog. Die zweite aufseiten der Gäste, bei denen Damian Sawa (5.) frei zum Schuss kam, doch SG-Keeper Florian Nietmann reaktionsschnell parierte. Dann war in beiden Strafräumen lange Zeit Sendepause. Bei den Gastgebern, die neben zahlreichen anderen Ausfällen kurzfristig auch noch auf ihren erkrankten Torjäger Peter Minch verzichten mussten, hing die einzige Spitze Fabian Unger völlig in der Luft. Aus dem Mittelfeld kamen nur selten Impulse. Der TSV hatte zumindest läuferisch ein Übergewicht und mehr Ballbesitz, brachte aber auch nichts Überraschendes zustande, sodass der schnelle Damian Sawa und der kopfballstarke Rune Jäkel gegen die Micheel-Connection im SG-Abwehrzentrum nicht zum Zug kamen. Im Notfall war ja noch Christian Höft da, der gefühlt wohl seit einem Jahrzehnt kein Kopfballduell mehr verloren hat.

Brandt und Jährig bringen Leben ins Spiel

Im zweiten Spielabschnitt startete die SG wieder furios, als Fabian Unger (47.) nach einem Fehler von Maximilian Bormann frei zum Schuss kam, doch am fehlerfreien TSV-Torhüter Nils Haltermann scheiterte. Anschließend passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel, ehe sich die Einwechslungen von Lasse Brandt und Matthias Jährig bemerkbar machten. Plötzlich war Leben in der Bude. Lasse Brandt (64.) mit einem Flugkopfball, den Haltermann mit einer sensationellen Parade von der Torlinie holte, dann ein Fernschuss von Gunnar Hünicke (65.), der knapp am Pfosten vorbeiging, und eine Rettungstat von Christopher Haase gegen den einschussbereiten Dennis Petersen (66.). Die SG-Führung lag in der Luft, doch bezeichnend war, dass schließlich Routinier Christian Höft (71.) nach Vorarbeit von Dennis Petersen das erlösende 1:0 glückte. Der Aufsteiger, keinesfalls geschockt, antwortete prompt. Michel Rüddiger (75.) stand nach einem Freistoß völlig blank im SG-Strafraum und netzte aus spitzem Winkel zum 1:1 ein.

Sollte es noch einmal eng werden für die SG ? Nein, denn nach einem glasklaren Foulspiel von Maximilian Bormann an Dennis Petersen gab‘s Strafstoß. Diesen verwandelte Lasse Brandt (78.) eiskalt zum 2:1. Auch Gästecoach André Hack wechselte noch einmal und verstärkte die Offensive, doch schlug sich dies überhaupt nicht nieder. Vielmehr machte die Ruge-Elf mit einem Konter alles klar, als Hendrik Möller auf Christian Höft (87.) spielte und dieser Haltermann, der die Finger noch am Ball hatte, mit einem Heber zum 3:1 überwand.

Das war‘s fast. Nietmann (89.) konnte sich noch einmal bei einem Kopfball von Rune Jäkel auszeichnen, während Sawa (91.) nach einem Konter nur das Außennetz traf. SG-Coach Wolfgang Ruge war nach Spielschluss erleichtert: „Wir haben uns schwergetan, letztendlich war es ein Arbeitssieg.“ TSV-Trainer André Hack meinte: „Das ist der Unterschied, wenn du oben stehst, gehen die Dinger rein.“ Seiner jungen Mannschaft wollte er keinen Vorwurf machen. „Hier muss man nicht gewinnen, viel wichtiger ist die nächste Woche gegen Strand II“, blickte er voraus.

SG I: Nietmann – Götz-Smilgies, C. Micheel, K. Micheel, T. Hünicke (53. Brandt) – Höft, Harländer – Petersen, Möller, G. Hünicke – Unger (63. Jährig). Beste Spieler:  Höft, C. Micheel, Nietmann.

TSV: Haltermann – Uhtenwoldt, Bormann, Schlüter (83. Liebrecht), Haase – Rüddiger, Piegenschke (90 Lamp), Plöger (68. Kunkel), Reise – Jäkel, Sawa. Beste Spieler:  Haltermann, Reise. Schiedsrichter: Brückel (TSV Lensahn), gut. Tore: 1:0 (71.) Höft, 1:1 (75.) Rüddiger, 2:1 (78./FE) Brandt, 3:1 (87.) Höft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.