Holstein Kiel geht bei der 1:2-Niederlage erstmals in der Saison zu Hause leer aus

Gleich doppelt verloren

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Da war die Welt für wenige Minuten wieder in Ordnung: Janni Serra schießt den Ausgleich.

KIEL -dpa- Holstein Kiel hat mit dem 1:2 gegen Arminia Bielefeld den Heimnimbus verloren und vorerst auch den Kontakt zur Spitze in der 2. Fußballbundesliga. Die Chefetage war mächtig sauer. Gegen den HSV soll am Sonntag (23. Dezember) Wiedergutmachung und ein versöhnlicher Abschluss eines furiosen Jahres her.

Ausgerechnet eine gute Woche vor dem Fest hängt der Haussegen bei Holstein Kiel schief. Die Chefetage ging mit ihren Fußballprofis nach der 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld öffentlich so hart ins Gericht wie noch nie in dieser Saison. „Wenn ich ein Spiel verliere, weil ich nicht alles investiere, dann ist das schlecht“, schimpfte Trainer Tim Walter. „Die Mannschaft hat heute nicht auf dem Platz für den Sieg gelebt“, kritisierte Sportdirektor Fabian Wohlgemuth.

Die erste Niederlage nach einer Serie von sieben Siegen ließ die Störche den erkämpften Kontakt zu den Aufstiegsplätzen wieder verlieren. Das wäre noch zu verschmerzen, was aber wehtat, war die Art und Weise, wie die Heimpleite zustande kam. Beim 0:1 (34. Minute) ließ Bielefelds Torjäger Fabian Klos den Kieler Abwehrchef Hauke Wahl ziemlich alt aussehen.

Und als die 8904 Zuschauern im Holstein-Stadion nach dem Ausgleich von U21-Nationalspieler Janni Serra in der 73. Minute noch auf ein versöhnliches Ende hofften, machte eine Schaltpause in der Hintermannschaft dies zunichte. Beim Siegtreffer (81.) von Arminias Kapitän Julian Börner schauten Wahl und seine Nebenleute nur zu. „Leider pennen wir bei einem Standard, nicht zum ersten Mal in dieser Saison“, sagte Verteidiger Johannes van den Bergh. Da konnte einem der bärenstarke Torhüter Kenneth Kronholm, der die Seinen mit einigen Glanztaten im Spiel gehalten hatte, nur leidtun.

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