Müller-Gerken-Elf spielt am Ende 3:3 gegen die Bujendorfer Spielvereinigung

SV Großenbrode beweist nach 1:3-Rückstand Moral

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SVG-Kapitän Tobias Schreiber (r.) im Zweikampf mit Gästekapitän Stefan Schmeisser. Der SVG holte gegen die Bujendorfer Spielvereinigung nach einem 1:3-Rückstand noch in Unterzahl ein 3:3.

GROSSENBRODE - Von Normen Noffke Der SV Großenbrode und die Bujendorfer SpVg. trennten sich mit einem leistungsgerechten 3:3 (1:1). In dieser Begegnung bewiesen die Gastgeber Moral, die nach der Ampelkarte gegen Eric Reise eine gute halbe Stunde in Unterzahl spielen mussten. Dazu kommt noch die Tatsache, dass der SVG noch einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand wettmachte.

Die Partie kam nur langsam in die Gänge, beide Teams brauchten eine gewisse Zeit, um sich abzutasten. Vor dem SVG-Tor wurde es in der 20. Minute erstmalig gefährlich, als Jens-Ole Schröder nach einer gefühlvollen Flanke von Stefan Suxdorf den Ball unbedrängt per Kopfstoß neben das Tor setzte. Danach blockte Chris Möhlmann einen Schuss von Tim Marckmann mit dem Rücken ab und lenkte den Ball zur Ecke (25.). In der 27. Minute hatte der SVG seine erste Torchance zu verzeichnen. Eike Doyen prüfte mit einem Schuss die Reaktionsfähigkeit von Gästekeeper Tim Wiechmann (27.). Danach war es erneut Jens-Ole Schröder, der den Ball von der halblinken Seite am Tor des SV Großenbrode vorbeischoss (30.). Nachdem Eike Doyen die Kugel an das Außennetz setzte (36.), war es Zeit für die 0:1-Gästeführung, die Lukas Krause erzielte (40.). Doch die Grün-Weißen schlugen prompt zurück. Einen Schuss des stark spielenden Oliver Schulz konnte Gästekeeper Wiechmann nur nach vorne abklatschen, Eric Reise war zur Stelle und murmelte den Ball zum 1:1 über die Linie (41.). Mit dem Spielstand von 1:1 ging es dann zum Pausentee.

Nach dem Wiederbeginn hätte der SVG eigentlich den Führungstreffer erzielen müssen. Eike Doyen nagelte den Ball an den Pfosten, den Abpraller setzte Felix Severin dann an die Latte (50.). Und wer vorne die Tore nicht macht, der bekommt hinten einen eingeschenkt. So kam es dann auch, als sich SVG-Torhüter Michael Klaus und Benedict Köhler uneinig präsentierten bei einem Klärungsversuch. Sie standen sich gegenseitig im Weg, Nutznießer dieser Aktion war Jens-Ole Schröder, der den Ball gefühlvoll über Klaus und Köhler zum 1:2 ins Netz lupfte (55.). Keine drei Minuten später fiel das 1:3. Joshua Holtz vernaschte die komplette SVG-Abwehr und schloss seinen Alleingang mit dem 1:3 (58.) ab. Doch die Grün-Weißen schlugen postwendend zurück. Direkt vom Anstoß heraus brachte Felix Severin den Ball zum 2:3 (59.) im Bujendorfer Tor unter. Severin sah, dass Torhüter Wiechmann zu weit vor seinem Tor stand und überlistete ihn mit einem Heber von der Mittellinie. Kurz darauf mussten die Grün-Weißen einen Platzverweis hinnehmen. Es traf Eric Reise, der sich auf eine nicht enden wollende Diskussion mit dem Schiedsrichter einließ. Erst gab es die Gelbe Karte für Reise, der weiterhin Gesprächsbedarf mit dem Schiri anmeldete, bis es dem Referee zu bunt wurde und er Reise mittels der Ampelkarte des Feldes verwies (63.). In Unterzahl mobilisierten die Grün-Weißen die letzten Kräfte und drängten auf den Ausgleichstreffer. In der 84. Minute fiel dann das 3:3, Eike Doyen schlenzte den Ball von der Strafraumlinie ins Tor. Weitere Möglichkeiten hatten noch Oliver Schulz, dessen Schuss knapp am Tor vorbeiflog (87.). Und René Wohnrath, der nach einer maßgerechten Flanke von Tobias Schreiber den Ball per Kopf knapp neben den Pfosten setzte (92.).

„Ich sehe das 3:3 als gerechtes Ergebnis an. Ein Lob an meine Mannschaft, die sich noch nach dem 1:3 zurückgekämpft hat. Man hat gesehen, dass wir immer für ein kurioses Gegentor zu haben sind, das begleitet uns schon durch die gesamte Spielzeit. Ärgerlich waren auch die Treffer an den Pfosten und an die Latte“, sagte Trainer Sören Müller-Gerken nach dem Abpfiff.

SVG: Klaus – Möhlmann, Köhler, Schwarz, Fiedler – T. Schreiber, Metzner – O. Schulz, Severin, E. Doyen – E. Reise. Eingew.: Simonsen, Kardel, Wohnrath. Beste Spieler: geschl. Mannschaftsleistung. Gelb-Rote Karte: (63.) Reise (SVG), wg. Reklamierens. Schiedsrichter: Gosselk (Bosauer SV), zu großzügig, er ließ viele Foulspiele ungeahndet. Tore: 0:1 (40.) Krause, 1:1 (41.) Reise, 1:2 (55.) Schröder, 1:3 (58.) Holtz, 2:3 (59.) Severin, 3:3 (84.) Doyen.

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