SVF-Innenverteidiger Michael Koppensteiner (l.) konnte den Sereetzer Stürmer Benedikt Diekert nicht halten und verschuldete außerdem den Elfmeter zum 0:1.

0:6 gegen starke Sereetzer – Schaumanns Spieler indisponiert und überfordert

Das war inakzeptabel, SVF!

Von Heiko WittBURG • Der SV Fehmarn hat sich der Lächerlichkeit preisgegeben: Mit einer inakzeptablen Leistung verloren die Burger die Nachholpartie gegen den SV Sereetz 0:6 (0:3). Wann gab es zuletzt eine solche Heimspielschmach?

Am Ostermontag gab’s einen Vorgeschmack darauf, was dem SVF in der nächsten Saison blüht, sollte er den Spielerabgängen keine Neuzugänge entgegenstellen können. Das Schaumann-Team spielt in der selben Liga mit dem SV Sereetz, doch es waren zwei Klassen Unterschied. Das war Kreisliga gegen Bezirksoberliga.

Dass regelmäßig ein halbes Dutzend Spieler fehlen, kann keine Ausrede sein, am Montag versagten die Spieler auf dem Platz. Sereetz ist auch ohne seine angeschlagenen Jungstürmer Ramm und Rockel enorm offensivstark, doch eine Gegenwehr war nicht vorhanden. Trainer Jens-Uwe Schaumann sprach von einem „mädchenhaften Verhalten“ bei den Gegentoren. Einige Spieler wirkten indisponiert, andere total überfordert.

Auf dem holprigen Boden begann das Unglück nach drei Minuten, als SVF-Verteidiger Michael Koppensteiner im Strafraum Behnke regelwidrig in die Parade fuhr. Mielke verwandelte den Elfer. Schnell folgte das 0:2 durch einen Kopfball von Benedikt Diekert nach Blechenberg-Flanke (10.). Tarek Hepp erzielte das 0:3 aus zehn Metern (21.).

Die zweite Hälfte begann der SVF mit nur zehn Mann, weil Fabian Unger nach einem Schwindelanfall in der Kabine geblieben war und es Kommunikationsprobleme beim Auswechseln gab. Trainer Schaumann war vorsorglich mit in der Kabine geblieben. Erst nach dem 0:4 – Hepp köpfte vor dem zu unentschlossenen Torwart Florian Koehn ein (48.) – kam Breuhahn ‘rein.

Sereetz ließ es nach dem Spitzenspiel vom Samstag gegen Wahlstedt (1:0) etwas ruhiger angehen und kam nur noch zu den Toren zum 5:0 durch Diekert nach Blechenberg-Freistoß (64.) und 6:0 durch einen schönen Lupfer des technisch überragenden Blechenberg, nachdem SVF-Kapitän Jürgen Rauert sich bei der Hereingabe verschätzt hatte (81.).

SVF: Koehn – Schuwirt, Koppensteiner, D. Ackermann, Hinz – Rauert, R. Ackermann – L. Konrad, Unger (46. ‘raus, 50. Breuhahn), Huber – Görl (90. Warner). Beste Spieler: absolut keine. Schiedsrichter: Siemers (TSV Schönwalde), gut.

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