Jan-Hendrik Seefeldt (r.) im Zweikampf mit Dennis Akkus. Die SG I verlor am Ende mit 2:6 in Schinkel.

Auftakt in der Verbandsliga geht gewaltig in die Hose: 2:6-Niederlage beim 1. FC Schinkel / Am Mittwoch kommt Wentorf

SG Insel Fehmarn porös wie Luftschokolade

FEHMARN -hö- Jahrelang hat die SG Insel Fehmarn vom Aufstieg geträumt, vor drei Monaten hat sie ihn endlich perfekt gemacht. Doch im ersten Spiel in der Verbandsliga Ost gab’s am Nord-Ostsee-Kanal gleich die große Ernüchterung. 2:6 (1:3) beim 1. FC Schinkel. Zugegeben, im Vorfeld waren die Erwartungen nicht besonders groß. Das Team der SG ist jung und vor allem neu formiert, doch in einigen Bereichen waren die Defizite offenkundig

Große Sorgen bereitete vor allem im ersten Spielabschnitt die linke Seite der SG. Nach hinten war sie so porös wie Luftschokolade. Die in der Vorwärtsbewegung technisch gut kombinierenden Gastgeber schafften es immer wieder, sich über ihre rechte Angriffsseite durchzusetzen und für Gefahr zu sorgen im SG-Strafraum. Schon in der 8. Minute war es um die SG geschehen. Metin Bozan hatte leichtes Spiel gegen Jan-Hendrik Seefeldt und Premton Jasari drückte die Hereingabe am Fünfer zum 1:0 ein. Lasse Delfskamp und Keeper Tobias Möller hatten das Nachsehen. Bei den Gästen dauerte es, bis sich vorne mal etwas tat. Bei ersten Eckbällen (19., 24.) zeigte sich schon die Anfälligkeit der Hintermannschaft der Gastgeber. Jubeln durfte die Schaumann-Elf aber erst, als Hendrik Möller nachsetzte, den in der Mitte lauernden Finn Navers bediente und dieser den überraschenden Ausgleich erzielte (32.). Doch prompt kam die Ernüchterung. Dennis Akkus und Metin Bozan kombinierten auf der Luftschokoladenseite der SG und Jasari (34.) bedankte sich mit dem 2:1. Kurz vor der Pause dann noch ein Pass in die Tiefe auf Bozan (43.), der Tobi Möller ausguckte und zum 3:1 einschob.

In der Pause stellte Coach Jens Uwe Schaumann um, brachte Klaas Micheel für Seefeldt und setzte Delfskamp auf die linke Abwehrseite. Vorne agierten Kastriot Veselaj und Finn Navers offensiver, Maurice Molles etwas zurückgezogener. Nachdem ein feiner Fallrückzieher von Süleymann Kavak (47.) nur an den Querbalken geklatscht war und Metin Bozan (57.) den vierten Schinkeler Treffer verpasst hatten, befreite sich die SG. Nach einem Vorstoß von Kevin Grapengeter, dessen Hereingabe Schinkel-Keeper Gutsmann abprallen ließ und Finn Navers (60.) zum 3:2 abstaubte, keimte wieder Hoffnung auf. Bei Schinkel klappte nichts mehr, die SG übernahm das Kommando. In der Spitze war es aber einfach nicht zwingend genug, um die unsichere Abwehr der Gastgeber ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Es bedurfte schließlich eines Glücksschusses von Jasari (78.), der den Ball aus 40 Metern in den Strafraum trat, die Lederkugel immer länger wurde und hinter Möller im langen Eck zum 4:2 einschlug, um die Hoffnungen der SG auf einen Punktgewinn zu begraben. In der Schlussphase wurde es dann noch deutlich. Süleymann Kavak (81.) und Arber Azemi (87.) machten das halbe Dutzend voll und den verdienten Sieg perfekt. SG-Coach Jens Uwe Schaumann war nach Spielschluss enttäuscht, stellte aber die positiven Dinge heraus: „Wir haben viele gute Sachen gemacht, besonders in der zweiten Halbzeit. Wir haben aber mindestens drei bis vier Tore zugelassen, die so nicht passieren dürfen.“ Bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) geht es für die SG weiter gegen den TSV Wentorf. Schaumann hofft darauf, vielleicht Peter Minch und Carsten Micheel zur Verfügung zu haben – etwas mehr Routine täte der SG auch gut.

SG: T. Möller – Seefeldt (46. K. Micheel), Götz-Smilgies, Grapengeter, Delfskamp – M. Petersen, Kock – Navers, H. Möller, Veselaj – Molles (63. Struck). Beste Spieler: Grapengeter, H. Möller, Delfskamp (2. Hz.). Schiedsrichter: Lisiak (SV Friedrichsort), gut. Tore: 1:0 (8.) Jasari, 1:1 (32.) Navers, 2:1 (34.) Jasari, 3:1 (43.) Bozan, 3:2 (60.) Navers, 4:2 (77.) Jasari, 5:2 (81.) Kavak, 6:2 (87.) Azemi.

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