Maya Kowa auf ihrem Kiteboard
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Maya Kowa geht für den Kitesurf Club Deutschland an den Start. Ihr großes Ziel ist Olympia 2028.

Crowfounding-Aktion gestartet

Junge Kiter träumen von Olympia

  • Lars Braesch
    VonLars Braesch
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Zwei Talente des auf Fehmarn ansässigen Kitesurf Club Deutschland träumen von Olympia. Es wurde eine Crowfounding-Aktion gestartet, um die Teilnahme an den Jugendweltmeisterschaften stemmen zu können.

  • 11500 Euro sollen innerhalb von 30 Tage zusammen kommen.
  • Kiter konnten sich dank Corona nicht auf relevanten Wettbewerben präsentieren.
  • Wird die Spendensumme nicht erreicht kriegen alle Spender ihr Geld zurück.

Fehmarn – Zwei hoffnungsvolle Talente hat der auf Fehmarn ansässige Kitesurf Club Deutschland mit Maya Kowa (19) und Kent Fassbender (16) in seinen Reihen. Beide Kiter träumen von Olympia. „Bis dahin ist es noch ein weiter Weg“, erläuterte der 1. Vorsitzende Detlef Groebert gegenüber dem FT.

Zunächst müssten es beide in den Nachwuchskader 1 oder 2 des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) schaffen. Auf dem Weg zum Kaderathleten werden die Kiter kaum finanziell unterstützt. Reisen zu internationalen Kite-Events sowie Trainingslager müssen überwiegend selbst finanziert werden.

Das Geld wollen wir für die Teilnahme an den Jugendweltmeisterschaften vom 13. bis 23. Mai 2022 auf Sardinien und einem Trainingslager auf Mallorca vom 8. bis 18. April verwenden

Detlef Groebert, 1. Vorsitzender des Kitesurf Clubs Deutschland

Am Sonnabend hat der 1. Vorsitzende auf der Internetplattform toyota-crowd.de/kitefoiljugend eine sogenannte Crowdfunding-Aktion (digitale Spendensammlung) gestartet. Innerhalb von 30 Tagen werden 11500 Euro benötigt. „Das Geld wollen wir für die Teilnahme an den Jugendweltmeisterschaften vom 13. bis 23. Mai 2022 auf Sardinien und einem Trainingslager auf Mallorca vom 8. bis 18. April verwenden“, erklärte Groebert weiter. 

Die Corona-Pandemie machte beiden Kitern einen Strich durch die Rechnung, sich bei relevanten Wettbewerben zu präsentieren. „Mit zwölf Jahren hat Maya mit dem Kiten angefangen. Im Segelinternat in Kiel hat sie gerade ihr Abitur gemacht. Durch Corona durfte Maya nirgendwo starten“, so der 1. Vorsitzende, der gleichzeitig für beide Wassersportler als Trainer agiert. Es gäbe zudem extrem wenige Frauen in der Kiteszene. „Ebenfalls wurden die Jugendklassen international angepasst. Bis U-21 kann man nun bei der Jugend mitfahren“, erläuterte Groebert weiter. Somit habe Maya Kowa bessere Chancen. 

Auch möchte Kent Fassbender zu Olympia 2028.

Über das Kite-Buggy-Fahren fand Kent Fassbender den Weg zum Kitesurfen. Sein Vater Tom ist Schatzmeister beim Kitesurf Club Deutschland. Beide sind somit wie auch Maya Kowa, die eine Sondergenehmigung von ihren Eltern erhielt, Gründungsmitglieder.

Wir müssen die Jugendlichen in die Stukturen reinbringen

Detlef Groebert, 1. Vorsitzender des Kitesurf Clubs Deutschland

„Wir müssen die Jugendlichen in die Stukturen reinbringen“, meint Detlef Groebert. Der Landeskader bildet die erste überregionale Stufe. Der Nachwuchskader 2 (NK 2) ist ein Landeskader, für den der DSV zentrale Maßnahmen plant und durchführt. Der NK 2 bildet die Schnittstelle zwischen der Landesebene und der nationalen Ebene. Im Nachwuchskader 1 (NK 1) werden Wassersportler vom Bundestrainer der jeweiligen Disziplin betreut, die eine mittel- bis langfristige Perspektive auf internationale Spitzenleistungen haben. Der NK 1 ist der erste Kader auf nationaler Ebene. Kiter, die ein Entwicklungspotenzial auf mittelfristige Spitzenleistungen haben, gehören dem sogenannten Perpektivkader (PK) an. Der Trainings- und Wettkampfaufbau sind auf Erfolge im kommenden olympischen Zyklus ausgerichtet. 

Der Olympia-Kader (OK) ist der Spitzenkader des DSV. Er umfasst alle olympischen Klassen. Bedingung für die Aufnahme in diesen Kader ist ein Erreichen von Platz 1 bis 8 bei Olympischen Spielen oder bei Weltmeisterschaften. „Als Kaderathlet haben beide mehr Möglichkeiten“, räumte der 1. Vorsitzende ein. 

Kitefoil Racing bei der Jugend schon längst olympisch

Bei der Jugend ist das Kitefoil Racing schon längst olympisch. In Buenos Aires 2018 trainierte Detlef Groebert Alina Kornelli, die nun 2024 in Paris für Österreich an den Start gehen wird. Die Groebert-Schützlinge peilen eine Teilnahme 2028 in Los Angeles an. 

Sollte die Spendensumme von 11500 Euro nicht erreicht werden, erhalten alle Spender ihr Geld zurück. Ebenfalls können die Spender auf der Internetplattform Prämien wählen. Für eine Spende von 500 Euro wird ein Kitesurfkurs zur Verfügung gestellt. Für zehn wird der Spender auf einer Tafel namentlich erwähnt.

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