Tour abgesagt / TSF steht hinter der Entscheidung des Verbandes / „Sicherheit oberste Priorität“

Kein Profi-Beachvolleyball auf Fehmarn

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Auf packende Duelle im Sand werden die Beachvolleyballfans in diesem Sommer verzichten müssen

Fehmarn –mb- Corona legt lahm. Nun hat es auch die Techniker Beach Tour, Europas größte nationale Beachvolleyball-Serie, erwischt. Dies haben der Deutsche Volleyball-Verband (DVV), die Ausrichter-Agentur und die Hauptsponsoren am Dienstag gemeinsam entschieden.

  • Aufgrund von Corona wurde die Techniker Beach Tour abgesagt
  • Durch die Absage kein Tourstopp auf Fehmarn
  • Deutsche Beachvolleyball-Meisterschaften in Timmendorfer Strand sollen stattfinden

Besonders bitter ist dies für Fehmarn. Erst im letzten Jahr waren die Profi-Volleyballer nach neunjähriger Abstinenz an den Südstrand zurückgekehrt, um ein furioses Comeback hinzulegen. In diesem Jahr sollte Fehmarn vom 7. bis 9. August zum Beachvolleyball-Hotspot werden. „Die Vorfreude auf spannende Duelle, großartige Stimmung und erstklassigen Sport war groß“, spricht Julia Behrend, Veranstaltungsleiterin beim Tourismus-Service Fehmarn (TSF). Allerdings müssten jetzt Entscheidungen getroffen und Verantwortung übernommen werden. „Sicherheit hat oberste Priorität. Wir freuen uns, wenn der Sand am Südstrand dann vielleicht nächstes Jahr aufgewirbelt wird“, so Behrend.

„Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und wollen mit dieser Entscheidung auch zu einer Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus beitragen“, kommentierte DVV-Präsident René Hecht die Entscheidung. Letztendlich hätten mehrere Faktoren zu diesem Schritt geführt. Planungen sowie die Beauftragung von Dienstleistern für sämtliche Organisationsbereiche müssten jetzt erfolgen, dies sei durch die große Ungewissheit momentan nicht möglich. „Aktuell gibt es keine verlässlichen Informationen“, so Hecht. Zudem lebe die Tour von oftmals mehr als 20000 Zuschauern an einem Wochenende.

Tourismusdirektor Oliver Behncke: „Wir stehen hinter der Entscheidung des Deutschen Volleyball-Verbandes, der zum jetzigen Zeitpunkt handeln musste.“ Behncke sprach von einer „großen Verantwortung“, die man habe. Wichtig sei, in dieser Lage zusammenzuhalten. Dennoch hoffe Behncke, dass „wir in Zukunft die gesamte nationale Beachvolleyball-Elite wieder auf der Sonneninsel Fehmarn begrüßen dürfen“. Noch nicht in Gefahr sind die deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften (3. bis 6. September) in Timmendorfer Strand.

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