SG Insel Fehmarn verspielt gegen OSV II fast eine 3:0-Führung / „Nicht unser Anspruch“

Mit Ach und Krach Sieg gerettet

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Jan-Hendrik Seefeldt erzielt hier das 1:0 für die SG Insel. Julian Kuschel (r.) kann nicht mehr eingreifen.

Fehmarn –ra– Die SG Insel Fehmarn hat gegen den Oldenburger SV II am Sonnabendnachmittag bei schönstem Sommerwetter dreifach gepunktet – das war aber auch schon die beste Nachricht des Tages. Ein unerklärlicher Leistungseinbruch im zweiten Durchgang sorgte dafür, dass die Elf von Coach Daniel Ackermann einen 3:0-Vorsprung noch fast verspielt hätte und am Ende einen 3:2-Erfolg über die Ziellinie rettete.

Die Partie ging richtig gut los für die Hausherren, die dominant auftraten. Während die Oldenburger nach einem Freistoßpfiff noch Diskussionsbedarf hatten, schaltete René Gimmini blitzschnell und passte auf Jan-Hendrik Seefeldt, der aus 15 Metern abzog und OSV II-Torwart Mike Benecke mit einem strammen Schuss keine Chance ließ (6.). Fortan war die SG weiterhin spielbestimmend und belohnte sich nur vier Minuten später mit dem Treffer zum 2:0. Seefeldt zog nahezu aus identischer Position ab und ließ erneut Benecke keine Chance, den platzierten Schuss zu parieren (10.).

Es lief wie am Schnürchen für die Fehmaraner, die zu weiteren guten Möglichkeiten kamen und in der Defensive nichts anbrennen ließen. Der OSV II tat sich gegen einen kompakt stehenden Gegner sehr schwer, was aber nicht zuletzt auch an der angespannten Personalsituation bei den Gästen lag. Während Tjelk Jacob einen Schuss nur knapp neben das Tor setzte (24.) verwertete Gimmini eine Seefeldt-Hereingabe mustergültig zum 3:0. OSV-Verteidiger Julian Kuschel bugsierte die Kugel beim Rettungsversuch schließlich über die Torlinie.

Die einzige gute Möglichkeit auf den Anschlusstreffer vergab Simon Schmidt nach einem Eckball in der 30. Minute. Bei der SG hätten Keven Delfskamp, Sven Ove Westphal und Fabian Plöger noch vor der Pause das 4:0 erzielen können.

Die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs plätscherten vor sich hin, doch was in der Folgezeit passierte, bescherte SG-Trainer Daniel Ackermann eine schlaflose Nacht. „Wir haben schlichtweg unsere Aufgaben nicht mehr wahrgenommen, die Spieler standen komplett neben sich. Das müssen wir in Ruhe analysieren und anschließend aufarbeiten, denn die zweite Halbzeit kann und darf nicht unser Anspruch sein“, sagte Coach Daniel Ackermann. Hannes Görtz (59.) und Kevin Schlobinski (71.) brachten den OSV II mit zwei Treffern auf 2:3 heran. Ab jetzt begann das große Zittern. Glück hatten die Insulaner, als Schiedsrichterin Ann-Kristin Wildfang nach einem Zweikampf zwischen Seefeldt und dem zur Halbzeitpause eingewechselten Oldenburger Trainer Frank Nicklas nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Mit Ach und Krach brachte die SG den knappen Vorsprung über die Zeit. „Wir müssen das Spiel eigentlich mit 6:0 gewinnen. Was in der zweiten Halbzeit passiert ist, macht mich wirklich sprachlos“, so Daniel Ackerman abschließend.

Verzichten mussten die Fehmaraner bereits am Sonnabend auf ihren Kapitän Fynn Severin, der aufgrund von Achillessehnenproblemen voraussichtlich noch zwei weitere Wochen pausieren muss.

SG Insel: Heinecke – Jürgens, Blendermann, Meyer (64. Micheel), Delfskamp – Struck (90. Töpfer), Plöger, Seefeldt (82. Vehstedt), Westphal, Jacob – Gimmini. Beste Spieler: Gimmini, Seefeldt (beide 1. HZ).

OSV II: Benecke – Schlobinski, Kaminski, S. Schmidt, Kuschel – T. Schmidt, Schleupner, Gradert (48. Nicklas), Doormann, Steppan – H. Görtz. Bester Spieler: Benecke. Schiedsrichterin: Wildfang (TSV Gremersdorf), gut. Tore: 1:0 (6.) und 2:0 (10.) Seefeldt, 3:0 (24./ET) Kuschel, 3:1 (59.) H. Görtz, 3:2 (71.) Schlobinski.

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