Alex Huber (m.) und der SV Fehmarn hatten in Lensahn nicht viel zu bestellen.

Nach der Pause ging nichts mehr – Konkurrent Kücknitz holt weiter auf

0:6 in Lensahn – SVF nun in akuter Abstiegsgefahr

Von Marcus ChristophFEHMARN • Die Situation für den SV Fehmarn im Bezirksliga-Abstiegskampf wird prekärer: Während die Insulaner mit 0:6 (0:0) beim TSV Lensahn unter die Räder kamen, gewann Konkurrent Kücknitz mit 2:0 gegen Strand II.

Der Vorsprung auf den Abstiegsplatz 14, den gegenwärtig noch die Kücknitzer einnehmen, ist somit bis auf einen Punkt zusammengeschmolzen. In der Winterpause betrug der Abstand noch zehn Zähler.

„Wir sind mit dem ersten Fehler, der zum 0:1 führte, zusammengebrochen“, war SVF-Coach Jens-Uwe Schaumann ganz und gar nicht zufrieden mit der Moral seiner Truppe. Der Knackpunkt, auf den der Burger Trainer anspielte, ergab sich in der 48. Minute, als der bis dahin starke SVF-Keeper Florian Koehn eine Eckball-Flanke von Andre Spiekermann unterlief. Eric Pries hatte dann keine Mühe, zur Lensahner Führung einzuköpfen. Danach ließ der Burger Widerstand zusehends nach, während die Gastgeber ein  regelrechtes Schützenfest veranstalteten.

Dabei hatten die Fehmaraner im ersten Durchgang noch recht gut mitgehalten. Durch Frank Tornau hatten sie sogar eine richtig gute Möglichkeit, in Führung zu gehen. Doch der bullige Stürmer köpfte nach Flanke von Mathias Anders knapp am Lensahner Tor vorbei (18.). Auf der anderen Seite verhinderte Koehn mehrfach mit Glanzparaden gegen Lensahns Stürmer Sebastian Knorr einen Rückstand.

Von solcher Gegenwehr war im zweiten Durchgang dann nichts mehr zu sehen. Nach dem 1:0 trafen die von Ex-FC St. Pauli-Keeper Volker Ippig trainierten Lensahner fast im fünf-Minuten-Takt. Kurios vor allem das 4:0, das Marcel  Radzwill mit einem direkt verwandelten Eckball markierte. Auch dabei sah Koehn unglücklich aus. Die Platzherren schalteten und walteten nach Belieben. Ihnen gelang jetzt fast alles. Malte Siewert kam völlig frei zum Kopfball – 5:0,  Spiekermann unbedrängt zum Schuss – 6:0. Bei den Burgern ging praktisch gar nichts mehr. Sie hatten sich längst aufgegeben und wurden fast zur Lachnummer. „Desolat“, meinte Schaumann. „Die Mannschaft sollte endlich erkennen, wie ernst die Lage ist.“ In der nächsten Woche ist bekanntlich der TSV Kücknitz zu Gast in Burg. Das wird dann ein richtiges Abstiegs-Endspiel.

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