Letzter Aufstiegs-Strohhalm nach 1:1 gegen den TSV Bargteheide verspielt – Ausgleich fällt in der 89. Spielminute

RSV Landkirchen bleibt in der Kreisliga

Fynn Severin (l.) tunnelt seinen Gegenspieler Jan Christoph Gaycken. Der RSV Landkirchen bleibt nach einem 1:1 gegen den TSV Bargteheide in der Kreisliga.
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Fynn Severin (l.) tunnelt seinen Gegenspieler Jan Christoph Gaycken. Der RSV Landkirchen bleibt nach einem 1:1 gegen den TSV Bargteheide in der Kreisliga.

Landkirchen - Von Lars Braesch. Der RSV Landkirchen spielt auch in kommenden Saison in der Kreisliga. Der RSV trennte sich am Sonnabend im letzten Spiel der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Südost 1:1 (1:0) vom TSV Bargteheide. Mit dem Unentschieden hat der TSV die Aufstiegsrunde für sich entschieden, da er ein Tor mehr geschossen hat als der RSV. Der TSV muss nun hoffen, dass ein Team aus der Verbandsliga zurückzieht. Ansonsten wäre der erste Platz wertlos.

Der RSV hatte mit einem Sieg geliebäugelt und führte in der Schlussphase mit 1:0, jedoch drängten die Gäste auf den Ausgleich. Der RSV stand in der zweiten Hälfte zu tief hinten drin und bettelte nach einem Gegentor. Die Hausherren zeigten wenige Entlastungskonter. Nach einem Schuss von Alexander Kämpff von der Strafraumgrenze schlug der Ball in der 89. Spielminute zum 1:1 im RSV-Gehäuse ein. Zuvor hatte Cedric Michael Szalowski freistehend aus kurzer Distanz über das RSV-Tor geschossen (88.). Ebenfalls über den Kasten der Gastgeber flog ein Schuss von Michael Strusch. Er hatte es im Liegen probiert (83.). Nach einem Eckball war Emil Chismatullin mit einem Fallrückzieher im RSV-Strafraum (67) gescheitert

Pfosten rettet

RSV-Führung

Der Ausgleich hätte auch weitaus früher fallen können, denn Frederik Kühn hatte das Leder aus 22 Metern an den linken Pfosten des RSV-Tores (56.) gezimmert.

Im ersten Durchgang hatte der RSV tollen Fußball gezeigt. Bei sommerlichen Temperaturen ließ der Rasensportverein den Gegner laufen. Gerade bei langen Bällen waren die Gäste sehr anfällig, was der RSV oft ausnutzte. So bediente Fynn Severin seinen Mitspieler Schafi Azizi mit einem langen Pass in die Spitze. Mit den Fingerspitzen vereitelte TSV-Keeper Marc Schnoor diese Riesenmöglichkeit (4.). RSV-Libero Sven Schulz konnte einen Alleingang von Chismatullin stoppen (9.).

Der TSV versuchte den RSV durch gutes Kurzpassspiel zu knacken, es war jedoch kein Durchkommen. Carsten Micheel schickte RSV-Stürmer Peter Minch mit einem langen Ball auf die Reise. Minch schoss über den TSV-Kasten hinweg (12.).

Azizi konnte einen langen Ball nicht mehr erreichen (19.). Im Gegenzug zog Chismatullin ab, allerdings konnte Christian Höft den Ball mühelos aus der Gefahrenzone schlagen (20.). Nach einem Fehlpass von RSV-Verteidiger Gunnar Hünicke hielt Kevin Bracke einfach einmal drauf auf den RSV-Kasten. Schulz war wieder einmal zur Stelle und beförderte die Kugel weit ins Seitenaus (25.).

Nach einem Rückpass von TSV-Verteidiger Jan Christoph Gaycken zu Torwart Schnoor wäre dem TSV-Keeper beinahe ein Eigentor unterlaufen. Schnoor geriet mächtig in die Bredouille, als Minch und Azizi nachgesetzt hatten (28.).

Minch wurde im gegnerischen Strafraum von Szalowski gefoult. Schiedsrichter Maurice Marten deutete ohne Umschweife auf den Elfmeterpunkt. Schulz verwandelte eiskalt unten rechts zum 1:0 (30.). Minch hätte zum 2:0 nachlegen können. Er war nach einem langen Pass von Lasse Brandt bereits vorbei an TSV-Torwart Schnoor und wollte gerade einschießen, als Szalowski den Ball im letzten Moment von der Torlinie kratzte (38.). Auf der anderen Seite zwang Bracke RSV-Torhüter Julian Ahrens zu einer Glanzparade (43.).

„Wir hatten schwere Beine und konnten nur noch einmal vor dem Spiel trainieren. Wir hatten viele angeschlagene Leute. In der ersten Halbzeit haben wir um das Tor gebettelt. Wenn wir da 2:0 oder 3:0 zurückliegen, hätten wir uns nicht beschweren dürfen. In der zweiten Halbzeit haben wir unser Spiel aufgezogen und Druck gemacht. Zum Glück haben wir kurz vor Schluss noch das 1:1 gemacht, was verdient war“, meinte TSV-Coach Maik Kohrs nach der Partie.

„Wir haben in der ersten Halbzeit stark gespielt. Wir waren clever und haben den Gegner laufen lassen. Das 1:1 ist gerecht, das Gegentor hat sich abgezeichnet“, so RSV-Coach Pieter Fleischer.

RSV: Ahrens – Schulz – G. Hünicke, T. Hünicke – Höft (62. H. Möller), Petersen, Fy. Severin, Micheel, Azizi – L. Brandt (73. Fe. Severin), Minch. Beste Spieler: geschl. Mannschaftsleistung. Schiedsrichter: Marten (TSV Wentorf-Sandesneben), gut. Tore: 1:0 (30./FE) Schulz, 1:1 (89.) Kämpff.

1. TSV Bargteheide4:24

2. RSV Landkirchen3:24

3. ATSV Stockelsdorf2:5 0

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