0:1-Pleite der SG Insel Fehmarn gegen TSV Malente / Schaumann: „Dürfen Partie nicht so herschenken“

Mission Aufstieg ist stark gefährdet

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Der Fehmaraner Dennis Petersen (r.) hatte gegen eisenharte Malenter Verteidiger gestern einen schweren Stand.

FEHMARN -ra- Mit gesenkten Köpfen schlichen die Spieler der SG Insel Fehmarn nach Abpfiff vom Platz und wollten nur noch in die Kabine. Gerade hatten sie das so wichtige Spiel gegen den TSV Malente mit 0:1 (0:0) verloren und damit eine gute Ausgangsposition im Kreisliga-Saisonendspurt verpasst. Schlimmer noch: Die Mission Aufstieg ist mehr denn je in Gefahr, denn nach der Niederlage hat der TSV Malente mit den Insulanern nach Punkten gleichgezogen und hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Auf Platz fünf lauert zudem der TSV Lensahn mit nur einem Zähler Rückstand.

„In der ersten Halbzeit waren wir dran und hatten dicke Chancen. Nach dem Seitenwechsel dürfen wir die Partie nicht einfach so herschenken“, war SG-Coach Jens Uwe Schaumann nach Abpfiff verärgert. Er wusste genau, welche Chance seine Truppe vergeben hatte, denn nach dem Patzer des Tabellenzweiten SVg. Pönitz am Sonnabend hätten die Fehmaraner am Sonntag bereits mit einem Unentschieden den zweiten Rang erobern können.

Dabei ging alles so gut los in Landkirchen: Die SG agierte druckvoll und hatte die besseren Möglichkeiten. Hendrik Möller schoss das Leder nach einer Ecke aus kurzer Distanz über das Tor (13.), und nur zwei Minuten später wäre Dennis Petersen im Strafraum fast zum Abschluss gekommen – ein langes Bein eines Malenter Verteidigers spitzelte dem Fehmaraner das Spielgerät noch vom Fuß.

Im Anschluss wurde die Partie bei stürmischem Wind ruhiger. Malente beschränkte sich fast ausschließlich auf Konter, stand dafür in der Defensive aber sicher und ließ kaum etwas zu. Die Hausherren wussten sich häufig nur mit langen Bällen zu helfen, die aufgrund des Windes für die Offensivkräfte unberechenbar waren. Wenig Ertragreiches kam dabei heraus, auch wenn die SG bis zum Halbzeitpfiff überlegen war und einen Treffer verdient gehabt hätte. Die dickste Möglichkeit vergab Fynn Severin, der eine scharfe Hereingabe von Hendrik Möller nicht mehr richtig kontrollieren konnte (42.).

Für den zweiten Abschnitt hatte sich die Schaumann-Elf viel vorgenommen, doch es kam alles anders. Nach einem zweifelhaften Foul von SG-Abwehrchef Carsten Micheel wurde den Malentern ein Freistoß zugesprochen. Halblinke Seite, rund 30 Meter Torentfernung. Begünstigt vom starken Wind wurde der Ball immer und immer länger und schlug schließlich im langen Eck zum 0:1 ein – (48.). SG-Torwart Florian Nietmann, der keine glückliche Figur machte, verletzte sich in dieser Szene und musste ausgewechselt werden.

Wer jetzt dachte, die Hausherren würden alles nach vorne werfen und auf den Ausgleich drängen, der unterschätzte die Gegenwehr der bissigen Gäste, die aufopferungsvoll verteidigten und sich mit letzter Kraft in jeden Zweikampf warfen. Die erste Torchance der Fehmaraner im zweiten Durchgang konnte erst in der 72. Minute notiert werden. Carsten Micheel war mit aufgerückt und holte den Hammer heraus, doch sein Schuss rauschte einen guten halben Meter am Malenter Tor vorbei. Die Schlussoffensive war zwar spürbar, brachte aber kaum etwas ein. Gästeschlussmann Timo Stich rettete noch einmal bärenstark gegen Möller, ansonsten passierte nicht mehr viel. Während die Gäste nach Abpfiff ihren Sieg feierten, waren die Fehmaraner restlos bedient.

SG Insel I: Nietmann (49. To. Möller) – K. Micheel, C. Micheel, Grapengeter, Schüller (79. P. Minch) – Höft, Plöger (S. Schulz), H. Möller, Petersen, Severin – T. Schulz. Beste Spieler: C. Micheel, Grapengeter. Schiedsrichter: Quednau (Sereetzer SV), gut. Tor: 0:1 (48.) Pyriki.

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