Fußball Kreisliga SG Insel Fehmarn
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Marco Schranz (l.) auf dem Weg zum 1:0. Bjarne Struck hat das Nachsehen.

0:5-Pleite beim TSV Selent

K.o. nach 30 Minuten: SG Insel mit Schadensbegrenzung – mehr nicht

  • Andreas Höppner
    VonAndreas Höppner
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Nach 30 Minuten war die Partie quasi schon gelaufen. Die SG Insel Fehmarn hatte gegen den TSV Selent keine Chance auf einen Sieg.

Selent – Die SG Insel Fehmarn muss in der Kreisliga ganz kleine Brötchen backen. Mit einer ernüchternden und auch in der Höhe verdienten 0:5 (0:4)-Packung beim TSV Selent kehrte das von Urlaubsvertretung Daniel Ackermann gecoachte Team auf die Insel zurück. „Wir müssen unsere Chancen auch mal reinmachen“, hatte Betreuer Karl-Heinz Maas noch vor der Partie gesagt. Nach 90 Minuten hatte man diese Möglichkeiten an den Fingern einer Hand abzählen können.

Nach 30 Minuten nur noch Schadensbegrenzung

Schon nach einer halben Stunde Spielzeit war klar, dass es in erster Linie nur noch um Schadensbegrenzung gehen konnte, denn bei der SG lief nichts zusammen. Ballverluste im Spielaufbau luden die Gastgeber immer wieder dazu ein, ihre Angriffe vortragen zu können. In den Zweikämpfen blieben die Insulaner entweder viel zu oft nur zweiter Sieger oder sie konnten sie gar nicht führen, weil sie den Gegenspielern zu viel Raum ließen. Ein kurzer Pass in die Tiefe – und schon sahen die SG-Akteure häufig nur die Rücklichter der schnellen Selenter Angreifer.

So hatten die Gastgeber relativ leichtes Spiel, sich durch Treffer von Marco Schranz (7.), Nicolas Timpe (22.), Nils Benning (31.) und Yannick Fischer (33.) ein beruhigendes Polster herauszuschießen. Auf der Gegenseite hatte lediglich Justin Scheel (6., 45.) den Selenter Keeper Kelvin Faber geprüft.

Zur zweiten Hälfte stellte Ackermann um

Zur zweiten Hälfte stellte Ackermann um. Er brachte Levin-Reik Demtröder und Fabian Plöger, ohne dass diese sich groß in Szene setzen konnten, doch das Zurückziehen von Maurice Molles auf die linke Abwehrseite sorgte für mehr Stabilität. Molles, der im Zweikampf auch mal die Fünf gerade sein lässt, sowie der mit einer großen Grundschnelligkeit ausgestattete Jonas Jaudzim und ein fightender Max Petersen deuteten an, wie es gehen kann. Die Gastgeber zeigten Respekt und agierten vorsichtiger. Doch zu klaren Möglichkeiten kam die SG nicht. Einen Freistoß von Max Petersen (54.) parierte Faber im Nachfassen, ein Distanzschuss von Jonas Jaudzim (59.) strich knapp am Tor vorbei.

Zu allem Überfluss holte sich Max Petersen (72.) noch die Ampelkarte ab. Nach einem Foul gab es folgerichtig Gelb, als er den Ball zur Seite kickte, traf er einen Gegenspieler. Der Unparteiische wertete dies als Unsportlichkeit – eine harte Entscheidung. Das 5:0 (89.) durch Yannick Fischer war nicht mehr als eine Fußnote.

Nächstes Spiel beim SV Heringsdorf

Am kommenden Sonntag hat die SG nun die Partie beim SV Heringsdorf vor der Brust. Wie der erste Auswärtssieg gelingen könnte, hat die zweite Halbzeit gezeigt. Bitter nur, dass Max Petersen gesperrt sein wird.

SG: Nietmann – Delfskamp, Blendermann, Jürgens, Struck (46. Demtröder) – Jaudzim (75. F. Navers), D. Petersen (46. Plöger), M. Petersen, Molles – Minch (75. Vehstedt), Scheel (88. Schnetzer).

Beste Spieler: M. Petersen, Jaudzim.

Gelb-Rote Karte: (72.) M. Petersen (SG), nach Unsportlichkeit.

Schiedsrichter: Schaper (TSV Plön), in Ordnung.

Tore: 1:0 (7.) Schranz, 2:0 (22.) Timpe, 3.0 (31.) Benning, 4:0 (33.) und 5:0 (89.) Fischer.

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