Saisonrückblick: SV Großenbrode als Tabellenletzter in die B-Klasse abgestiegen – Konstanz nur auf der Trainerposition

Grillen statt Kreispokal – der Anfang vom Ende

Grossenbrode - Nach einer katastrophalen Saison 2012/13, die mit Platz zwölf endete, setzte der SV Großenbrode in der jüngst abgelaufenen Saison noch einen drauf. Konstanz bewies der SVG nicht in Sachen Leistung, sondern nur auf der Trainerposition. Hier zeigte SVG-Haudegen Andreas Werner echtes Durchhaltevermögen. Vermutlich hätte jeder andere Coach vorzeitig das berühmte Handtuch geworfen.

16 Abgänge hatten die Grün-Weißen in der Sommerpause zu verzeichnen. Dieser gewaltige Umbruch war zu groß. Mit 34:137 Toren und sehr mageren zehn Punkten muss die Mannschaft vom Sund den Gang in die B-Klasse antreten. Die Gegner dort heißen dann nicht mehr TSV Schönwalde und FC Riepsdorf, sondern BSG Eutin II und SV Fehmarn II. Der SVG ist im Niemandsland versunken. Lichtjahre sind es nun bis zur Kreisliga, dem langfristigen Ziel der Grün-Weißen. Auch in der B-Klasse schläft die Konkurrenz nicht, sodass der sofortige Wiederaufstieg schwierig werden dürfte. Vom Umfeld her bietet der SVG mit seinen beiden Plätzen beste Bedingungen.

Der Saisonrückblick des einstigen A-Klassenvertreters ist schnell erzählt. Zwei Siege, vier Unentschieden und 24 Niederlagen stehen zu Buche.

Die Defensive blieb weiterhin das notorische Sorgenkind des SVG. Hier verschlechterte sich der SVG kontinuierlich. Kassierte er 2011/12 noch 78 Gegentore, blieb der SVG in der Vorsaison mit 96 Gegentreffern noch unter der 100-Tore-Marke. 137 Gegentreffer jüngst sind einfach zu viel, denn zu oft wurde der SVG abgeschossen.

Zum Auftakt gab es ein 2:2 beim Aufsteiger RSV Landkirchen II. Ebenfalls folgte im ersten Heimspiel gegen den SV Dissau ein 3:3. Es folgte eine 0:3-Niederlage beim SV Schashagen-Pelzerhaken. Den ersten Sieg gab es anschließend mit 5:0 zu Hause gegen die SpVgg Putlos. Das Rückspiel sollte die Sportgerichtsbarkeit beschäftigen. Am 1. Advent wurde die Partie in der 82. Spielminute nach einer Zuschauerattacke auf Daniel Metzner beim Stand von 4:5 aus Sicht des SVG abgebrochen. Das Kreisgericht des Kreisfußballverbandes Ostholstein ordnete ein Wiederholungsspiel an, das die Spielvereinigung mit 3:0 gewann.

Es folgte eine Niederlagenserie von elf Spielen in Folge (FC Riepsdorf, BSG Eutin, Bosauer SV, TSV Gremersdorf, TSV Schönwalde, Sereetzer SV II, BCG Altenkrempe, Kabelhorst-Schwienkuhl, Eutin 08 II, TSV Dahme und SV Hansühn). Darunter befanden sich richtige Klatschen wie das 0:11 in Eutin, das 1:10 am Bungsberg und das 0:8 in Bosau.

Gegen den SV Dissau stoppte der SVG die Negativserie mit einem 1:1. Mit einer 2:4-Niederlage auf heimischem Platz gegen den RSV Landkirchen II verabschiedete sich der SVG in die Winterpause. Das Saisonziel Klassenerhalt war nach einer sehr schlechten Hinrunde in weite Ferne gerückt.

Aus der Winterpause kam der SVG mit einem 1:1 gegen den FC Riepsdorf. Danach schickte die BSG Eutin den SVG mit einer 0:4-Niederlage nach Hause. Mit einem 3:1-Sieg nahm auch der Bosauer SV alle Punkte mit aus Großenbrode.

Den zweiten und letzten Saisonsieg ließ der SVG mit 3:1 beim Sereetzer SV II folgen. Eike Jappe war im ersten Durchgang mit einem Doppelpack erfolgreich. In der zweiten Halbzeit machte Tim „Taucher“ Schlünzen den Sack zu. Es war der letzte Lichtblick der Werner-Elf. Sieben Spiele in Folge wurden dann bis zum Finale in den Sand gesetzt. Mit einer 2:6-Heimpleite gegen den SV Hansühn waren die letzten 90 Minuten in der zweithöchsten Spielklasse in Ostholstein gespielt.

Eigentlich hatte sich der Niedergang bereits vor dem ersten Punktspieltag abgezeichnet, als der SVG auf eine Teilnahme am Kreispokal verzichtete, stattdessen lieber einen Grillabend als teambildende Maßnahme ansetzte.

In Sachen Fairplay landete die Mannschaft mit 78 Gelben Karten, fünf Gelb-Roten Karten und zwei Roten Karten auf Platz 13. In diesen Bereich konnte sich der SVG um zwei Plätze verbessern. hö/lb

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.