Harmlose SG Insel Fehmarn 0:3 am Nord-Ostsee-Kanal / Aggressivität erst nach der Pause

Selbst gegen Schinkel kein Tor

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SG-Kapitän Fynn Severin im Vorwärtsgang. Er ging dorthin, wo es wehtut. Hier wird er von Yasin Akbaba unsanft gebremst. Kevin Gebkart (r.) schaut zu.

Schinkel –  Von Andreas Höppner Die SG Insel Fehmarn konnte aus dem in der vergangenen Woche erfolgten Rückzug von Eutin 08 II keinen Nutzen ziehen. Denn beim ebenfalls stark abstiegsgefährdeten 1. FC Schinkel gab es ein deutliches 0:3 (0:1), sodass die Insulaner in der Verbandsliga Ost wieder auf einen direkten Abstiegsplatz rutschten.

Eine Niederlage, die besonders schmerzt, weil die Gastgeber in dem sogenannten „Sechs-Punkte-Spiel“ nicht viel besser waren. Es gab lediglich einen, allerdings entscheidenden Unterschied: Vor dem Tor waren die Gastgeber effektiver. Tore zählen nun einmal. Und die machten die Insulaner selbst gegen die schwächste Abwehr der Liga nicht. Chancen waren da.

Die SG hatte den besseren Start, kam gut ins Spiel und zeigte, dass sie gewillt war, vom Nord-Ostsee-Kanal etwas mitzubringen. Aber wie aus dem Nichts machten die Gastgeber das 1:0 (12.), begünstigt durch einen SG-Fehler im Spielaufbau. Keeper Kevin Heinecke konnte zunächst noch parieren, doch den Abpraller nutzte Ramazan Kaya, um Schinkel in Führung zu bringen.

Viel mehr passierte im ersten Spielabschnitt nicht. Die SG versuchte es oft mit lang in die Spitze getretenen Bällen, wohl in der Hoffnung, dass der schnelle Rene Gimmini gegen die unsichere Schinkeler Abwehr mal zum Abschluss kommen würde. In der 35. Minute war er auch frei durch, doch Christian Gutsmann im Schinkel-Tor parierte. Auf der anderen Seite schoss sich der frei vor Heinecke stehende Moses Ogodogbo (40.) selbst an – Verbandsliga-Niveau sieht anders an. Das erreichte ohnehin nur das Schiedsrichtergespann.

Nach der Pause ging mit der Einwechslung des lange verletzt gewesenen Finn Navers endlich ein Ruck durch die SG-Elf. Er sorgte nicht nur in der Spitze für mehr Unruhe, endlich ging es auch mal mehr in die Zweikämpfe. Allen voran Fynn Severin und Carsten Micheel, die zeigten, wie Abstiegskampf geht.

Auch die offensivere Ausrichtung zahlte sich aus. Navers legte quer zu Jonas Kock (59.), doch der traf freistehend aus sieben Metern nur die Latte. Hinten rettete Christopher Götz-Smilgies (62.) in höchster Not gegen Kevin Gebkart, während auf der anderen Seite Navers schon wieder durch war, erneut auf Kock (67.) ablegte, der aber wiederum nicht traf und das runde Leder neben den Pfosten setzte. Das 1:1 war überfällig.

Stattdessen gab es nach dem nächsten Fehler in der SG-Hintermannschaft Hilfestellung für den Gastgeber, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und durch Kevin Gebkart (76.) zum vorentscheidenden 2:0 vollendete. Die SG war geschlagen, von ihr kam nichts mehr. Da passte es ins traurige Bild, dass Kevin Heinecke einen Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte und Ogodogbo (83.) noch auf 3:0 erhöhte.

Kevin Grapengeter: „Verloren ist noch nichts“

„Verloren ist noch nichts“, machte SG-Coach Kevin Grapengeter deutlich, dass noch alle Chancen da sind, zumindest den Relegationsplatz 13 zu erreichen. Der Optimismus kommt nicht von ungefähr, denn nächster Gegner ist der TSV Malente. Nach sechs Niederlagen in Serie zählt nur ein Sieg. Aber: Die Konkurrenz muss mitspielen. Neben Malente kommt wohl lediglich Schinkel für einen direkten Abstiegsplatz infrage. Preetz dürfte zu stark sein.

SG: Heinecke – K. Micheel, Götz-Smilgies, C. Micheel, Delfskamp – Severin, Plöger – Veselaj (46. F. Navers), Kock, Struck (69. Molles) – Gimmini (83. Scheel). Beste Spieler: Severin, C. Micheel, Navers. Schiedsrichter: Hahn (TSV Lensahn), gut. Tore: 1:0 (12.) Kaya, 2:0 (76.) Gebkart, 3:0 (83.) Ogodogbo.

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