A-Klasse: Eric Reise schießt Doppelpack beim 4:2-Erfolg der Grün-Weißen beim TSV Lensahn II

SVG sendet ein Lebenszeichen

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Chris Möhlmann (m.) konnte nach seiner abgesessenen Rotsperre wieder beim SV Großenbrode mitwirken

FEHMARN -nn/lb- In der A-Klasse siegte die SG Insel Fehmarn II zu Hause mit 4:1 (2:0) gegen den FC Riepsdorf.

In der achten Spielminute setzte sich René Gimmini auf der rechten Seite durch. Gimmini bediente den mitgelaufenen Lasse Delfskamp der die Kugel zum 1:0 einschob. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld segelte der Ball knapp am Tor der Gastgeber vorbei (14.). Dann schickte Timo Möller mit einem langen Pass Lasse Delfskamp auf die Reise, der Abseitspfiff blieb aus. Delfskamp revanchierte sich nun bei Gimmini für die Vorlage. Unter Bedrängnis erzielte Gimmini das 2:0 (31.). Dann hatten die Hausherren zwei Riesenkonterchancen. Zunächst schoss Bjarne Struck nach Zuspiel von Max Petersen vorbei (33.). Danach traf Delfskamp die Latte (35.).

Nach der Halbzeit schlief die SG III-Abwehr. Einen Freistoß aus 25 Metern konnte SG III-Torwart Florian Utecht nur nach vorne abklatschen lassen. Ivo Ole Manthey staubte zum 2:1 ab (47.). Das 3:1 war kurios: Der FCR-Keeper Michael Bach hatte den Ball eigentlich schon sicher unter sich begraben. Die Kugel rutschte Bach doch noch einmal aus den Händen. Struck reagierte blitzschnell, klaute Bach das Leder und flankte auf den freien Andreas Lüthje, der aus drei Metern den Ball ins leere Tor beförderte (76.). Den Endstand besorgte Gimmini mit einem Treffer ins kurze Eck. Vorausgegangen war ein Konter über Max Petersen (90.).

SG II: Utecht – G. Hünicke, M. Blendermann, M. Unger, Schüller – J. Markmann, Gimmini, M. Petersen, Ti. Möller, Struck – L. Delfskamp. Eingew.: J. Langhoff, A. Lüthje, S. Meyer. Beste Spieler: geschl. Mannschaftsleistung. Schiedsrichter: Emmrich (Oldenburger SV), gut. Tore: 1:0 (8.) L. Delfskamp, 2:0 (31.) Gimmini, 2:1 (47.) Manthey, 3:1 (75.) A. Lüthje, 4:1 (89.) Gimmini.

Der SV Großenbrode hat am Sonntag wieder ein Lebenszeichen von sich gesendet. Die Elf von Trainer Sören Müller-Gerken holte beim TSV Lensahn II mit einem 4:2 (1:2)-Erfolg den zweiten Saisonsieg und damit wichtige drei Zähler. „Ich sehe den Sieg auch als hochverdient an. Wie wir in der ersten Hälfte zeitweise aufgetreten sind, hat mir nicht gefallen. Deshalb ist auch meine Kabinenansprache in der Halbzeitpause entsprechend lautstark ausgefallen. Aber die Jungs haben meine Ansprache verinnerlicht und auch entsprechend umgesetzt“, freute sich Müller-Gerken nach dem Schlusspfiff.

Auf mehrere Stammspieler musste der SVG verzichten, es galt unter anderem Felix Severin, Daniel Schierenbeck, Carsten Schmidt, Peter Schmidt, Eike Jappe, Sebastian Fiedler und Tobias Schreiber zu ersetzen. Man konnte bei den Grün-Weißen Heiko Simonsen, der immerhin auch schon 43 Jahre auf dem Buckel hat, überreden, und somit spielte Simonsen von Beginn an und hielt knappe 80 Minuten konditionell sehr gut durch.

Ehe man sich beim SVG mit dem Kunstrasenplatz angefreundet hatte, führte der gastgebende TSV Lensahn II nach einem Treffer von Lukas von Weydenberg schnell mit 1:0 (8.). Doch der SV Großenbrode schlug zurück und markierte nur drei Minuten später durch einen verwandelten Foulelfmeter von „Toni“ Durante das 1:1 (11.). Vorher wurde Eric Reise regelwidrig vom Ball getrennt. Der SVG blieb tonangebend und hätte durch Eric Reise, der zwei Riesenmöglichkeiten (14./16.) vergab, mindestens mit einem Tor führen müssen. Doch es kam ganz anders, die Platzherren nutzten eine Tiefschlafphase der Gäste vom Sund aus, als diese den Ball nicht aus dem eigenen Sechzehner schlugen. Nutznießer war Alireza Amiri (30.), der die Lederkugel mittig im Großenbroder Tor versenkte. Den Treffer haben sich die Großenbroder selbst zuzuschreiben, denn Lensahn II bestrafte mit dem Tor die Schläfrigkeit der Gäste-Elf und ging mit dieser knappen 2:1-Führung zum Pausentee.

Den zweiten Durchgang begannen die Großenbroder zuerst verhalten, mit zunehmender Spieldauer zeigten sie aber auf dem Platz klar auf, dass sie Willens waren, die drei Punkte mitnehmen zu wollen. Anfangs gab Daniel Metzner ein Schüsschen auf das Lensahner Gehäuse ab (54.), ein Freistoß von Chris Möhlmann landete auf dem Kopf von Sören Müller-Gerken und von dort im Toraus (68.). Einen weiteren Freistoß setzte Möhlmann über den Fangzaun (72.). In der 74. Minute traf Eric Reise zum überfälligen 2:2. Eine schöne Kombination zwischen Daniel Metzner und Günter Schwarz schloss Letzterer mit einer präzisen Flanke ab, Reise drückte den Ball zum 2:2 über die Linie. Anschließend schickte Müller-Gerken Eike Doyen auf die Reise, dieser kurvte in den Strafraum hinein, sein abschließender Schuss knallte gegen den Innenpfosten (79.). Ähnlich machte es Eric Reise in der 82. Minute, nur dass Reise über die linke Seite in den Strafraum eindrang. Seinen Schuss konnte der TSV II-Schlussmann noch parieren, doch der Nachschuss von Reise landete zum 2:3 im Netz. In der Nachspielzeit setzte sich Eike Doyen auf dem rechte Flügel durch, zog zwei Gegenspieler auf sich und bediente den sich freilaufenden Günter Schwarz, der zum 2:4-Endstand einschob (92.).

SVG: Kardel – Durante, Thomm, Neuenfeldt, Möhlmann – Simonsen, Brandt – Metzner, Schwarz, Doyen – E. Reise. Eingew.: Müller-Gerken. Beste Spieler: Reise, Schwarz und Simonsen ragten aus einer geschl. Mannschaftsleistung heraus. Schiedsrichter: Gradert (SV Neukirchen), gewohnt souverän. Tore: 1:0 (8.) v. Weydenberg, 1:1 (11./FE) Durante, 2:1 (30.) Amiri, 2:2 (74.) und 2:3 (82.) E. Reise, 2:4 (92.) Schwarz.

Die SG Insel Fehmarn III ist in der B-Klasse bei der SG Göhl/Heringsdorf mit einer 0:7 (0:2)-Niederlage mächtig unter die Räder gekommen. Dabei waren die Gäste deutlich überlegen, jedoch die Gastgeber mit einfachen Mitteln cleverer vor dem Tor. Ein langer Ball auf Schafi Azizi und die SG III-Abwehr war zum ersten Mal geschlagen (10.). Nun hatte die SG III diverse Möglichkeiten auf den Ausgleich. Kurz vor der Pause erhöhte Mark Martel auf 0:2, erneut nach einem langen Ball (41.). Die SG III nahm sich vor, die Partie im zweiten Durchgang noch einmal zu drehen. Erneut legte Azizi vor dem SG III-Tor quer, sodass Martel aus abseitsverdächtiger Position zum 0:3 einschieben konnte (51.). „Spätestens hier haben wir uns ergeben“, resümierte SG III-Spielertrainer Birger Scheef. Per Foulelfmeter traf Martel zum 0:4 (78.). Ahmad Shaaban (80.), Martel (85.) und Azizi schossen die weiteren Tore für die Hausherren.

SG III: Kreil – T. Götz-Smilgies, Höper, Rauert, Grebin – Krasniqi, Höft, Wagener, T. Schulz, B. Harländer – B. Scheef. Eingew.: Kohrt,, Schwenn. Beste Spieler: geschl. Mannschaftsleistung. Schiedsrichter: Meienreis (Oldenburger SV), schwach. Tore: 1:0 (10.) Azizi, 2:0, 3:0, 4:0 (41.; 51., 78./FE) Martel, 5:0 (80.) Shaaban, 6:0 (85.) Martel, 7:0 (90.) Azizi.

Die SG Insel Fehmarn IV verlor zu Hause das Derby gegen den Aufsteiger TSV Heiligenhafen II mit 2:4 (0:3). Die Gäste nutzten den Rückenwind in den ersten 45 Minuten optimal aus. Zudem bekamen die Gastgeber Binyam Berhe nicht in den Griff. So konnte der TSV II durch Lars Jans (22.), Berhe (31.) und Daniel Senger (44.) eine komfortable Führung mit in die Pause nehmen. Dort war SG IV-Coach Maximilian Didier mächtig bedient und faltete seine Mannschaft ordentlich zusammen. In der zweiten Halbzeit war die SG IV das spielbestimmende Team. Thore Marfeld staubte nach einem hohen Ball zum 1:3 ab (63.). Nach dem Treffer von Magnus Jörgensen zum 2:3 wurde es noch einmal spannend in Dänschendorf (69.). Die SG IV warf in der Schlussphase alles nach vorne und wurde durch Jans eiskalt ausgekontert (82.).

SG IV: Utecht – Hopp, M. Vetter, T. Götz-Smilgies, Jörgensen – Friede, T. Mehnert, Prüß, de Vegt – Slowy, Grzybowski. Eingew.: Bittner, Marfeld, Taraske, T. Barkow. Beste Spieler: Utecht, Jörgensen ragten aus einer geschl. Mannschaftsleistung heraus. Schiedsrichter: Sarau (TSV Lensahn), mäßig. Tore: 0:1 (22.) Jans, 0:2 (31.) Berhe, 0:3 (44.) D. Senger, 1:3 (63.) Marfeld, 2:3 (69.) Jörgensen, 2:4 (82.) Jans.

Der TSV Westfehmarn feierte in der C-Klasse einen 12:3 (8:0)-Sieg beim Harmsdorfer SV. Nach rund 20 Minuten führte West bereits mit 3:0 durch Philipp Conrad (16.), ein Eigentor von Sebastian Grimm (17.) und einen Treffer von Saleh Dahesh (19.). Besart Rexhaj erhöhte auf 4:0 (23.). Da sich West-Spieler Timo Meier zu einer Beleidigung hinreißen ließ, sah Meier hierfür die Rote Karte (32.). Die Gastgeber wussten mit der Überzahl nichts anzufangen, denn Wests Torfestival ging weiter. Andrasi Tumba traf zum 5:0 (35.). Erneut konnte sich Besart Rexhaj mit dem 6:0 in die Torschützenliste eintragen (40.). Mit einem Doppelpack schraubte Floridon Rexhaj das Ergebnis auf 8:0 herauf (43., 45.). Nach der Pause markierte Ulf Stoltenberg das 9:0. Wieder traf Floridon Rexhaj doppelt (49., 65.). Dahesh machte das halbe Dutzend voll (68.). In der Schlussviertelstunde trafen Sascha Weinrich (75.), Jörg Schmedemann (84.) und Rene Patelschick (87.) für die Platzherren. „In den letzten 20 Minuten war die Luft raus, ansonsten haben wir sehr stark gespielt. In der Defensive müssen wir uns noch steigern, da machen wir noch leichte Fehler“, freute sich West-Pressesprecher Mirco Brandt über das Torfestival.

Bereits am Freitagabend gewann die SG Insel Fehmarn V bei der SG Göhl/Heringsdorf III mit 3:1 (3:0). Bei der SG IV hatte Jakub Sitko einen glänzenden Tag. Nach Vorarbeit von Willi Saal ließ Sitko einen Gegenspieler ins Leere grätschen und schlenzte den Ball zum 1:0 in die lange Ecke (19.). Das 2:0 durch Willi Saal mit einer sehenswerten Direkt-abnahme aus 20 Metern bereitete Sitko vor (38.). Auch am 3:0 war Sitko beteiligt. Er verlängerte einen Eckball von SG V-Kapitän Jan Nissen auf Ibrahim Gazan, der nur noch einzuschieben brauchte (40.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es aus Sicht der SG V-Verantwortlichen einen fragwürdigen Elfmeter für die Hausherren. Oliver Pfeiffer verwandelte sicher zum 3:1 (50.). Die SG V war weiterhin dominierend und ließ nichts anbrennen. Ein weiteres Tor durch Saal wurde durch den Schiedsrichter nicht anerkannt, da der Ball durch ein Loch im Netz ins Tor geflutscht sein soll. Der Schiedsrichter entschied auf Abstoß (80.).

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