SVF-Frauen mit 26:26 gegen HSG Ostsee / Torfrau Mareike Suck pariert sieben Strafwürfe

Siebenmeter-Festival in Burg

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Beim 23:17-Auswärtserfolg der wE bei der HSG Holsteinische Schweiz warf Natalie Pittner (im Wurf) die HSG mit 18 Toren fast im Alleingang ab.

Fehmarn –lb– Die Handballmannschaften des SV Fehmarn absolvierten die folgenden Spiele:

SVF-Frauen – HSG Ostsee N/G 26:26 (15:18): Das Heimspiel war das erwartete Kampfspiel. Über die gesamte Spieldauer vermochte sich keine Mannschaft entscheidend abzusetzen, die Führung wechselte munter hin und her. Anfänglich lagen die Gäste vorn, was sich durch eine blitzsaubere Einzelaktion von Ann-Christin Bohnsack in der zehnten Spielminute jedoch erstmals drehte. In der SVF-Abwehr nahmen individuelle Fehler zu, die Abwehrspielerinnen waren häufig zu spät „an der Frau“, sodass es Strafwürfe hagelte. Allein im ersten Durchgang bekamen die Gäste acht Siebenmeter. Der SVF verwarf drei von vier Strafwürfen. Kurios war vor allem die Folge eines Neustädter Strafwurfes, der von SVF-Torhüterin Mareike Suck zunächst pariert wurde. In einem Rettungsversuch des zur Werferin zurückprallenden Balles warf sich per Hechtsprung Nele Othengrafen zum Ball. Ihr Abwehrversuch lenkte jedoch den Ball um die SVF-Torfrau herum ins eigene Netz. Zur Pause verhinderte Suck dann nochmal einen höheren Rückstand durch die Parade eines Strafwurfes in der Schlusssekunde.

In Durchgang zwei verteidigten die Fehmarane- rinnen nun mit enorm viel Herzblut. Nur hatten die Gastgeberinnen nun Pech, dass der Referee scheinbar Gefallen an dem lustigen Siebenmeterwerfen gefunden hatte. Nahezu jede gelungene Abwehraktion oder Torwartparade wurde im Nachhinein noch mit Frei- oder Strafwurf geahndet, wodurch aus Sicht der Insulanerinnen die Gäste jeweils einen doppelten Vorteil erhielten. SVF-Torhüterin Suck wuchs hier nun über sich hinaus und konnte vier der acht HSG-Strafwürfe parieren. Den wichtigsten fraglos am Ende der Spielzeit, als mit dem Schlusssignal den Gästen noch ein Siebenmeter zugesprochen wurde, wo Suck jedoch wie schon zum Ende der ersten Hälfte gegen Carolin Schwill die Oberhand behielt.

SVF:

Torhüterin Mareike Suck (15 Siebenmeter/davon 7 pariert), Sissy Gesterling (9 Tore/davon 5 Siebenmetertore), Ann-Kathrin Witt (5), Paula Hilger (4), Ann-Christin Bohnsack (3), Luisa Ehmann (3), Nele Othengrafen (2), Jule Mo Knöfler, Lena Quistorf, Mara Jo Behnke und Rozerin Bakabala.

SV Henstedt-Ulzburg – mB 20:26 (10:13): Mit dem Auswärtssieg sicherte sich der SVF vor Weihnachten den dritten Tabellenplatz. In der ersten Spielhälfte hatten die Fehmaraner schwer mit der defensiven 6:0-Abwehr der Hausherren zu kämpfen, da Rückraumwürfe nicht gerade zum Potenzial der Gäste gehören. Oft spielten sich die Gäste im Abwehrzentrum nach Einzelaktionen fest. Fehlpässe durch Harz am Ball bescherten zahlreiche Ballverluste. Bis zum 10:10 war der SVF sehr angespannt. Durch einen Lauf von Matthis Brumm setzten sich die Insulaner bis zur Pause ab. Das langsame Aufbauspiel der Hausherren brachte die SVF-Abwehr etwas aus dem Konzept. So reagierte die Gästeabwehr oft zu spät auf gute Spielzüge der Heimmannschaft. SVF-Torwart Marvin Gripp hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel. In der zweiten Halbzeit hatte der Schiedsrichter Ole Hopp offenbar ins Visier genommen. Für einfache Abwehrarbeit kassierte Hopp drei Zeitstrafen. Die Folge war die Rote Karte (48.). Abwehrtechnisch holten Magnus Mackeprang und Jan Kühlen noch einmal alles aus sich heraus, sodass das Unterzahl-Spiel souverän gemeistert wurde.

SVF: Torwart Marvin Gripp, Matthis Brumm (9), Ole Hopp (5), Jan Kühlsen (4), Max Utech (4), Nils Othengrafen (3), Magnus Mackeprang (1), Nico Müntz, Lennard Ulber, Mats Steidlinger und Thorge Vöge.

HSG Ostsee II – mD 15:14 (9:8): Es war nicht der Tag der Gäste, die ohne Kreisläufer und Rechts- außen antreten mussten. Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Nach dem Pausentee spielte der SVF nicht mehr als Team zusammen. Lautstark regte sich SVF-Trainerin Heike Pries beim Stand von 14:14 über einige Schiedsrichterentscheidungen auf. Pries wurde hierfür verwarnt (36.). Tim Hermers warf das Siegtor. (38.).

SVF: Torhüter Mats Knöfler (3 Paraden) und Mattias Höper (5 Paraden), Oskar Haider (5), Erik Vollmer (3), Niko Witt (3), Jan Wagner (2), Ben Panzer (1), Luca Maglio, Noel Hinrichsen, Dominik Zakowiecki und Felix Gierl.

HSG Holsteinische Schweiz – wE 17:23 (12:12): Die Insulanerinnen gewannen das Kellerduell beim Tabellenletzten. Mit 18 Toren warf Natalie Pittner die Gastgeberinnen fast im Alleingang ab.

SVF:

Torfrau Louise Vogel, Natalie Pittner (18), Zoé Eggert (3), Lotta Lafrenz (1), Lilian Laußat (1), Ida Rickert, Nele Müller und Mia Lurz.

Weitere Handballspielberichte lagen der FT-Sportredaktion nicht vor.

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