SHFV beendet Fußballsaison in allen Spiel- und Altersklassen per Quotientenregelung / Keine Absteiger

Staffelsieger und Zweite steigen auf

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Zum 30. Juni läuft die Fußballsaison in Schleswig-Holstein ohne weiteren Spielbetrieb aus. Das SHFV-Präsidium beschloss am Sonnabend, die aktuelle Saison per Quotientenregelung zu beenden.

Kiel –lb– Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat in seiner ordentlichen Sitzung am Sonnabend Beschlüsse zur Wertung der Saison 2019/20 gefasst. Am 27. April hatte das Präsidium beschlossen, die Saison 2019/20 ohne weiteren Spielbetrieb turnusgemäß am 30. Juni auslaufen zu lassen (wir berichteten).

Das Präsidium hat für alle Spielklassen des SHFV und seiner Kreisfußballverbände entschieden, dass die Tabellenendstände der Spielzeit 2019/20 durch Anwendung einer Quotientenregelung (erzielte Punkte geteilt durch Zahl der ausgetragenen Spiele) auf der Basis der Tabellenstände zum 30. Juni erfolgt. Staffelsieger der Saison 2019/20 ist in den einzelnen Spielklassen jeweils die Mannschaft, die auf die meisten erzielten Punkte pro ausgetragenem Spiel kommt. Um einen Aufstiegsplatz belegen zu können, muss eine Mannschaft allerdings mindestens 50 Prozent der durchschnittlich absolvierten Spiele der Staffel gespielt haben. Diese Einschränkung führt aber nur in der Kreisklasse B SO 2 der Herren zu einem anderen Ergebnis auf den Aufstiegsplätzen.

Für den Herren-Spielbetrieb gilt: Alle Staffelsieger und Tabellenzweiten nach der Quotientenregelung steigen in die nächsthöhere Spielklasse auf. Staffelsieger der Oberliga ist damit der SV Todesfelde, der allerdings auf sein Recht an der Qualifikation für die Regionalliga Nord verzichtet. Je nach Entscheidung des Norddeutschen Fußball-Verbandes zum weiteren Vorgehen mit der Regionalliga Nord wird der 1. FC Phönix Lübeck die Möglichkeit zum Aufstieg in die Regionalliga haben. Einen Abstieg aus den Spielklassen einer Spielklassenebene gibt es nicht. Ausgenommen davon sind Mannschaften, die während der Saison von ihren Vereinen vom Spielbetrieb zurückgezogen wurden. Diese Mannschaften werden in der Spielzeit 2020/21 in der nächstniedrigeren Spielklassenebene antreten. Die ausstehenden Partien der noch nicht beendeten Kreispokalwettbewerbe werden 20/21 als vorgelagerte regionale Qualifikationsrunden für den SHFV-LOTTO-Pokal der Herren gespielt. Die jeweiligen Sieger dieser regionalen Qualifikationsrunden haben das Startrecht für den SHFV-LOTTO-Pokal der Herren 2020/21.

„Ich hoffe, wir haben im Sinne der Vereine gehandelt und das Bestmögliche herausgeholt. Dabei können wir leider nicht allen Vereinen gerecht werden, was uns sehr leid tut“, erklärte KFV-Vorsitzender Klaus Bischoff auf FT-Nachfrage. Der Vorsitzende appellierte an die Zweitplatzierten, sich es mit dem Aufstiegsrecht gut zu überlegen, ob sie dieses auch wahrnehmen möchten. „Gerade die Vereine auf den eigentlichen Abstiegsplätzen sollten überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre in einer niedrigeren Staffel mit dem Neustart oder einem Neuaufbau zu starten und nicht mit Krampf an einer Staffel festzuhalten“ so Bischoff weiter.

In der Oberliga schließt der Oldenburger SV die Saison damit auf Platz sieben vor dem TSV Bordesholm ab.

In der Landesliga Holstein wurde der TSV Pansdorf vor dem FC Dornbreite Staffelsieger.

Der Kieler Traditionsclub FC Kilia Kiel wurde Staffelsieger in der Verbandsliga Ost. Der TSV Stein (2,05) fing den TSV Plön (2) durch die Quotientenregelung noch ab. 

Der Eichholzer SV holte sich den Staffelsieg in der Verbandsliga Süd vor dem Sereetzer SV.

André Hack: „Freuen uns tierisch“

Somit ist der

TSV Gremersdorf

mit einem Quotienten von 2,41 Staffelsieger in der Kreisliga Ost. Zweiter wird der TSV Lensahn (2,22). Dritter wird Eutin 08 II vor der

SG Insel Fehmarn

(beide 2,11, besseres Torverhältnis zugunsten Eutin 08 II). „Wir freuen uns tierisch. Das hat sich meine Mannschaft redlich verdient“, meint TSV-Coach André Hack. Der

OSV II

schließt die Serie auf dem zehnten Platz ab.

In der A-Klasse steigt der TSV Schönwalde als Staffelsieger in die Kreisliga auf. Von der Quotientenregelung profitiert der SV Heringsdorf (2,08) der den punktgleichen SC Cismar (1,78) damit noch auf Platz drei verdrängt. „Nach dem Zwangsabstieg aus der Verbandsliga war es ein langer, steiniger Weg für den SVH, wieder die höchste Spielklasse in Ostholstein zu erreichen“, freute sich SVH-Coach Karsten Jark gegenüber der Heimatzeitung. Jark begrüßte die Quotientenregelung, hätte sie jedoch auch in Sachen Abstieg angewendet. So gebe es große Staffeln mit einem „unklaren Saisonstart“. Wunschtermin hier sei laut SHFV der 1. September. Die weiteren Plätze waren heiß umkämpft. Die SG Sarau/Bosau II (1.54) belegt Rang vier vor der SG Lensahn/Kabelhorst (1,46), der SG Insel Fehmarn II (1,33) und der SpVgg. Putlos (1,31). Mit einem Quotienten von 1,26 belegt der SV Großenbrode Rang neun.

In der B-Klasse errang die SG Baltic den Staffelsieg. Die SG Insel Fehmarn IV (2) verdrängte den TSV Gremersdorf II (1,92) noch auf Platz drei. Auf Rang vier folgt die SG Insel Fehmarn III (1,82). „Wir klären es intern ab, ob die Vierte ihr Aufstiegsrecht wahrnimmt. Langfristig sollen die ersten drei Mannschaften eine Klasse höher spielen“, blickt Florian Stolte als Sportlicher Leiter der SG voraus. Der TSV Heiligenhafen (1,50) rangiert vor dem SV Göhl (1,18) auf Platz sechs

Den Staffelsieg in der C-Klasse sicherte sich die SG Lensahn/Kabelhorst II (2,69) vor dem TSV Westfehmarn (1,92). „Unser Ziel war die Meisterschaft, sodass wir unser Aufstiegsrecht wahrnehmen werden. Die Mannschaft ist stark genug, um auch in der B-Klasse zu spielen“, betont West-Coach Heinz Wohlert. Der SV Neukirchen (1,60) schließt die Saison vor der SG Insel Fehmarn V (1,58) auf Rang vier ab. Rang neun geht an die SpVgg. Putlos II (1,25) vor dem Oldenburger SV III (1,07), dem SV Heringsdorf II (0,73), dem SV Großenbrode II (0,58) und dem SV Göhl II (0,50).

Für den Frauen-Spielbetrieb gilt: Staffelsieger der Oberliga ist der TSV Siems. Die Staffelsieger der beiden Landesligen steigen in die Oberliga auf. Staffelsieger der Kreisliga Mitte-Ost wurde die SG Ostholstein/Lensahn/Riepsdorf, die zusammen mit anderen sieben Staffelsiegern in die Landesliga aufsteigt. Die Frauen der SG Insel Fehmarn (2,11) belegen Rang drei. In den Kreisklassen erfolgt die Staffeleinteilung gemäß Mannschaftsmeldungen. Einen Abstieg aus den Spielklassen einer Spielklassenebene gibt es nicht. Der Teilnehmer an der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde 2020/21 wird ermittelt durch die Austragung der feststehenden Finalbegegnung im SHFV-LOTTO-Pokal zwischen Holstein Kiel und dem SV Henstedt-Ulzburg. Das Spiel wird im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ (Herren) ausgetragen oder zu einem anderen Zeitpunkt vor Beginn der Spielzeit 2020/21. Die ausstehenden Partien der noch nicht beendeten Kreispokalwettbewerbe werden analog zu den Herren 2020/21 als vorgelagerte regionale Qualifikationsrunden für den SHFV-LOTTO-Pokal der Frauen gespielt. Die jeweiligen Sieger dieser regionalen Qualifikationsrunden haben das Startrecht für den SHFV-LOTTO-Pokal 2020/21.

Für den Junioren-Spielbetrieb gilt: Alle Staffelsieger in den Verbandsstaffeln der C-, B- und A-Junioren steigen in die nächsthöhere Spielklassenebene auf. Einen Abstieg aus den Spielklassen einer Spielklassenebene gibt es nicht. Der SHFV-Pokal 2019/20 wird nicht beendet. Als schleswig-holsteinischen Teilnehmer am DFB-Pokal der A-Junioren 2020/21 meldet der SHFV Holstein Kiel (Sieger des SHFV-Pokals 2018/19 und am höchsten spielende schleswig-holsteinische A-Jugend-Mannschaft). Die Kreisfußballverbände melden dem SHFV-Jugendausschuss bis zu einem noch festzulegenden Termin einen Teilnehmer am SHFV-Pokal 2020/21. Wie diese Teilnehmer ermittelt werden, entscheiden die Kreisfußballverbände selbst.

Für den Juniorinnen-Spielbetrieb gilt: Die Staffeleinteilung erfolgt gemäß Mannschaftsmeldungen. Die Pokalwettbewerbe auf Kreis- und Landesebene der Saison 2019/20 werden analog zum Juniorenbereich nicht beendet. In der Saison 2020/21 starten ebenfalls analog zum Juniorenbereich neue Wettbewerbe.

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