1:2 gegen TSV Süsel – SV Großenbrode kassiert im neunten Heimspiel bereits die achte Niederlage

SVG taumelt Tabellensüden entgegen

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Marcel Maasch (l.) sorgte mit seinem Treffer für die achte Niederlage im neunten Heimspiel. Hier kommt SVG-Verteidiger Jannik Matschuk einen Schritt zu spät. ·

Fehmarn - Von Andreas HöppnerGROSSENBRODE · Da war mächtig was los in der A-Klassen-Partie zwischen dem SV Großenbrode und dem TSV Süsel – allerdings erst nach dem Schlusspfiff, als die Spieler beider Teams Körperkontakt suchten und sich einiges zu erzählen hatten. Während des schwachen Spiels zuvor, das aus Großenbroder Sicht wieder einmal enttäuschend 1:2 (0:1) ausgegangen war, hatte es keine großen emotionalen Höhepunkte gegeben, obwohl man sich gerade aus Sicht der SVG-Fans von der eigenen Elf im Abstiegskampf mehr Leidenschaft gewünscht hätte.

Lediglich der im ersten Spielabschnitt auf der Liberoposition und nach der Pause im Mittelfeld agierende Peter Thomm versprühte den nötigen Kampfgeist und Willen, seine Elf mitzureißen. Doch das war nicht ausreichend, um gegen einen kompakt in der Abwehr stehenden Gast zum Erfolg zu kommen. So kassierten die grau-blassgelben Großenbroder im neunten Heimspiel bereits die achte Niederlage.

Diese hatte sich schon in der Anfangsphase angedeutet, als der Gast gegen die weit aufgerückte SVG-Abwehr einen ersten Konter fuhr. Sebastian Faust (12.) reagierte am schnellsten, setzte sich gegen Torhüter René Deutsch durch – und drin war der Ball. Danach machten die Gastgeber Druck, sie brachten durch zahlreiche ungenaue Zuspiele aber keine Ruhe in die eigenen Reihen. So hatte die Defensive der Süseler leichtes Spiel. Bezeichnend war, dass der sichere Gästetorwart Jan Bertelson im ersten Spielabschnitt kein einziges Mal geprüft wurde.

Im zweiten Spielabschnitt waren die Gastgeber deutlich um den Ausgleich bemüht, es fehlte aber weiter an der Zielstrebigkeit. Zu oft wurde in die Breite gespielt oder aber der Ball zu lange geführt, sodass sich die Gäste immer wieder sortieren konnten.

Nach einer Stunde fehlten Heiko Schumacher nur wenige Zentimeter zum Jubel, denn sein Flugkopfball strich ganz knapp am Pfosten vorbei. Der SVG war ganz nah dran am Ausgleich, aber hinten weiterhin offen wie ein Scheunentor. Dieses Geschenk nahmen die Gäste dankend an. Faust bediente den auf der rechten Seite völlig ungedeckten Marcel Maasch (62.), der wiederum trocken zum 0:2 abschloss.

Als noch 20 Minuten zu spielen war, sehnten die konditionell abbauenden Gäste, die ohne Auswechselspieler angetreten waren, das Spielende schon herbei. Einige Spieler hatten sogar mit Wadenkrämpfen zu kämpfen. Das Bittere: Die Platzherren wussten daraus kein entscheidendes Kapital zu schlagen. Peter Thomm (73.) traf mit einem schönen Kopfball noch den Querbalken das TSV-Tores, Sven Reiner (81.) setzte einen Kopfball auf Thomm-Flanke knapp vorbei, ehe Heiko Schumacher (92.) aus 20 Metern doch genau in den Giebel traf zum 1:2 – ein Traumtor. Doch dafür konnten sich „Schumi“ und der SVG auch nichts kaufen. Jetzt wird es ganz, ganz eng. Ein Sieg gegen ein schwächelndes Eutin 08 II muss unbedingt her, will man nicht noch weiter in den Tabellensüden abrutschen. SVG: Deutsch – Thomm – Matschuk, Fiedler – Sehne, Fritze, Plöger, Monroy, Antunes – Schumacher, S. Reiner. Eingew.: Metzner, Wiepert. Beste Spieler: Thomm, Antunes.

Schiedsrichter: Behnk (SV Göhl), machte seine Sache in seinem ersten A-Klassen-Spiel ordentlich. Tore: 0:1 (12.) Faust, 0:2 (62.) Maasch, 1:2 (92.) Schumacher.

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