Eine turbulente Kreisligasaison durchlebte Mathias Anders (rechts) mit dem SV Fehmarn. Mit 35 Toren ist die SVF-Offensive die zweitschlechteste der Kreisliga.

FT-Saisonrückblick: Mit 35 Toren der zweitschlechteste Angriff – Jipp schmiss hin, jetzt ist Jark dran

Torflaute beim SV Fehmarn

Fehmarn - Von Lars Braesch FEHMARN · Mit dem zehnten Platz schloss der SV Fehmarn eine turbulente Kreisligasaison versöhnlich ab. Ein Trainerwechsel und der Weggang der Leistungsträger Dennis Petersen und Peter Minch prägten die Saison.

Dabei hatte alles so gut angefangen bei den Burgern. Mit einer gesunden Mischung aus alten Hasen und jungen Spielern startete man in die Saison. Sieben Spieler kamen aus dem JSG-Nachwuchs. Ungeschlagen reiste man am 7. Spieltag mit 13 Punkten im Gepäck als Tabellenvierter zum Tabellenführer nach Neustadt. Mit einem 3:8 bezog der SVF die erste und gleichzeitig höchste Saisonniederlage.

Nach der Niederlage schmiss Coach Peter Jipp nach 15 Monaten das Handtuch. Gründe hierfür nannte er offiziell bis heute nicht. Differenzen zwischen jungen und alten Spielern konnten scheinbar von Jipp nicht ausgeräumt werden, hörten wir heraus. Diese Spannungen kosteten den SVF-Trainer wohl zuviel Kraft.

Der SVF stand plötzlich ohne Cheftrainer da. Die Obmänner Wolfgang Brandt und Jörg Haß sollten zunächst bis zum Saisonende übernehmen.

Das Interimstrainergespann startete mit einem 0:4 zuhause gegen den MTV Ahrensbök.

Beim Tabellenzweiten TSV Malente holte der SVF ein respektables 1:1. Es setzte die große Torflaute ein beim SVF, die Marco Görl nach 278 Minuten ohne Torerfolg mit seinem 1:0-Siegtor beim TSV Lensahn II beendete. Insgesamt blieb die SVF-Offensive mit 35 Toren (1,17 pro Spiel) sehr blass. Nach dem TSV Lensahn II (19 Tore/0,63) stellt der SVF den zweitschlechtesten Angriff.

In die Winterpause ging der SVF noch mit 20 Punkten aus 16 Spielen. Die Winterpause hatte es in sich. Dennis Petersen zog es zum SV Heringsdorf. Der mit sieben Treffern bis dahin beste Angreifer Peter Minch verließ den Verein in Richtung TSV Westfehmarn. Zwei herbe Rückschläge, die bis zum Schluss nicht zu kompensieren waren. Doch auch konnte der SVF zum Rückrundenstart mit Karsten Jark einen neuen Chef an der Linie präsentieren.

Nach zehn Jahren beim SV Heringsdorf, davon sieben Jahre als Trainer, war Schluss. Kurioserweise wurde Dennis Petersen von Jark nach Heringsdorf gelotst. Eigentlich sollte Jark erst in der neuen Saison das Ruder als sportlicher Leiter beim SVF übernehmen, doch in Heringsdorf sahen die Verantwortlichen und die Mannschaft den Klassenerhalt gefährdet, sodass Jark schon nach der Winterpause den SVF übernahm. Damit war nach 165 endlosen Tagen die Interimstrainerlösung vorbei.

Jark startete mit drei Niederlagen, aber es kam die Ordnung und die Disziplin zurück beim SVF.

Es gelangen lebenswichtige Heimsiege gegen Scharbeutz (1:0) und Pönitz (3:0). Durch ein taktisch sehr defensiv ausgerichtetes Konzept wurde in den zwei Inselderbys innerhalb von vier Tagen der Nachbar aus Landkirchen (0:0, 1:1) zweimal geärgert.

Die Stabilität in der Defensive kehrte zurück, sodass sich der SVF auch ein 1:1 beim SV Neukirchen erkämpfte. Doch das Problemkind blieb die Offensive, die Jark bei seinem Amtsantritt anscheinend überschätzt hatte. Nur magere 13 Tore gab es nach dem Winter zu bejubeln.

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