Nach dem 1:5 am Samstag gegen Dahme schien das Team in einer tiefen Krise

Die wundersame Wandlung des SV Fehmarn: 4:0 gegen Neustadt

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Hendrik Möller von den JSG A-Junioren bot eine ganz, ganz starke Leistung im linken Mittelfeld des SV Fehmarn. Er spielte seine Technik und Übersicht aus. 

FEHMARN - Von Heiko Witt - Unglaublich und total verrückt: Zwei Tage nach dem 1:5-Debakel gegen den Aufsteiger TSV Dahme bezwingt der SV Fehmarn heute (3. Oktober) den Verbandsliga-Absteiger TSV Neustadt mit sechs neuen Leuten 4:0 (2:0). Es lief wieder eine zusammengewürfelte Mannschaft auf, doch diesmal hatte sie Struktur und vor allem jede Menge Einstellung.  

Die Mannschaft, die gegen Dahme so kläglich verlor, wurde durch Verletzungen von Marco Kohlscheen, Kai Thielmann, Marco Fuss und Ansgar Löcke noch weiter dezimiert. Wer sollte eigentlich noch auflaufen? 

Neu im Team waren Kay Donath, Tim Waclawek und A-Junior Jan-Georg Weiland (stark gegen Neustadt Routinier Viöl), die in der Defensive gemeinsam mit Kapitän Hauke Marbach, der am Samstag ebenfalls gefehlt hatte, ganz schön abräumten. Ob am Boden oder im Kopfballspiel, sie ließen nichts zu.

Und neu im Team war aus den A-Junioren Hendrik Möller, der im linken Mittelfeld mit sauberer Technik und überragender Übersicht eine ganz starke Leistung bot. Er spielte gut zusammen mit Lasse Brandt, der ja auch gegen Dahme hatte pausieren müssen.

Beim Stande von 2:0 hatte Möller Pech mit einem tollen 20-m-Lattenschuss (37.). Möller hatte schon am Samstag bei den A-Junioren, die quasi mit nur elf Mann die Saison bestreiten und immer noch Tabellenführer in der Kreisliga sind ("Fußballfans der Insel, schaut auf diese Mannschaft"), und am Sonntag in der 2. Mannschaft des SV Fehmarn gespielt. Sein drittes Spiel in 72 Stunden. Wie fit muss der sein?

Der SV Fehmarn ging nach einer schönen Kombination in Führung: Mahmoud Ben-Djebbi spielte zu Virab Oganesjan und der zu Schafi Azizi auf den rechten Flügel. Azizizi gab flach und scharf herein, Lasse Brandt erzielte das 1:0 (3.) und damit sein erstes Saisontor. Noch einmal wurde schnell gespielt, Virab Oganesjan schoss nach Zuspiel von Azizi aus spitzem Winkel zum 2:0 ein (28.) -  für ihn das dritte Saisontor.

Neustadt präsentierte sich ganz schwach. Es fehlte in der Viererkette Marek Thomsen wie schon beim 2:7 gegen Malente und beim 1:5 in Ahrensbök. Offensichtlich ist die Mannschaft von diesem einen Spieler sehr stark abhängig. Es gab drei Niederlagen mit insgesamt 16 Gegentoren in den Spielen ohne Marek Thomsen und mit ihm nur Siege. Neustadts Spielmacher Sascha Meyer saß auf der Bank, wurde nach Verletzung aber noch nicht wieder eingesetzt. 

Die Gäste spielten nahezu körperlos und stemmten sich auch nicht gegen die Niederlage.

Nach einem wunderbaren Pass von Hendrik Möller auf Shafi Azizi, konnte ein Neustädter nur noch mit einem ganz langen Bein klären. Der Ball kam zum völlig freistehenden Lasse Brandt, der einschoss (52.). Brandts drittes Tor an diesem Tage erzielte er per Kopf nach einer scharfen Ecke von Schafi Azizi (71.).

Obwohl die SVF-Mannschaft zuvor nicht einmal ansatzweise in dieser Formation spielte, zeigte sie eine enorm geschlossene Leistung. Torwart Tim Haye war in mehreren Situationen auf dem Posten und ein starker Rückhalt. Emrah Bakabala war als klassischer Libero überall dort, wo es brannte.

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