Sven Reiner (rechts) und der SVG verspielten den Heimnimbus. Nur vier Heimsiege waren den SVG-Anhängern vergönnt, kurioserweise drei davon zum Ende der Saison im Mai.

FT-Saisonrückblick: Anspruch und Realität klaffen weit auseinander – Nur vier Heimsiege

SVG verspielt Heimnimbus

Fehmarn - Von Lars Braesch GROSSENBRODE · Es war wie verhext in Großenbrode. In der Saison 2008/2009 noch beste Heimmannschaft mit 36 Punkten. In der abgelaufenen Spielzeit holte der SV Großenbrode magere 16 Punkte in der A-Klasse. Vier Heimsiege und vier Unentschieden konnten die SVG-Anhänger bejubeln. Den Heimnimbus verspielt, der SVG punktete lieber auswärts (25). Verkehrte Welt bei der Mannschaft von Raphael Ackermann, kostete die Auswärtsschwäche in der Vorsaison doch den sofortigen Wiederaufstieg nach der Strukturreform.

Anspruch und Realität klaffen bei den Grün-Weißen weit auseinander. Auf den ersten Blick scheint der fünfte Platz mit 41 Punkten gar nicht so schlecht, doch ein Sieg weniger und man hätte durchaus auf dem achten Rang landen können. Dabei war das Saisonziel klar definiert. Meister oder Platz zwei und damit Wiederaufstieg in die Kreisliga.

Davon waren die Ackermänner sehr weit entfernt. Meister TSV Pansdorf II hatte satte 35, der Zweite NTSV Strand 08 II immerhin noch 23 Punkte Vorsprung auf den SVG.

Nach einer Pleitenserie von vier Spielen in Folge korrigierte SVG-Coach Ackermann das Saisonziel nach unten: Platz vier bis acht. Nach 70 Tagen ohne dreifachen Punktgewinn siegten die Grün-Weißen mit 3:1 beim Tabellenvorletzten TSV Süsel. Die Treffer fielen erst in der Nachspielzeit.

Auch wollte der SVG 15 bis 20 Tore weniger kassieren. Doch aus diesem Ziel wurde ebenfalls nichts. 13 Tore mehr als in der Vorsaison kassierten die Grün-Weißen (68/2,43 pro Spiel). Auch die Offensiv-Abteilung musste Abstriche machen. 15 Tore weniger schoss der SVG (69/2,46). Vizemeister Strand 08 II demonstrierte das Torschießen in Großenbrode. Mit 0:7 wurde die Ackermann-Elf vorgeführt. Es war die höchste Saisonniederlage. Den höchsten Sieg erzielte der SVG am 2. Spieltag mit 11:2 gegen den TSV Süsel. Danach mussten die Fans lange auf einen Dreier warten. Erst Anfang Mai kam durch den 3:2-Erfolg gegen Eutin 08 II der zweite Heimsieg hinzu. Kurioserweise feierte man die Heimsiege drei und vier ebenfalls im Mai. Beide Nachholspiele gegen den TSV Neustadt und den SV Dissau wurden zu Tagen des offenen Tores. Am Ende gewann der SVG beide Partien mit 6:4.

Auch mit manchen Schiedsrichterentscheidungen tat sich der SVG sehr schwer. Der Fokus wurde dann nicht mehr auf das Fußballspiel gelegt, sondern auf das Gemeckere gegen den Schiedsrichter. Sieben Spiele beendete der SVG in Unterzahl, was manchen Punkt gekostet haben dürfte. Gerade am Saisonanfang waren die Grün-Weißen einfach zu undiszipliniert. Von sieben Spielen zu Saisonbeginn musste der SVG drei mit weniger als elf Spielern beenden.

76 Gelbe Karten, fünf Gelb-Rote Karten und zwei Rote Karten bedeuten den drittletzten Platz in der Fairnesstabelle.

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