Reinhold Paul legt bei der JSG Fehmarn den Posten des Vorsitzenden in jüngere Hände – Erfahrene Personen wieder mit ins Boot geholt

Wagener setzt bei der JSG auf Teamarbeit

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Sebastian Wagener (l.) löst Reinhold Paul (r.) an der Vorstandsspitze der JSG Fehmarn ab. Wagener will mit seinem Vorstandsteam durchstarten.

FEHMARN -hö- Die JSG Fehmarn stellt sich in der Vorstandsarbeit breiter auf und holt sich hinsichtlich Vereinsführung und Fußballsachverstand erfahrene Personen mit ins Boot. So rücken als Beisitzer Ralf „Hänschen“ Albers, Heinz Jürgen Fendt und Hinrich Köhlbrandt in die Führungscrew auf. Neuer 1. Vorsitzender ist Sebastian Wagener, der Reinhold Paul ablöst.

Paul, der das Amt seit 2011 ausübte, stellte sich nicht wieder zur Wahl, er bleibt der JSG aber als Unterstützer erhalten. So wird er die Homepage betreuen und für den Pressekontakt zuständig sein. „Ich habe es gerne gemacht und es hat Spaß gebracht“, klang aus den Worten Pauls etwas Wehmut heraus.

„Reinhold hat den Jugendsport und die JSG gelebt. Er kennt jeden Spieler mit Namen“, lobte der bisherige 2. Vorsitzende Sebastian Wagener seinen Vorgänger. Wagener beschwor in seiner Antrittsrede den Teamgeist: „Wir schaffen es nur als Team.“ Hierzu zählen als Kassenwartin Martina Ehmann und als Schriftführerin Birte Wagener-Ehler. Hinzu kommen die drei Beisitzer, aus deren Reihen noch der Posten des 2. Vorsitzenden für ein Jahr kommissarisch vergeben werden soll. Eine Entscheidung darüber fällt der Vorstand.

Im Laufe der im Sportlerheim des RSV Landkirchen abgehaltenen Jahresversammlung hatte es zuvor bei den Wahlen einige Irritationen gegeben, denn Drews Wilder hatte als Kandidaten für den Posten des 2. Vorsitzenden Martin „Mambo“ Bak vorgeschlagen. Die Wahl des stellvertretenden JSG-Vorsitzenden stand aber gar nicht auf der Tagesordnung. Und auch bei der Wahl der drei Beisitzer war es nicht ganz rund gelaufen. Erst als Oliver Meß als vierter Bewerber von seiner Kandidatur zurücktrat, hatte en bloc gewählt werden können.

Externe Unterstützer für den Vorstand

Doch Oliver Meß (Betreuung der Fahrzeuge) wird dem Vorstand ebenso ehrenamtlich zuarbeiten wie Nadine-Isabel Kissler, die die Mitgliederverwaltung übernimmt. Ferner wird Manfred „Manzi“ Meier den Vorstand mit seinem Fußballsachverstand extern unterstützen. Und auch auf dem Posten des Jugendobmannes zeichnet sich eine Veränderung ab. Wagener teilte mit, dass Dieter Lickfeld sich zurückgezogen hat. Mit Lutz Didier konnte Wagener der Versammlung jedoch schon einen potenziellen Nachfolger präsentieren. Eine endgültige Entscheidung wolle Didier aber erst im April abgeben.

Eigenständige Mitgliederverwaltung

Diskussionsthema war an diesem Abend auch die Aktualisierung des Fördervertrages mit den fördernden Vereinen SV Fehmarn und RSV Landkirchen. Eine wichtige Neuerung: Die JSG Fehmarn zieht ihre Mitgliedsbeiträge ab sofort eigenständig ein. Bis zum Ende des letzten Jahres war dies über die fördernden Stammvereine erfolgt. Die neue Regelung, so Drews Wilder, Kassenwart des SV Fehmarn, trage zur Vereinfachung der Mitgliederverwaltung bei.

Allerdings wurde von einigen Mitgliedern moniert, dass Kinder und Jugendliche, die bislang zwei Sportarten ausübten, beispielsweise Fußball in der JSG und Handball im SVF, fortan in zwei Vereinen Mitglied sein müssten und zwei Mitgliedsbeiträge zu entrichten hätten.

Kritik geübt wurde auch an der Vergabe der Hallenzeiten an die JSG Fehmarn. Teilweise seien sogar Hallenzeiten gestrichen worden, so Wagener, der Besserung gelobte und in Zukunft in Zusammenarbeit mit der Stadt Fehmarn und den anderen Vereinen eine „bessere Koordination der Hallennutzung“ anstrebt.

Die fördernden Vereine RSV Landkirchen und SV Fehmarn stehen jedenfalls voll hinter der JSG. „Wir bauen stark auf die jungen Spieler“, versicherte Holger Micheel-Sprenger, 1. Vorsitzender des RSV Landkirchen. Gutes Potenzial sei in den einzelnen Mannschaften wirklich vorhanden. Deshalb müsse es auch das Ziel sein, dass die jungen Spieler unter dem Dach der SG Insel Fehmarn weiterspielen, steckte Micheel-Sprenger den Rahmen für die Zukunft ab.

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